Deutschherrenturm

RechtsdenkmälerHoheitsrechtsdenkmälerBurgfried-, Asyl-, Bann-, Freiungs-, Geleit- und Zehentsteine

Gemeinde: Wiener Neustadt

Zeitkategorie: 13. Jahrhundert

Chronik:

Mit dem Gründungsjahr der Stadt wird auch der Baubeginn der Befestigungsarbeiten verbunden, die etwa bis zu 20 Jahre gedauert haben könnten. Zu dieser Zeit wird in der Nordwestecke ein wehrhafter Vogteisitz des landesfürstlichen Statthalters vermutet, der wohl auch vom Landesherrn bei seinen Aufenthalten genutzt wurde.
Der Bau der Burg in der SO-Ecke erfolgte erst Mitte des 13. Jahrhunderts. Mitte des 15. Jahrhunderts erfolgte ein weiterer Ausbau der Befestigung mit Vorwerken und einer Erhöhung der Stadtmauer.

Beschreibung:

Im Hof der Physikalischen Abteilung sind die Grundmauern des NO-Eckturms der Stadtbefestigung erhalten, der nach dem dortigen ehemaligen Deutschherrenkloster benannt wurde.
Als Baumaterial wurden etwa Bad Fischauer Konglomerat, Gosauer Quarzsandstein und Wöllersdorfer Leithakalk verwendet.
Bis zu seinem Abbruch im Jahr 1979 blieb der Turm zweigeschossig erhalten und musste erst dem Krankenhaus-Neubau weichen. Heute ist nur mehr dieses kleine Mauerstück – versteckt im Innenhof zwischen den Häusern A und C des Landesklinikums – erhalten.

Details

Gemeindename Wiener Neustadt
Gemeindekennzahl 30401
Ortsübliche Bezeichnung Deutschherrenturm
Objektkategorie 1314 ( Rechtsdenkmäler | Hoheitsrechtsdenkmäler | Burgfried-, Asyl-, Bann-, Freiungs-, Geleit- und Zehentsteine)

Katastralgemeinde
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 74/1
Ortschafts- bzw. Ortsteil
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Corvinusring 3-5
Längengrad 16.24848
Breitengrad 47.81515

denkmalgeschützt geschuetzt

Höhe (m)
gemessen od. geschätzt --
Breite (m)
gemessen od. geschätzt --
Tiefe (m)
gemessen od. geschätzt --

Zustandsklassifizierung zerstört
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Im Hof der Physikalischen Abteilung sind die Grundmauern des NO-Eckturms der Stadtbefestigung erhalten, der nach dem dortigen ehemaligen Deutschherrenkloster benannt wurde.
Als Baumaterial wurden etwa Bad Fischauer Konglomerat, Gosauer Quarzsandstein und Wöllersdorfer Leithakalk verwendet.
Bis zu seinem Abbruch im Jahr 1979 blieb der Turm zweigeschossig erhalten und musste erst dem Krankenhaus-Neubau weichen. Heute ist nur mehr dieses kleine Mauerstück – versteckt im Innenhof zwischen den Häusern A und C des Landesklinikums – erhalten.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 13. Jahrhundert
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Mit dem Gründungsjahr der Stadt wird auch der Baubeginn der Befestigungsarbeiten verbunden, die etwa bis zu 20 Jahre gedauert haben könnten. Zu dieser Zeit wird in der Nordwestecke ein wehrhafter Vogteisitz des landesfürstlichen Statthalters vermutet, der wohl auch vom Landesherrn bei seinen Aufenthalten genutzt wurde.
Der Bau der Burg in der SO-Ecke erfolgte erst Mitte des 13. Jahrhunderts. Mitte des 15. Jahrhunderts erfolgte ein weiterer Ausbau der Befestigung mit Vorwerken und einer Erhöhung der Stadtmauer.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Restmauer
2017/09
Elmar Hruby

23694_1_2710_2413_1_20260818-175455.pdf
Anlageplan
2017
Elmar Hruby

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Franziszeischer Kataster
Gerhard Geissl, Denkmäler in Wiener Neustadt, 2013
Gertrude Gerhartl, Wiener Neustadt, 1993
Ralf Gröninger, Stadtbefestigung Wiener Neustadt, Bauhistorisches Objektbuch nach Grundstücken, 2014
Erwin Reidinger, Planung oder Zufall – Wiener Neustadt 1192, 2001
Thomas Winkler, Wiener Neustadt, 2010

Elmar Hruby
Datum der Erfassung 2026-08-18
Datum der letzten Bearbeitung 2026-08-18
letzter Bearbeiter Elmar Hruby

Standort

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