Flieger-Kreuz

Religiöse KleindenkmälerKreuzeWeg- oder Feldkreuze

Gemeinde: Heldenberg

Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Bei einem Luftkampf wurde das deutsche Flugzeug abgeschossen und stürzte in den Wald. Die Insassen waren tot. Das zweite (angeblich englische) Flugzeug brannte zwar, konnte jedoch weiterfliegen. Das Flugzeugwrack wurde nach Oberthern geschafft, blieb dort einige Zeit unter Bewachung und wurde dann abtransportiert. Die beiden Soldaten wurden am Obertherner Friedhof gemeinsam begraben. Später wurden sie exhumiert und in einen Soldatenfriedhof nach Retz umgebettet.

Beschreibung:

Einfaches Holzkreuz mit einem handgroßen, aufgenagelten Stück Alu-Stück des abgeschossenen Flugzeugs, einer Feldflasche und einem weiteren Metallstück. Kreuzinschrift: Zur Erinnerung an zwei deutsche Flieger-Soldaten, die 1944 hier abgeschossen wurden.

Details

Gemeindename Heldenberg
Gemeindekennzahl 31019
Ortsübliche Bezeichnung Flieger-Kreuz
Objektkategorie 1561 ( Religiöse Kleindenkmäler | Kreuze | Weg- oder Feldkreuze)

Katastralgemeinde Oberthern -- GEM Heldenberg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 376
Ortschafts- bzw. Ortsteil Oberthern
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Hochstrasse
Längengrad 15.993577
Breitengrad 48.526809

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 1.57
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 0.66
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m)
gemessen od. geschätzt --

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Einfaches Holzkreuz mit einem handgroßen, aufgenagelten Stück Alu-Stück des abgeschossenen Flugzeugs, einer Feldflasche und einem weiteren Metallstück. Kreuzinschrift: Zur Erinnerung an zwei deutsche Flieger-Soldaten, die 1944 hier abgeschossen wurden.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Detailaufnahme mit Inschrift am Flieger-Kreuz.

Zeitkategorie 20. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Bei einem Luftkampf wurde das deutsche Flugzeug abgeschossen und stürzte in den Wald. Die Insassen waren tot. Das zweite (angeblich englische) Flugzeug brannte zwar, konnte jedoch weiterfliegen. Das Flugzeugwrack wurde nach Oberthern geschafft, blieb dort einige Zeit unter Bewachung und wurde dann abtransportiert. Die beiden Soldaten wurden am Obertherner Friedhof gemeinsam begraben. Später wurden sie exhumiert und in einen Soldatenfriedhof nach Retz umgebettet.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) Nach einer Begehung der Hochstraße (Oberthern) am 29.07.2026 mit Ortsbewohner Josef Ebermann Oberthern 10a, mussten wir feststellen dass an der Rückseite des Kreuzes eine Tafel von Kurt R. und Josef W. zum Sachverhalt recherchiert 2020 und authentifiziert 2025 angebracht wurde.
Mit folgenden Inhalt:
Chronologie zum Flieger-Kreuz
Der 26.06.1944 ist ein Montag mit gutem Flugwetter, so wie es die US-Bomberflotte für den Überflug der Alpenbraucht. Frühmorgens erheben sich an diesem Tag in mehreren Wellen 300 viermotorige B17 und B24-Bomberflugzeugein Italien in die Luft, deren 1.22 Triebwerke 20 km weit im Voraus zu hören sind. Spätestens um 10:00 Uhr ist deren Bombenabwurf über dem Großraum Wien, Korneuburg und Schwechat vorgesehen. Nach Erfassung der im Formationsflug in die damalige Ostmark eindringenden US-Bomber sind die Flakbesatzungen alarmiert und erste Abfangjäger der Deutschen Luftwaffe zur Abwehr der Bomber aufgestiegen. 1944 werden aufsteigende dt. Jäger bereits von den ihrer Bomberflotte weit voraus fliegenden US-Langstreckenbegleitjägern des neuen Typs Lockheed P38 schon beim Anflug in einen Luftkampf verwickelt. Unter den am 26.06.1944 aufsteigenden deutschen Jagdflugzeugen aus der 1. Staffel Zerstörergeschwader 76 ist auch jene vom dt. Flugzeughersteller Messerschmitt als Bomberzerstörer gebaute zweimotorige Me 410, die vom 30-jährigrn Flugzeugführer Oberfeldwebel Fritz S. geflogen wurde. Sein Bordschütze war der 25-jährige Uffz. Heinz W., der die 4 MG im Bug und das nach hinten gerichtete MG ihrer „Hornisse“ bediente. Für beide deutschen Fliegersoldaten wurde es ihr letzter Feindflug, bevor ihre im Luftkampf getroffene, beim Überflug über den Ort Thern nun bereits brennende Maschine, von einem US-Jäger P38 noch immer verfolgt, an dieser Stelle abgestürzt ist. Vom gänzlich zerstörten Wrack konnten nur noch die 2 Popellertriebwerke geborgen und abtransportiert werden. Der fast gänzlich verbrannte Flugzeugführer fand in seiner Heimat in Gütersloh und der Bordschütze in Dresden seine letzte Ruhestätte.
Soldaten ruhet in Frieden!
(Sachverhalt recherchiert 2020 und authentifiziert 2025) Kurt R und Josef W.

Flieger-Kreuz
18.01.2011
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Fleiger-Kreuz 04.10.2026
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19.07.2026
Leopold Beck

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen versch. ältere Ortsbewohner
Beitrag der NÖN von Sylvia Stark 27.06.2020 mit Augenzeuge Franz Kraus.
Beitrag der NÖN von Stadtführer Josef Weis 2021 in 6 Teilen.

Datum der Erfassung 2011-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2026-10-26
letzter Bearbeiter leopold Beck

Standort

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Beitag der NÖN übers Flieger-Kreuz

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Beitrag der NÖN von Stadtführer Josef Weis 2021 in 6 Teilen.

 

heldkuf125. 10. 2026

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heldkuf125. 10. 2026

Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.