Hl. Nepomuk Denkmal in Kirchstetten
Gemeinde: Neudorf bei Staatz
Zeitkategorie: 18. Jahrhundert, 1. Hälfte
Chronik:
Stifter dieser Figur war der Schlossbesitzer vom dahinter liegenden Schloss Kirchstetten, der aus Böhmen stammende kaiserliche Leibarzt Matthias von Suttner, die späteren Freiherrn und Barone Suttner (Bertha von Suttner), der 1723 hier die Herrschaft übernahm. Er ließ sein neu erworbenes Schloss Kirchstetten von Fischer von Erlach barock umbauen (1730).
Namensherkunft: Johannes (von) Nepomuk oder Johannes von Pomuk (* um 1350 in Pomuk, Pilsner Kreis; † 20. März 1393 in Prag) war ein böhmischer Priester und Märtyrer. Er wurde 1729 von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen. Die Jesuiten erhoben ihn 1732 zu ihrem zweiten Ordenspatron. Nepomuk gilt als Brückenheiliger und Patron des Beichtgeheimnisses.
Beschreibung:
Im Ortszentrum steht am Anger an der Marktstrasse, in die alte Schlossmauer eingebaut, diese halbrunde geschlossene tiefe apsisartige 1,9 m breite Nische, in der sich die Figur des Hl. Nepomuk befindet. Sie ruht in 223m SH im Orts Ried zwischen der romanisch-gotischen Ortskirche "Hl. Geist" und dem barocken Schloss Kirchstetten auf einem rechteckigen Grundfundament auf dem ein rechteckiger Fußblock aufliegt. Am Fußblock ein konkav geschwungenes, 1,45 m hohes Volutenpostament, an dessen Vorderseite das alte Wappen der Herrn von Suttner, mit Federhelm darüber, als Relief noch zu erkennen ist. Am Postament eine etwas vorkragende Deckplatte, auf der ein gestufter Figurensockel aufliegt. Am Sockel die gut gearbeitete, 1,7 m hohe, Figur des Hl. Nepomuk mit seinen kirchlichen Attributen: er trägt unterhalb einen bodenlangen Talar, darüber ein reich verziertes Chorhemd. Um die Schulter hat er eine Mozetta gebunden, ein kurzes Cape aus Hermelin, darunter noch ein Amulett an einer Kette. In seiner rechten Hand hält er sein Birett, eine schirmlose Kappe des Klerus. Seine linke Hand hält er am Herzen, sein Blick ist gegen den Himmel gerichtet. Einer der wenigen Darstellungen ohne seinem Kruzifix. Zu beider Seiten der Nische noch je ein 1,45 m hohes Sandstein-Postament mit vierkantigen Säulchen darauf. Davor noch ein Volutenornament aus Sandstein. Auf dem Säulen ein Segmentbogenrahmen mit einer Scheitelmuschelverzierung aus Sandstein oberhalb. Hinter dem Steinrahmen eine gemauerte Rundbogen Verdachung der tiefen Nische.
Details
| Gemeindename | Neudorf bei Staatz |
| Gemeindekennzahl | 31634 |
| Ortsübliche Bezeichnung | Hl. Nepomuk Denkmal in Kirchstetten |
| Objektkategorie | 1512 ( Religiöse Kleindenkmäler | Kapellen und Grotten | Kapellen) |
| Katastralgemeinde | Kirchstetten -- GEM Neudorf bei Staatz |
| Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 5 |
| Ortschafts- bzw. Ortsteil | Ortszentrum am Anger |
| Straße und Hausnummer bzw. Flurname | Marktstrasse |
| Längengrad | 16.509624 |
| Breitengrad | 48.731737 |
| denkmalgeschützt | -- |
| Höhe (m) | 4 |
| gemessen od. geschätzt | gemessen |
| Breite (m) | 1.9 |
| gemessen od. geschätzt | gemessen |
| Tiefe (m) | 0.6 |
| gemessen od. geschätzt | gemessen |
| Zustandsklassifizierung | sanierungsbedürftig |
| Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
Verputz und Farben erneuern |
| Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | Im Ortszentrum steht am Anger an der Marktstrasse, in die alte Schlossmauer eingebaut, diese halbrunde geschlossene tiefe apsisartige 1,9 m breite Nische, in der sich die Figur des Hl. Nepomuk befindet. Sie ruht in 223m SH im Orts Ried zwischen der romanisch-gotischen Ortskirche "Hl. Geist" und dem barocken Schloss Kirchstetten auf einem rechteckigen Grundfundament auf dem ein rechteckiger Fußblock aufliegt. Am Fußblock ein konkav geschwungenes, 1,45 m hohes Volutenpostament, an dessen Vorderseite das alte Wappen der Herrn von Suttner, mit Federhelm darüber, als Relief noch zu erkennen ist. Am Postament eine etwas vorkragende Deckplatte, auf der ein gestufter Figurensockel aufliegt. Am Sockel die gut gearbeitete, 1,7 m hohe, Figur des Hl. Nepomuk mit seinen kirchlichen Attributen: er trägt unterhalb einen bodenlangen Talar, darüber ein reich verziertes Chorhemd. Um die Schulter hat er eine Mozetta gebunden, ein kurzes Cape aus Hermelin, darunter noch ein Amulett an einer Kette. In seiner rechten Hand hält er sein Birett, eine schirmlose Kappe des Klerus. Seine linke Hand hält er am Herzen, sein Blick ist gegen den Himmel gerichtet. Einer der wenigen Darstellungen ohne seinem Kruzifix. Zu beider Seiten der Nische noch je ein 1,45 m hohes Sandstein-Postament mit vierkantigen Säulchen darauf. Davor noch ein Volutenornament aus Sandstein. Auf dem Säulen ein Segmentbogenrahmen mit einer Scheitelmuschelverzierung aus Sandstein oberhalb. Hinter dem Steinrahmen eine gemauerte Rundbogen Verdachung der tiefen Nische. |
| Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details |
| Zeitkategorie | 18. Jahrhundert, 1. Hälfte |
| Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | Stifter dieser Figur war der Schlossbesitzer vom dahinter liegenden Schloss Kirchstetten, der aus Böhmen stammende kaiserliche Leibarzt Matthias von Suttner, die späteren Freiherrn und Barone Suttner (Bertha von Suttner), der 1723 hier die Herrschaft übernahm. Er ließ sein neu erworbenes Schloss Kirchstetten von Fischer von Erlach barock umbauen (1730). Namensherkunft: Johannes (von) Nepomuk oder Johannes von Pomuk (* um 1350 in Pomuk, Pilsner Kreis; † 20. März 1393 in Prag) war ein böhmischer Priester und Märtyrer. Er wurde 1729 von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen. Die Jesuiten erhoben ihn 1732 zu ihrem zweiten Ordenspatron. Nepomuk gilt als Brückenheiliger und Patron des Beichtgeheimnisses. |
| Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) |
| Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | 1) Alexander Szep 2) Marktgemeinde Neudorf Homepage: https://www.neudorf-weinviertel.gv.at/Hl_Nepomuk_2 3) Topografische Karten |
| Datum der Erfassung | 2026-10-05 |
| Datum der letzten Bearbeitung | 2026-10-05 |
| letzter Bearbeiter | Leopold Riedinger |

