Schloss Baumgarten Gnadenstuhl

Freiplastikenreligiöse Freiplastiken

Gemeinde: Neulengbach

Zeitkategorie: 18. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Information im Eingangsbereich des Schlosses Baumgarten:
"Zur Geschichte von Schloss Baumgarten
Die Hochfreien von Ollersbachsind seit 1074 nachweisbar. Sie waren mit dem damaligen Salzburger Erzbischof verwandt. 1140 wird Dietrich von Baumgarten als Besitzer der damaligen Burg genannt. Diese dürfte aber ursprünglich neben der Pfarrkirche gelegen sein. Um 1160 wurde dann der in einem Obstgarten gelegene Wirtschaftshof burgartig ausgebaut und der alte Wehrbau verlassen. Um 1170 kam Baumgarten an die Hochfreien von Lengenbach, die aber schon 1236 ausstarben. In den Jahren 1280 bis 1308 ist Heinrich von Baumgarten, ein Bruder Gottfrieds von Totzenbach, als Burgherr in Ollersbach bezeugt. Von 1352 bis1503 war Baumgarten eine Burg der Seebeck, die im Gebiet des heutigen Neulengbachs ansässig waren. Ab 1565 war es im Besitz der Trauttmansdorff. Johann Andreas Graf Trauttmannsdorff verkaufte es 1618 an den Freiherrn Johann Eusebius Khuen von Belasi auf Neulengbach. Mit dieser Herrschaft ging es an die Grafen Palffy über. 1683 wurde das nur schwach befestigte Schloss von türkischen Streifscharen zerstört, aber anschließend bald wieder aufgebaut. Im Jahr 1709 gelangte Baumgarten an Susanne Therese Gräfin Auersperg und 1717 an Christoph Heinrich Graf Galen. Sein Grabmal in der Pfarrkirche Ollersbach weist darauf hin, dass er Rat dreier Kaiser und Hofkämmerer war. Seine Witwe heiratete den Freiherrn Carl Ludwig Hildebrand von Prandau, dessen Familie bis 1809 im Besitz von Baumgarten blieb. Von 1841 bis 1931 waren die Grafen Bussy-Mignot die Schlossherren. Die nächste Eigentümerin Baronin Redl war die letzte Adelige, und sie hat mit ihrer Familie die letzte Ruhestätte in der Gruft des Schlosses gefunden. 1938 ersteigerte Dr. Max. Lechner das Schloss. 1945 ist es völlig niedergebrannt, aber von DI Walter Lechner außen wiederhergestellt worden. Familie Dr. Riedl-Riedenstein hat viel Geschmack und Energie in die Sanierung des Westflügels und des Innenhofes gesteckt. Seit 2001 lenkt die Familie Dr. Wimmer-Schick die Geschicke des Schlosses. Erstmals wird das Schloss wieder von mehreren Familien bewohnt und belebt.
Es gibt die Möglichkeit sich im Schloss eine Wohnung zu mieten, oder seinen Firmensitz in das Schlosszu legen. So gibt es u.a. eine Tierarztpraxis, Chiropraxis, Wasseraufbereitungsfirma und Wirtschaftsexperten u. -berater im Schloss."

Beschreibung:

An der Innenseite des Westtraktes im Schloss Baumgarten ist zentral in einer Mauernische der Dreieinige Gott in Stein dargestellt. Oben: Gott Vater, Mitte: der gekreuzigte Sohn; unten: der Heilige Geist in Gestalt einer Taube. Diese Darstellung ist laut "Antennen zwischen Himmel und Erde" von Prof. Walter Zach-Kiesling, Mag. Erich Broidl und Johann Rotter im Waldviertel, Weinviertel und in Wien zahlreich zu finden. Zeit. 17. & 18. Jh.
Dieser "Gnadenstuhl" wurde vom Vorbesitzer in Salzburg auf einem Flohmarkt gekauft. (Dr.R.)

Details

Gemeindename Neulengbach
Gemeindekennzahl 31926
Ortsübliche Bezeichnung Schloss Baumgarten Gnadenstuhl
Objektkategorie 1710 ( Freiplastiken | religiöse Freiplastiken | )

Katastralgemeinde Ollersbach -- GEM Neulengbach
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 375
Ortschafts- bzw. Ortsteil Schloss Baumgarten
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Schlossstraße 1
Längengrad 15.848493
Breitengrad 48.183395

denkmalgeschützt geschuetzt

Höhe (m) 1.3
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 0.43
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.4
gemessen od. geschätzt geschätzt

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) An der Innenseite des Westtraktes im Schloss Baumgarten ist zentral in einer Mauernische der Dreieinige Gott in Stein dargestellt. Oben: Gott Vater, Mitte: der gekreuzigte Sohn; unten: der Heilige Geist in Gestalt einer Taube. Diese Darstellung ist laut "Antennen zwischen Himmel und Erde" von Prof. Walter Zach-Kiesling, Mag. Erich Broidl und Johann Rotter im Waldviertel, Weinviertel und in Wien zahlreich zu finden. Zeit. 17. & 18. Jh.
Dieser "Gnadenstuhl" wurde vom Vorbesitzer in Salzburg auf einem Flohmarkt gekauft. (Dr.R.)
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 18. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Information im Eingangsbereich des Schlosses Baumgarten:
"Zur Geschichte von Schloss Baumgarten
Die Hochfreien von Ollersbachsind seit 1074 nachweisbar. Sie waren mit dem damaligen Salzburger Erzbischof verwandt. 1140 wird Dietrich von Baumgarten als Besitzer der damaligen Burg genannt. Diese dürfte aber ursprünglich neben der Pfarrkirche gelegen sein. Um 1160 wurde dann der in einem Obstgarten gelegene Wirtschaftshof burgartig ausgebaut und der alte Wehrbau verlassen. Um 1170 kam Baumgarten an die Hochfreien von Lengenbach, die aber schon 1236 ausstarben. In den Jahren 1280 bis 1308 ist Heinrich von Baumgarten, ein Bruder Gottfrieds von Totzenbach, als Burgherr in Ollersbach bezeugt. Von 1352 bis1503 war Baumgarten eine Burg der Seebeck, die im Gebiet des heutigen Neulengbachs ansässig waren. Ab 1565 war es im Besitz der Trauttmansdorff. Johann Andreas Graf Trauttmannsdorff verkaufte es 1618 an den Freiherrn Johann Eusebius Khuen von Belasi auf Neulengbach. Mit dieser Herrschaft ging es an die Grafen Palffy über. 1683 wurde das nur schwach befestigte Schloss von türkischen Streifscharen zerstört, aber anschließend bald wieder aufgebaut. Im Jahr 1709 gelangte Baumgarten an Susanne Therese Gräfin Auersperg und 1717 an Christoph Heinrich Graf Galen. Sein Grabmal in der Pfarrkirche Ollersbach weist darauf hin, dass er Rat dreier Kaiser und Hofkämmerer war. Seine Witwe heiratete den Freiherrn Carl Ludwig Hildebrand von Prandau, dessen Familie bis 1809 im Besitz von Baumgarten blieb. Von 1841 bis 1931 waren die Grafen Bussy-Mignot die Schlossherren. Die nächste Eigentümerin Baronin Redl war die letzte Adelige, und sie hat mit ihrer Familie die letzte Ruhestätte in der Gruft des Schlosses gefunden. 1938 ersteigerte Dr. Max. Lechner das Schloss. 1945 ist es völlig niedergebrannt, aber von DI Walter Lechner außen wiederhergestellt worden. Familie Dr. Riedl-Riedenstein hat viel Geschmack und Energie in die Sanierung des Westflügels und des Innenhofes gesteckt. Seit 2001 lenkt die Familie Dr. Wimmer-Schick die Geschicke des Schlosses. Erstmals wird das Schloss wieder von mehreren Familien bewohnt und belebt.
Es gibt die Möglichkeit sich im Schloss eine Wohnung zu mieten, oder seinen Firmensitz in das Schlosszu legen. So gibt es u.a. eine Tierarztpraxis, Chiropraxis, Wasseraufbereitungsfirma und Wirtschaftsexperten u. -berater im Schloss."
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Schloss Baumgarten Dreieiniger Gott O 12a
29.3.2022
Gerhard Hiebner

Schloss Baumgarten Dreieiniger Gott O 11a
29.3.2022
Gerhard Hiebner

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Dr. R.

Gerhard Hiebner
Datum der Erfassung 2022-04-27
Datum der letzten Bearbeitung 2025-12-28
letzter Bearbeiter Gerhard Hiebner

Standort

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