Marterl

Religiöse KleindenkmälerBildstöckeBreitpfeiler

Gemeinde: Drosendorf-Zissersdorf

Zeitkategorie: 18. Jahrhundert

Chronik:

Über die Ursache der Errichtung ist nichts bekannt, als Alter kann vorsichtig die auslaufende Barockzeit angenommen werden, wobei das Marterl wahrscheinlich mehrfach renoviert und verändert wurde. Der Heimatforscher Franz X. Kießling erwähnt das Marterl in seiner Sagensammlung im Zusammenhang mit einem Skelettfund bei Grabungen beim Denkmal, wobei die Knochen damals der Zeit der napoleonischen Kriegen zugeordnet wurden. Das wurde jedoch nie von Fachseite untersucht und bestätigt. Die letzte Renovierung wurde von Fam. Platzer (Besitzer) im Jahre 1986 durchgeführt.

Beschreibung:

Wo der Güterweg zum Galtersberg von der Straße zur Saglmühle abzweigt, steht am ein schön gepflegter Breitpfeiler. Der etwas vorspringende Sockel ist braun gefärbt, die Grundfarbe des Pfeilers gelb und die Faschen und Gesimse in Weiß gehalten. Die Vorderseite weist eine Nische mit Bogenabschluss auf, ein brauner Holzrahmen trägt ein zweiflügeliges Fenster mit Sprossenteilung, im Sturz sind im Rahmen zwei Kreise und ein Stern eingeschnitten. Auf der Vorderseite sind die Pfeilerkanten durch Faschen betont, die sich entlang des Giebels neben einem zarten Giebelgesims fortsetzen. An den Seitenwänden kragt ein Kranzgesims in einer Hohlkehle zur Dachtraufe vor. Das Dach ist mit Ziegeln gedeckt und trägt ein Eisenkreuz mit kleeblattartig verbreiterten Enden.

Details

Gemeindename Drosendorf-Zissersdorf
Gemeindekennzahl 31104
Ortsübliche Bezeichnung Marterl
Objektkategorie 1532 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Breitpfeiler)

Katastralgemeinde Wolfsbach -- GEM Drosendorf-Zissersdorf
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 1090/10
Ortschafts- bzw. Ortsteil Wolfsbach
Straße und Hausnummer bzw. Flurname LS 1170 zur Saglmühle vor dem Haus Nr. 49
Längengrad 15.65924
Breitengrad 48.84968

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 3.25
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 1.83
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.84
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Wo der Güterweg zum Galtersberg von der Straße zur Saglmühle abzweigt, steht am ein schön gepflegter Breitpfeiler. Der etwas vorspringende Sockel ist braun gefärbt, die Grundfarbe des Pfeilers gelb und die Faschen und Gesimse in Weiß gehalten. Die Vorderseite weist eine Nische mit Bogenabschluss auf, ein brauner Holzrahmen trägt ein zweiflügeliges Fenster mit Sprossenteilung, im Sturz sind im Rahmen zwei Kreise und ein Stern eingeschnitten. Auf der Vorderseite sind die Pfeilerkanten durch Faschen betont, die sich entlang des Giebels neben einem zarten Giebelgesims fortsetzen. An den Seitenwänden kragt ein Kranzgesims in einer Hohlkehle zur Dachtraufe vor. Das Dach ist mit Ziegeln gedeckt und trägt ein Eisenkreuz mit kleeblattartig verbreiterten Enden.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details In der weiß getünchten Nische steht eine große bemalte Madonnenstatue, dahinter hängt in einem reich verzierten vergoldeten Rahmen ein Bild (Druck) der Heiligen Familie ('Heiliger Wandel'). Zwei Sträuße mit Kunstblumen flankieren die Marienstatue. An den Seitenwänden hängt links ein gerahmtes Bild der der Heiligen Familie ('Heiliger Wandel') in Schwarz-Weiß (Druck) und rechts ein Herz Jesu - Bildnis, ebenfalls ein Druck.

Zeitkategorie 18. Jahrhundert
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Über die Ursache der Errichtung ist nichts bekannt, als Alter kann vorsichtig die auslaufende Barockzeit angenommen werden, wobei das Marterl wahrscheinlich mehrfach renoviert und verändert wurde. Der Heimatforscher Franz X. Kießling erwähnt das Marterl in seiner Sagensammlung im Zusammenhang mit einem Skelettfund bei Grabungen beim Denkmal, wobei die Knochen damals der Zeit der napoleonischen Kriegen zugeordnet wurden. Das wurde jedoch nie von Fachseite untersucht und bestätigt. Die letzte Renovierung wurde von Fam. Platzer (Besitzer) im Jahre 1986 durchgeführt.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)




Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Kießling, Franz, X.: Frau Saga, Band 7, Wien ,1928 Hauptschule Drosendorf: Projekt 'Schüler als Heimatforscher: Bildstöcke und Wegkreuze in der Stadtgemeinde Drosendorf-Zissersdorf', 1988.

Susanne Meiringer, Ilse Edlhofer
Datum der Erfassung 2012-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2012-01-01
letzter Bearbeiter Susanne Meiringer, Ilse Edlhofer

Standort

Kommentare

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.