Pestsäule

Religiöse KleindenkmälerBildstöckePfeiler- und Säulenbildstöcke

Gemeinde: Grafenegg

Zeitkategorie: 17. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Zeit und Grund der Aufstellung sind unbekannt. Laut Pfarrchronik wurde im Jahr 1969, beim Bau des Ortswasserleitungsnetzes, der Aufsatz demoliert und durch ein Dach mit Steinkreuz ersetzt. Bei Kanalbauarbeiten 1975 stieß man nahe der Säule auf Knochenschichten, die mit Kalk übergossen waren. Dabei handelte es sich wahrscheinlich um ein Pestgrab. Bei Begräbnissen von Verstorbenen aus den zur Pfarre Etsdorf gehörenden Orten Walkersdorf und Diendorf wechselten hier nach kurzem Gebet die Sargträger.

Beschreibung:

Neben der Hauptstraße an der Abzweigung Kleiner Grünweg steht die nach Südsüdwesten ausgerichtete, steinerne sogenannte 'Pestsäule'. Auf einem nur mehr wenig sichtbaren Sockel ein quadratischer Schaft mit Fasen, darauf zwei Kragenplatten übereinander mit Dach und Steinkreuz.

Details

Gemeindename Grafenegg
Gemeindekennzahl 31308
Ortsübliche Bezeichnung Pestsäule
Objektkategorie 1531 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Pfeiler- und Säulenbildstöcke)

Katastralgemeinde Etsdorf -- GEM Grafenegg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 1388/4
Ortschafts- bzw. Ortsteil Etsdorf
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Hauptstraße
Längengrad 15.73593
Breitengrad 48.4484

denkmalgeschützt geschuetzt

Höhe (m) 3.3
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 0.7
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.7
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sanierungsbedürftig
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen
Aufsatz in ursprünglichen Zustand versetzen.

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Neben der Hauptstraße an der Abzweigung Kleiner Grünweg steht die nach Südsüdwesten ausgerichtete, steinerne sogenannte 'Pestsäule'. Auf einem nur mehr wenig sichtbaren Sockel ein quadratischer Schaft mit Fasen, darauf zwei Kragenplatten übereinander mit Dach und Steinkreuz.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Ursprünglich befand sich auf einer Kragenplatte ein Aufsatz mit Nische, darin ein kleines Bild mit dem Gekreuzigten (Foto um 1935), darauf eine Dachplatte mit einem Doppelkreuz.

Zeitkategorie 17. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Zeit und Grund der Aufstellung sind unbekannt. Laut Pfarrchronik wurde im Jahr 1969, beim Bau des Ortswasserleitungsnetzes, der Aufsatz demoliert und durch ein Dach mit Steinkreuz ersetzt. Bei Kanalbauarbeiten 1975 stieß man nahe der Säule auf Knochenschichten, die mit Kalk übergossen waren. Dabei handelte es sich wahrscheinlich um ein Pestgrab. Bei Begräbnissen von Verstorbenen aus den zur Pfarre Etsdorf gehörenden Orten Walkersdorf und Diendorf wechselten hier nach kurzem Gebet die Sargträger.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Pestsäule
1939
NÖLB 28.315

Pestsäule
2012
Hermine Ploiner

Pestsäule
2012
Hermine Ploiner

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Bundesdenkmalamt, DEHIO-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Niederösterrreich nördlich der Donau, Wien 1990,205.
Ersterfassung Hermine Ploiner, 2012

Datum der Erfassung 2011-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2020-11-27
letzter Bearbeiter Hermine Ploiner

Standort

Kommentare

Sie müssen sich einloggen, um selbst Kommentare abgeben zu können!

Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.