Rabenturm

RechtsdenkmälerHoheitsrechtsdenkmälerBurgfried-, Asyl-, Bann-, Freiungs-, Geleit- und Zehentsteine

Gemeinde: Wiener Neustadt

Zeitkategorie: 12. Jahrhundert

Chronik:

Die Herkunft des Namens ist nicht gesichert, lässt sich aber bis zum Jahr 1485 zurückverfolgen.
Ob ein Zusammenhang zum schwarzen Raben besteht, ob eine Nähe zu einem Richtplatz (Rabenstein) gegeben ist, oder vom Turm aus auf Raben geschossen wurde, lässt sich nicht belegen. Möglicherweise könnte sich der Name von Matthias Corvinus (lat. corvus, der Rabe) herleiten lassen. Denn die Belagerungstruppen des ungarischen Königs gingen im Südwesten gegen die Stadtbefestigung vor – wobei der nahe Südwest-Eckturm völlig zerschossen wurde.

Beschreibung:

Der Rabenturm ist einer von 5 Zwischentürmen. Der dreigeschossige, von Bossenquadern gerahmte Wehrturm, dürfte durch die unga¬rische Belagerung Ende des 15. Jahrhunderts und durch das Erdbeben 1768 stark beschädigt worden sein. Dennoch gehört er neben dem Reckturm zu den imposanteren Elementen der Stadtbefestigung.

Details

Gemeindename Wiener Neustadt
Gemeindekennzahl 30401
Ortsübliche Bezeichnung Rabenturm
Objektkategorie 1314 ( Rechtsdenkmäler | Hoheitsrechtsdenkmäler | Burgfried-, Asyl-, Bann-, Freiungs-, Geleit- und Zehentsteine)

Katastralgemeinde
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 301/2
Ortschafts- bzw. Ortsteil
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Beethovengasse 17
Längengrad 16.23902
Breitengrad 47.81207

denkmalgeschützt geschuetzt

Höhe (m)
gemessen od. geschätzt --
Breite (m)
gemessen od. geschätzt --
Tiefe (m)
gemessen od. geschätzt --

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Der Rabenturm ist einer von 5 Zwischentürmen. Der dreigeschossige, von Bossenquadern gerahmte Wehrturm, dürfte durch die unga¬rische Belagerung Ende des 15. Jahrhunderts und durch das Erdbeben 1768 stark beschädigt worden sein. Dennoch gehört er neben dem Reckturm zu den imposanteren Elementen der Stadtbefestigung.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 12. Jahrhundert
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Die Herkunft des Namens ist nicht gesichert, lässt sich aber bis zum Jahr 1485 zurückverfolgen.
Ob ein Zusammenhang zum schwarzen Raben besteht, ob eine Nähe zu einem Richtplatz (Rabenstein) gegeben ist, oder vom Turm aus auf Raben geschossen wurde, lässt sich nicht belegen. Möglicherweise könnte sich der Name von Matthias Corvinus (lat. corvus, der Rabe) herleiten lassen. Denn die Belagerungstruppen des ungarischen Königs gingen im Südwesten gegen die Stadtbefestigung vor – wobei der nahe Südwest-Eckturm völlig zerschossen wurde.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Südwest-Ansicht
2026/08/20
Elmar Hruby

23713_1_2710_2413_1_20260821-131823.pdf
Türme, Tore, Basteien
2017
Elmar Hruby

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Franziszeischer Kataster
Gerhard Geissl, Denkmäler in Wiener Neustadt, 2013
Gertrude Gerhartl, Wiener Neustadt, 1993
Ralf Gröninger, Stadtbefestigung Wiener Neustadt, Bauhistorisches Objektbuch nach Grundstücken, 2014
Erwin Reidinger, Planung oder Zufall – Wiener Neustadt 1192, 2001
Werner Sulzgruber, www.zeitgeschichte-wn.at
Thomas Winkler, Wiener Neustadt, 2010

Elmar Hruby
Datum der Erfassung 2026-08-21
Datum der letzten Bearbeitung 2026-08-21
letzter Bearbeiter Elmar Hruby

Standort

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