Gedenktafel Ernst Dombrowsky

Gedenktafeln, -steine an Objekten oder freistehendErinnerungsmalePersonengedenkmale

Gemeinde: Emmersdorf an der Donau

Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 2. Hälfte

Chronik:

Ernst von Dombrowski: 1896 – 1985
Sein Vater war Jagdschriftsteller.
Eher zufällig wurde er am 12. September 1896
in einem Emmersdorfer Gasthaus geboren,
seine Eltern waren auf der Durchreise.

Künstlerisch tätig war er als Autor, Xylograph und Illustrator.

Beispielsweise illustrierte er Werke von Adalbert Stifter,
Paula Grogger und Karl Heinrich Waggerl.

In den 20-er Jahren arbeitete er für verschiedene Auftraggeber,
schuf sakrale Malerarbeiteten und schloss sich schon 1932
der nationalsozialistischen Bewegung in der Steiermark an.

Zwischen 1938 und 1945 wurde er zu einer Professur
an der Akademie für angewandte Kunst in München berufen.

Beschreibung:

Am Emmersdorfer Gasthaus zum Weißen Rössl
(Ortsgasthof Pichler) wurde in den 1970-iger-Jahren
eine Gedenktafel angebracht und im Beisein von Politik,
Musikkapelle und Schule feierlich enthüllt.

Sie erinnert an die Geburt des Malers, Holzschneiders
und Schriftstellers Ernst von Dombrowski in Emmersdorf.

Da nun bekannt wurde, dass Dombrowski in der Zeit
des Nationalsozialismus wirkte, sich zum Nationalsozialismus
bekannte und in dieser Zeit auch eine Professur an der Akademie
für angewandte Kunst in München erhielt,
ist im Jahr 2016 ein politischer Diskurs darüber ausgebrochen,
ob die Gedenktafel entfernt werden oder durch eine
aufklärende Zusatztafel ergänzt werden soll.

Eine aufklärende Zusatztafel wurde im Dezember 2017 montiert.

Details

Gemeindename Emmersdorf an der Donau
Gemeindekennzahl 31553
Ortsübliche Bezeichnung Gedenktafel Ernst Dombrowsky
Objektkategorie 1611 ( Gedenktafeln, -steine an Objekten oder freistehend | Erinnerungsmale | Personengedenkmale)

Katastralgemeinde Emmersdorf -- GEM Emmersdorf an der Donau
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 7
Ortschafts- bzw. Ortsteil Emmersdorf
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Emmersdorf an der Donau
Längengrad 15.3366347
Breitengrad 48.241324

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 0.55
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 0.7
gemessen od. geschätzt geschätzt
Tiefe (m) 0.01
gemessen od. geschätzt geschätzt

Zustandsklassifizierung sanierungsbedürftig
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Am Emmersdorfer Gasthaus zum Weißen Rössl
(Ortsgasthof Pichler) wurde in den 1970-iger-Jahren
eine Gedenktafel angebracht und im Beisein von Politik,
Musikkapelle und Schule feierlich enthüllt.

Sie erinnert an die Geburt des Malers, Holzschneiders
und Schriftstellers Ernst von Dombrowski in Emmersdorf.

Da nun bekannt wurde, dass Dombrowski in der Zeit
des Nationalsozialismus wirkte, sich zum Nationalsozialismus
bekannte und in dieser Zeit auch eine Professur an der Akademie
für angewandte Kunst in München erhielt,
ist im Jahr 2016 ein politischer Diskurs darüber ausgebrochen,
ob die Gedenktafel entfernt werden oder durch eine
aufklärende Zusatztafel ergänzt werden soll.

Eine aufklärende Zusatztafel wurde im Dezember 2017 montiert.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 20. Jahrhundert, 2. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Ernst von Dombrowski: 1896 – 1985
Sein Vater war Jagdschriftsteller.
Eher zufällig wurde er am 12. September 1896
in einem Emmersdorfer Gasthaus geboren,
seine Eltern waren auf der Durchreise.

Künstlerisch tätig war er als Autor, Xylograph und Illustrator.

Beispielsweise illustrierte er Werke von Adalbert Stifter,
Paula Grogger und Karl Heinrich Waggerl.

In den 20-er Jahren arbeitete er für verschiedene Auftraggeber,
schuf sakrale Malerarbeiteten und schloss sich schon 1932
der nationalsozialistischen Bewegung in der Steiermark an.

Zwischen 1938 und 1945 wurde er zu einer Professur
an der Akademie für angewandte Kunst in München berufen.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Gedenktafel
23. März 2026
Erich Köberl

Blick
23. März 2026
Erich Köberl

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen 1) Historische Aufzeichnungen von der Pfarrchronik und Gemeindechronik
2) Im Zuge eines Kleindenkmalseminares wurde eine Marterlwanderung für die Gemeinde Emmersdorf zusammengestellt.
3)Diese Projektarbeit der Marterlwanderung wurde von Herrn Ing. Johann Pittl im Zuge einer Jahrestagung in Emmersdorf vorgestellt.
4)Denkmalliste vom Bundesdenkmalamt
5)Ortsüblicher Orientierungsplan

Johann Pittl
Datum der Erfassung 2026-03-21
Datum der letzten Bearbeitung 2026-03-24
letzter Bearbeiter Erich Köberl

Standort

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