Zobeltkreuz

Religiöse KleindenkmälerKreuzeWeg- oder Feldkreuze

Gemeinde: Hernstein

Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 2. Hälfte

Chronik:

Das ursprüngliche Kreuz wurde am 15. August 1956 geweiht und fiel, morsch geworden nach rund 50 Jahren um. An seiner Stelle wurde von Josef Burger aus Neusiedl und Walter Reischer aus Furth das neue Kreuz errichtet.

Das Kreuz wurde aus Dankbarkeit errichtet und erinnert an die schweren Tage des Aprils 1945, in denen die Bewohner Neusiedls, die ihre Häuser und Höfe verlassen und im Wald leben mussten.

Beschreibung:

Im Zobeltgraben (Zobelgraben) nahe Neusiedl steht im Wald ein ein hölzernes, überdachtes Brettkreuz, das im Erdreich verankert ist. Über dem recht kleinen Corpus Christi ist eine goldfarbene Tafel in Form einer Schriftrolle angebracht. Zu lesen ist:

" Zur Erinnerung
Während der Kampftage des April 1945
lebten hier im Freien vom 1.4. bis 18.4. 1945
die Bewohner von Neusiedl, die durch
das Militär genötigt waren, Haus und Hof
zu verlassen. Trotz des Kreuzfeuers, unter
dem diese Waldstelle lag, wurde niemand
verletzt oder getötet.
Gott sei Lob, Preis und Dank!"

Zwei Bilder beidseits des Corpus schmücken das Kreuz: ein Marienbild - Maria als die Wegbegleitung, in der Überlieferung "Mutter von der immerwährenden Hilfe" genannt und ein modernes Christusbild. Das Christusbild geht auf die Vision der polnischen Klosterschwester M. Faustyna Kowalska am 22. Februar 1931 zurück.

Unterhalb der Corpus Christi ist eine Grablaterne angebracht, vor und neben dem Kreuz stehen Blumentröge.

Details

Gemeindename Hernstein
Gemeindekennzahl 30614
Ortsübliche Bezeichnung Zobeltkreuz
Objektkategorie 1561 ( Religiöse Kleindenkmäler | Kreuze | Weg- oder Feldkreuze)

Katastralgemeinde Neusiedl bei Grillenberg -- GEM Hernstein
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 378
Ortschafts- bzw. Ortsteil Hernstein, Neusiedl
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Neusiedel, Zobelgraben
Längengrad 16.079595
Breitengrad 47.90954

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 2.8
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 1.3
gemessen od. geschätzt geschätzt
Tiefe (m) 0.25
gemessen od. geschätzt geschätzt

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Im Zobeltgraben (Zobelgraben) nahe Neusiedl steht im Wald ein ein hölzernes, überdachtes Brettkreuz, das im Erdreich verankert ist. Über dem recht kleinen Corpus Christi ist eine goldfarbene Tafel in Form einer Schriftrolle angebracht. Zu lesen ist:

" Zur Erinnerung
Während der Kampftage des April 1945
lebten hier im Freien vom 1.4. bis 18.4. 1945
die Bewohner von Neusiedl, die durch
das Militär genötigt waren, Haus und Hof
zu verlassen. Trotz des Kreuzfeuers, unter
dem diese Waldstelle lag, wurde niemand
verletzt oder getötet.
Gott sei Lob, Preis und Dank!"

Zwei Bilder beidseits des Corpus schmücken das Kreuz: ein Marienbild - Maria als die Wegbegleitung, in der Überlieferung "Mutter von der immerwährenden Hilfe" genannt und ein modernes Christusbild. Das Christusbild geht auf die Vision der polnischen Klosterschwester M. Faustyna Kowalska am 22. Februar 1931 zurück.

Unterhalb der Corpus Christi ist eine Grablaterne angebracht, vor und neben dem Kreuz stehen Blumentröge.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 20. Jahrhundert, 2. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Das ursprüngliche Kreuz wurde am 15. August 1956 geweiht und fiel, morsch geworden nach rund 50 Jahren um. An seiner Stelle wurde von Josef Burger aus Neusiedl und Walter Reischer aus Furth das neue Kreuz errichtet.

Das Kreuz wurde aus Dankbarkeit errichtet und erinnert an die schweren Tage des Aprils 1945, in denen die Bewohner Neusiedls, die ihre Häuser und Höfe verlassen und im Wald leben mussten.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Zobeltkreuz
2008
Mag. Helene Schießl

Zobeltkreuz, Detail
2008
Mag. Helene Schießl

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen 1) Helene Schießl: Kapellen, Bildstöcke, Kreuze und Bildbäume im Gemeindegebiet Hernstein erwandern und erfahren. Kral, Berndorf 2008.
2) Text und Fotos mit Genehmigung des Autors id DB übertragen.
3) Karte Bergfex, NÖ Atlas

Anton Stöger
Datum der Erfassung 2019-03-18
Datum der letzten Bearbeitung 2019-03-18

Standort

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