Gedenktafel Hofrat Brunner
Gemeinde: Emmersdorf an der Donau
Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 2. Hälfte
Chronik:
Anton Brunner lernte schon als 16-Jähriger das Gefängnis kennen.
Als Kremser Gymnasiast lernte er die von den Nationalsozialisten
aufgelöste Marianische Studentenkongregation und
das Studenten-freicorps der Österreichischen Jugendbewe- gung kennen.
Er fertigte Flugzettel mit dem Aufdruck „Vergesst euren Glauben nicht!“
an und und warf diese bei seiner Heimfahrt von Krems nach Grimsing
in den Bahnhöfen der Donauuferbahn aus dem Zug.
Anton Brunner wurde deshalb für zwei Monate eingesperrt
und erhielt ein allgemeines Schulverbot.
Als er 1942 zwei Monate im Priesterseminar von St. Pölten
wieder Anschluss an eine Widerstandsgruppe fand,
wurde er von der Gestapo verhaftet und zunächst zum Tode verurteilt,
doch schließlich doch begnadigt .
Beschreibung:
Text der Erinnerungstafel
an einem Nebengebäude
der Einsegnungskapelle:
Msgn. Anton Brunner, 29.5.1923 – 4.8.1999 Studentenwiderstandskämpfer
gegen das NS-Regime zum Tode verurteilt: 28.8.1942 Begnadigt: 15.3.1943 Priesterweihe: 22.1.1950
Seelsorger in
der Strafvollzugsanstalt
Stein: 1956 - 1987
Details
| Gemeindename | Emmersdorf an der Donau |
| Gemeindekennzahl | 31553 |
| Ortsübliche Bezeichnung | Gedenktafel Hofrat Brunner |
| Objektkategorie | 1611 ( Gedenktafeln, -steine an Objekten oder freistehend | Erinnerungsmale | Personengedenkmale) |
| Katastralgemeinde | Hofamt -- GEM Emmersdorf an der Donau |
| Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 219 |
| Ortschafts- bzw. Ortsteil | Hofamt |
| Straße und Hausnummer bzw. Flurname | |
| Längengrad | 15.33456 |
| Breitengrad | 48.24307 |
| denkmalgeschützt | nicht geschuetzt |
| Höhe (m) | 0.45 |
| gemessen od. geschätzt | geschätzt |
| Breite (m) | 0.6 |
| gemessen od. geschätzt | geschätzt |
| Tiefe (m) | |
| gemessen od. geschätzt | -- |
| Zustandsklassifizierung | gut |
| Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
| Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | Text der Erinnerungstafel an einem Nebengebäude der Einsegnungskapelle: Msgn. Anton Brunner, 29.5.1923 – 4.8.1999 Studentenwiderstandskämpfer gegen das NS-Regime zum Tode verurteilt: 28.8.1942 Begnadigt: 15.3.1943 Priesterweihe: 22.1.1950 Seelsorger in der Strafvollzugsanstalt Stein: 1956 - 1987 |
| Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details |
| Zeitkategorie | 20. Jahrhundert, 2. Hälfte |
| Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | Anton Brunner lernte schon als 16-Jähriger das Gefängnis kennen. Als Kremser Gymnasiast lernte er die von den Nationalsozialisten aufgelöste Marianische Studentenkongregation und das Studenten-freicorps der Österreichischen Jugendbewe- gung kennen. Er fertigte Flugzettel mit dem Aufdruck „Vergesst euren Glauben nicht!“ an und und warf diese bei seiner Heimfahrt von Krems nach Grimsing in den Bahnhöfen der Donauuferbahn aus dem Zug. Anton Brunner wurde deshalb für zwei Monate eingesperrt und erhielt ein allgemeines Schulverbot. Als er 1942 zwei Monate im Priesterseminar von St. Pölten wieder Anschluss an eine Widerstandsgruppe fand, wurde er von der Gestapo verhaftet und zunächst zum Tode verurteilt, doch schließlich doch begnadigt . |
| Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) |
| Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | 1) Historische Aufzeichnungen von der Pfarrchronik und Gemeindechronik 2) Im Zuge eines Kleindenkmalseminares wurde eine Marterlwanderung für die Gemeinde Emmersdorf zusammengestellt. 3)Diese Projektarbeit der Marterlwanderung wurde von Herrn Ing. Johann Pittl im Zuge einer Jahrestagung in Emmersdorf vorgestellt. 4)Denkmalliste vom Bundesdenkmalamt 5)Ortsüblicher Orientierungsplan |
| Datum der Erfassung | 2026-03-21 |
| Datum der letzten Bearbeitung | 2026-03-22 |
| letzter Bearbeiter | Erich Köberl |

