Hotel zur Post Fresko

Statuen und BilderHausbilder

Gemeinde: Tamsweg

Zeitkategorie: --

Chronik:

Die Entstehungszeit des Freskos ist unbekannt, eine Renovierung erfolgte um ca. 1950.
Der "Gasthof zur Post", aufgrund der Nähe zur Leisnitz auch "Leisnitzwirtshaus“genannt, geht in seiner Grundsubstanz auf 1430 zurück. Hatheyer nimmt an, dass es aufgrund der augenscheinlichen
Unterschiedlichkeit der Höhe des Gebäudes, aus zwei getrennten Bauwerken besteht. Eine Trennung kann in einen unteren, südlichen Teil und den als älter vermuteten nördlichen, mit einem Erker versehenen, Baukörper erfolgen. Seit der ersten Erwähnung wird das Haus als untere und obere Behausung zum Teil getrennt verkauft.
1775 verehelichte sich Josef Taferner, der das Anwesen 1763 von seinem
Schwiegervater Matthias Lessacher erhielt, in zweiter Ehe mit Katharina
Lederwasch. Der Vater der Braut, Gregor IV. Lederwasch, machte dem Brautpaar ein Geschenk, das heute noch besteht, nämlich die Ausmalung der Stube im ersten Stock mit figürlichen Szenen.
Im 19. Jh. hatte das Anwesen verschiedene Besitzer. Über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahrhundert von 1850 bis 1901 war im Leisnitzwirtshaus das k.k. Postamt Tamsweg untergebracht.

Beschreibung:

Das stattliche Eckhaus erstreckt sich am rechten Ufer der Leisnitz.
Die rundbogige Haustür befindet sich an der Ostseite des Gebäudes, die zur Leisnitz ausgerichtet ist.
In einem Feld über dem Portal ist der Hl. Florian als Schutzpatron gegen Feuersbrunst zu sehen. Diese dürfte das Gebäude, trotz der zahlreichen Brände, die ganze Straßenzüge im Markt vernichteten, über die Jahrhunderte verschont haben. Die Wandmalerei wurde von Gregor Lederwasch IV um 1775 hergestellt.
Auf dem Fresko ist der Hl. Florian in der Kleidung eines römischen Soldaten mit Helm und rotem Umhang dargestellt. In der linken Hand hält er eine Fahne, in der rechten den Wasserbehälter. Das brennende Gebäude darunter ist kaum noch zu sehen.
Auf der Nordseite des Hauses befindet sich ein Wappen mit Schild und Adler, sowie einer Bacchusfigur auf dem Adler sitzend. Das Wappen erinnert an die Jahrhunderte lange Tradition des Hauses als Brauerei und später als Gastwirtschaft und Beherbergungsbetrieb. Dieses Wappen wurde im Rahmen einer Fassadensanierung in den 1960er Jahren errichtet.
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Das Lederwaschzimmer im ersten Stock des ehemaligen "Gasthofes zur Post" weist insgesamt 16 gerahmte Bilder mit Darstellungen aus dem Alten Testament auf, die sich in ihrer thematischen Auswahl auf das eheliche Leben beziehen. Diese Tatsache lässt die Vermutung, dass es sich bei den Gemälden um eine Hochzeitsgabe von Gregor IV. Lederwasch an seine Tochter Katharina handelt. Die zum Teil noch leuchtkräftigen Farben blieben seit der Anfertigung der 16 mit Rocaille gerahmten Bilder seit 1775 unverändert.




Details

Gemeindename Tamsweg
Gemeindekennzahl 50510
Ortsübliche Bezeichnung Hotel zur Post Fresko
Objektkategorie 3101 ( Statuen und Bilder | | Hausbilder)

Katastralgemeinde Tamsweg -- GEM Tamsweg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer .170
Ortschafts- bzw. Ortsteil Tamsweg
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Mitschegasse
Längengrad 13.808221
Breitengrad 47.1275

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 1.1
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 0.9
gemessen od. geschätzt geschätzt
Tiefe (m)
gemessen od. geschätzt --

Zustandsklassifizierung sanierungsbedürftig
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Das stattliche Eckhaus erstreckt sich am rechten Ufer der Leisnitz.
Die rundbogige Haustür befindet sich an der Ostseite des Gebäudes, die zur Leisnitz ausgerichtet ist.
In einem Feld über dem Portal ist der Hl. Florian als Schutzpatron gegen Feuersbrunst zu sehen. Diese dürfte das Gebäude, trotz der zahlreichen Brände, die ganze Straßenzüge im Markt vernichteten, über die Jahrhunderte verschont haben. Die Wandmalerei wurde von Gregor Lederwasch IV um 1775 hergestellt.
Auf dem Fresko ist der Hl. Florian in der Kleidung eines römischen Soldaten mit Helm und rotem Umhang dargestellt. In der linken Hand hält er eine Fahne, in der rechten den Wasserbehälter. Das brennende Gebäude darunter ist kaum noch zu sehen.
Auf der Nordseite des Hauses befindet sich ein Wappen mit Schild und Adler, sowie einer Bacchusfigur auf dem Adler sitzend. Das Wappen erinnert an die Jahrhunderte lange Tradition des Hauses als Brauerei und später als Gastwirtschaft und Beherbergungsbetrieb. Dieses Wappen wurde im Rahmen einer Fassadensanierung in den 1960er Jahren errichtet.
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Das Lederwaschzimmer im ersten Stock des ehemaligen "Gasthofes zur Post" weist insgesamt 16 gerahmte Bilder mit Darstellungen aus dem Alten Testament auf, die sich in ihrer thematischen Auswahl auf das eheliche Leben beziehen. Diese Tatsache lässt die Vermutung, dass es sich bei den Gemälden um eine Hochzeitsgabe von Gregor IV. Lederwasch an seine Tochter Katharina handelt. Die zum Teil noch leuchtkräftigen Farben blieben seit der Anfertigung der 16 mit Rocaille gerahmten Bilder seit 1775 unverändert.




Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie --
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Die Entstehungszeit des Freskos ist unbekannt, eine Renovierung erfolgte um ca. 1950.
Der "Gasthof zur Post", aufgrund der Nähe zur Leisnitz auch "Leisnitzwirtshaus“genannt, geht in seiner Grundsubstanz auf 1430 zurück. Hatheyer nimmt an, dass es aufgrund der augenscheinlichen
Unterschiedlichkeit der Höhe des Gebäudes, aus zwei getrennten Bauwerken besteht. Eine Trennung kann in einen unteren, südlichen Teil und den als älter vermuteten nördlichen, mit einem Erker versehenen, Baukörper erfolgen. Seit der ersten Erwähnung wird das Haus als untere und obere Behausung zum Teil getrennt verkauft.
1775 verehelichte sich Josef Taferner, der das Anwesen 1763 von seinem
Schwiegervater Matthias Lessacher erhielt, in zweiter Ehe mit Katharina
Lederwasch. Der Vater der Braut, Gregor IV. Lederwasch, machte dem Brautpaar ein Geschenk, das heute noch besteht, nämlich die Ausmalung der Stube im ersten Stock mit figürlichen Szenen.
Im 19. Jh. hatte das Anwesen verschiedene Besitzer. Über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahrhundert von 1850 bis 1901 war im Leisnitzwirtshaus das k.k. Postamt Tamsweg untergebracht.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

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Hotel zur Post
03.03.2021
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Hotel zur Post Schrifttafel
03.03.2021
Juliana Lankmayer

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Aufnahme durch Buchsteiner Annemarie, 1998; Kulturkatalog, Objekt Nr. 62;
Aufnahme durch Fam. Lankmayer 2020

Juliana Lankmayer
Datum der Erfassung 2020-02-29
Datum der letzten Bearbeitung 2021-04-19

Standort

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