Gusseisenkreuz

Religiöse KleindenkmälerMarterl

Gemeinde: Weitersfeld

Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Der Revierförster stellte an dieser Stelle einen gesuchten Wilderer. Sie schossen aufeinander und kamen dabei beide ums Leben. Ein Bauer, der auf dem Weg zu seinen Weingärten war, fand die beiden bereits gefrorenen Leichen und verständigte das Gemeindeamt in Obermakersdorf. Die beiden Leichen wurden mit einem Holzwagen nach Obermarkersdorf gebracht. Ein Gemeindearbeiter hatte die unangenehme Aufgabe, die Leichen aufzutauen. Seine Furcht bei diesem doch schaurigen Vorgang (immer wieder bewegten sich Körperteile beim Auftauen) bekämpfte er mit Wein. Im Rucksack des Wilderers befand sich jedoch kein Wild, sondern eine Gans, die er von seiner Verwandschaft in Oberfladnitz bekommen hatte.

Beschreibung:

Das Gusseisen auf einem rechteckigen Steinquader ist mit einer Schrifttafel und dem Corpus Christi ausgestattet. Inschrift: „ZUR ERINNERUNG AN REVIERFÖRSTER JOHANN KRATSCHMANN welcher hier am 13.11.1941 bei Ausübung seines Dienstes in treuer Pflichterfüllung sein Leben lassen musste. GRÜNER GRABEN - OBERMARKERSDORF b. RETZ“

Details

Gemeindename Weitersfeld
Gemeindekennzahl 31129
Ortsübliche Bezeichnung Gusseisenkreuz
Objektkategorie 1540 ( Religiöse Kleindenkmäler | Marterl | )

Katastralgemeinde Oberfladnitz -- GEM Weitersfeld
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 699
Ortschafts- bzw. Ortsteil Oberfladnitz
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Gemeindewald
Längengrad 15.86757
Breitengrad 48.76537

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 1.65
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 0.56
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.1
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sanierungsbedürftig
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen
Schrift gehört dringend erneuert

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Das Gusseisen auf einem rechteckigen Steinquader ist mit einer Schrifttafel und dem Corpus Christi ausgestattet. Inschrift: „ZUR ERINNERUNG AN REVIERFÖRSTER JOHANN KRATSCHMANN welcher hier am 13.11.1941 bei Ausübung seines Dienstes in treuer Pflichterfüllung sein Leben lassen musste. GRÜNER GRABEN - OBERMARKERSDORF b. RETZ“
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 20. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Der Revierförster stellte an dieser Stelle einen gesuchten Wilderer. Sie schossen aufeinander und kamen dabei beide ums Leben. Ein Bauer, der auf dem Weg zu seinen Weingärten war, fand die beiden bereits gefrorenen Leichen und verständigte das Gemeindeamt in Obermakersdorf. Die beiden Leichen wurden mit einem Holzwagen nach Obermarkersdorf gebracht. Ein Gemeindearbeiter hatte die unangenehme Aufgabe, die Leichen aufzutauen. Seine Furcht bei diesem doch schaurigen Vorgang (immer wieder bewegten sich Körperteile beim Auftauen) bekämpfte er mit Wein. Im Rucksack des Wilderers befand sich jedoch kein Wild, sondern eine Gans, die er von seiner Verwandschaft in Oberfladnitz bekommen hatte.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)




Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Johann Österreicher, Oberfladnitz; Schmidt, Friedrich / Sprung, Rupert: Flurdenkmale - Stille Zeugen unserer Gesellschaft, Weitersfeld, 2009, S. 98/99, Ofl 11

Rupert Sprung
Datum der Erfassung 2009-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2015-08-07
letzter Bearbeiter

Standort

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.