Mariebrunnen (Marienbrunnen, Dorfbrunnen)

BrunnenHeilige Bründl

Gemeinde: Mariapfarr

Zeitkategorie: 15. Jahrhundert

Chronik:

Brunnen sind in Wallfahrtsorten üblich. So gab es auch im 15. Jhdt. zur Blütezeit der Wallfahrt zur "Pfarrmuttergottes" in der Nähe des heutigen Marienbrunnes einen Brunnen, der mit Marienbildern bzw. mit Marienfiguren geschmückt war.
Es wird nach Pfarrer Schitter in jüngerer Vergangenheit von einer sogenannten "Berger-Muttergottes", einer ca. 40 cm hohen, sitzenden Madonna mit Kind gesprochen, die 1920 von Pfarrer Posch an einen Antiquitätenhändler anscheinend zu Unrecht verkauft wurde. Längere Zeit stand daher eine etwa 50 cm hohe gotische Marienstatue in einer vergitterten Nische. Sie stammte aus dem Pfarrhof und wird heute wieder dort aufbewahrt.
Später stiftete Kaufmann Georg Rainer eine Barockmadonna, die von der "Gottliab-Alm" beim Mühltalter in Tweng kam. Einige Mitglieder des damaligen Burschenvereines machten eine neue Aufsatznische, die offensichtlich wenig Schutz bot. Bald zeigten sich Verwitterungsschäden und so wurde die Statue auf Veranlassung von Pfarrer Schitter durch Prof. Adlhart aus Hallein restauriert. 1962 wurde diese Statue gestohlen.
Die aktuelle Statue ist eine aus Zirbenholz geschnitzte Madonna und wurde von Bildhauer Willy Wimmer aus Mariapfarr gefertigt. Sie ziert nun seit 55 Jahren den Marienbrunnen.

Beschreibung:

Im Südosten der Wallfahrtsbasilika Mariapfarr gibt es einen Brunnen, dessen Wasser einst von einer Quelle, die sich unter der Krypta bzw. unter dem Gnadenbild der Kirche befindet, gespeist wurde. Heute kommt das Wasser vom Wasserverband Mariapfarr. Das Becken besteht aus Weißpriacher Tuff, ebenso der Aufsatz mit dem Wasserhahn. Auf diesem Aufsatz wurde eine aus Schmiedeeisen gefertigte Nische gesetzt, in dem sich eine Madonnenstatue aus Zirbenholz befindet. Die naturbelassene Statue zeigt eine stehende Frau mit langen Haaren in wallendem Gewand und Händen zu einem Gebet gefaltet. Seit einigen Jahren wird der gesamte Komplex von einer Acrylglaskabine geschützt und nachts von unten her beleuchtet.

Details

Gemeindename Mariapfarr
Gemeindekennzahl 50503
Ortsübliche Bezeichnung Mariebrunnen (Marienbrunnen, Dorfbrunnen)
Objektkategorie 2705 ( Brunnen | | Heilige Bründl)

Katastralgemeinde Mariapfarr -- GEM Mariapfarr
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 303, 1813/3
Ortschafts- bzw. Ortsteil Mariapfarr
Straße und Hausnummer bzw. Flurname
Längengrad 13.745848
Breitengrad 47.149896

denkmalgeschützt --

Höhe (m) 2.1
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 0.8
gemessen od. geschätzt geschätzt
Tiefe (m) 0.8
gemessen od. geschätzt geschätzt

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Im Südosten der Wallfahrtsbasilika Mariapfarr gibt es einen Brunnen, dessen Wasser einst von einer Quelle, die sich unter der Krypta bzw. unter dem Gnadenbild der Kirche befindet, gespeist wurde. Heute kommt das Wasser vom Wasserverband Mariapfarr. Das Becken besteht aus Weißpriacher Tuff, ebenso der Aufsatz mit dem Wasserhahn. Auf diesem Aufsatz wurde eine aus Schmiedeeisen gefertigte Nische gesetzt, in dem sich eine Madonnenstatue aus Zirbenholz befindet. Die naturbelassene Statue zeigt eine stehende Frau mit langen Haaren in wallendem Gewand und Händen zu einem Gebet gefaltet. Seit einigen Jahren wird der gesamte Komplex von einer Acrylglaskabine geschützt und nachts von unten her beleuchtet.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 15. Jahrhundert
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Brunnen sind in Wallfahrtsorten üblich. So gab es auch im 15. Jhdt. zur Blütezeit der Wallfahrt zur "Pfarrmuttergottes" in der Nähe des heutigen Marienbrunnes einen Brunnen, der mit Marienbildern bzw. mit Marienfiguren geschmückt war.
Es wird nach Pfarrer Schitter in jüngerer Vergangenheit von einer sogenannten "Berger-Muttergottes", einer ca. 40 cm hohen, sitzenden Madonna mit Kind gesprochen, die 1920 von Pfarrer Posch an einen Antiquitätenhändler anscheinend zu Unrecht verkauft wurde. Längere Zeit stand daher eine etwa 50 cm hohe gotische Marienstatue in einer vergitterten Nische. Sie stammte aus dem Pfarrhof und wird heute wieder dort aufbewahrt.
Später stiftete Kaufmann Georg Rainer eine Barockmadonna, die von der "Gottliab-Alm" beim Mühltalter in Tweng kam. Einige Mitglieder des damaligen Burschenvereines machten eine neue Aufsatznische, die offensichtlich wenig Schutz bot. Bald zeigten sich Verwitterungsschäden und so wurde die Statue auf Veranlassung von Pfarrer Schitter durch Prof. Adlhart aus Hallein restauriert. 1962 wurde diese Statue gestohlen.
Die aktuelle Statue ist eine aus Zirbenholz geschnitzte Madonna und wurde von Bildhauer Willy Wimmer aus Mariapfarr gefertigt. Sie ziert nun seit 55 Jahren den Marienbrunnen.

Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)




Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Josef Schitter, Heimat Mariapfarr, Eigenverlag, 1975

Alfred Slowak
Datum der Erfassung 2018-08-16
Datum der letzten Bearbeitung 2020-03-03

Standort

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