Kemetner-Marterl

Religiöse KleindenkmälerBildstöckeKapellenbildstöcke

Gemeinde: Grafenegg

Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

In einem Revers aus dem Jahr 1909 verpflichten sich Johann Gartner aus Walkersdorf und Franz Öhlzelt aus Etsdorf, dass sie, ihre Nachkommen und spätere Besitzer das Marterl in würdigem Zustand erhalten werden. Renovierungen 1968, 1990, 2011. Das Marterl liegt an der Strecke des Weinviertler Jakobsweges.


Beschreibung:

Gegenüber der Einfahrt in den Kleeweg stand, seit der Errichtung, das nach Süden ausgerichtete Kemetner-Marterl, ein gemauerter Kapellenbildstock mit vergitterter Vorderseite, auf dem verputzten Dach ein lateinisches Kreuz.

Das Marterl stand am Rande eines Feldes, das zu einem Bauplatz umgewidmet wurde. Aus diesem Grund musste es versetzt werden und steht jetzt auf Gemeindegrund, nahe der Bahn. Bei der Versetzung, am 13. Dezember 2016, beim Verladen auf den Kranwagen, kam völlig überraschend ein zweites Denkmal zum Vorschein. Man dürfte damals Bruchstücke eines Bildstockes als Sockel für das Kreuz verwendet haben.
Am 2. Mai 2017 wurde das Marterl noch einmal angehoben und ein Teil des sich darunter befindlichen Bildstockes geborgen.
Es handelt sich dabei um den Aufsatz einer Stationsäule des Rosenkranzweges. Das gut erhaltene Relief stellt die Geburt Christi dar. Den restlichen Teil hat man im Marterl gelassen, da die Abbildung vollkommen zerstört und die Gefahr, dass das ganze Marterl zusammenstürzt, zu groß war.

Details

Gemeindename Grafenegg
Gemeindekennzahl 31308
Ortsübliche Bezeichnung Kemetner-Marterl
Objektkategorie 1533 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Kapellenbildstöcke)

Katastralgemeinde Etsdorf -- GEM Grafenegg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 1502
Ortschafts- bzw. Ortsteil Etsdorf
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Mühlweg
Längengrad 15.74969
Breitengrad 48.44662

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 2.35
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 1
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 1
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Gegenüber der Einfahrt in den Kleeweg stand, seit der Errichtung, das nach Süden ausgerichtete Kemetner-Marterl, ein gemauerter Kapellenbildstock mit vergitterter Vorderseite, auf dem verputzten Dach ein lateinisches Kreuz.

Das Marterl stand am Rande eines Feldes, das zu einem Bauplatz umgewidmet wurde. Aus diesem Grund musste es versetzt werden und steht jetzt auf Gemeindegrund, nahe der Bahn. Bei der Versetzung, am 13. Dezember 2016, beim Verladen auf den Kranwagen, kam völlig überraschend ein zweites Denkmal zum Vorschein. Man dürfte damals Bruchstücke eines Bildstockes als Sockel für das Kreuz verwendet haben.
Am 2. Mai 2017 wurde das Marterl noch einmal angehoben und ein Teil des sich darunter befindlichen Bildstockes geborgen.
Es handelt sich dabei um den Aufsatz einer Stationsäule des Rosenkranzweges. Das gut erhaltene Relief stellt die Geburt Christi dar. Den restlichen Teil hat man im Marterl gelassen, da die Abbildung vollkommen zerstört und die Gefahr, dass das ganze Marterl zusammenstürzt, zu groß war.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Im Inneren auf einem gemauerten Sockel ein gusseisernes Kreuz mit einer Christusfigur und unten einer Mariendarstellung, in der Mitte eine Tafel mit der Inschrift „Gelobt / sei / Jesus Christus“.

Zeitkategorie 20. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) In einem Revers aus dem Jahr 1909 verpflichten sich Johann Gartner aus Walkersdorf und Franz Öhlzelt aus Etsdorf, dass sie, ihre Nachkommen und spätere Besitzer das Marterl in würdigem Zustand erhalten werden. Renovierungen 1968, 1990, 2011. Das Marterl liegt an der Strecke des Weinviertler Jakobsweges.


Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) Errichtet zur Danksagung für Errettung aus der Blatternkrankheit.

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1997-04-15

Rieder Leopold

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Ersterfassung Hermine Ploiner, 2013

Datum der Erfassung 2011-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2020-11-27

Standort

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