Dreifaltigkeitsstöckl

Religiöse KleindenkmälerBildstöckeKapellenbildstöcke

Gemeinde: Gedersdorf

Zeitkategorie: 19. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Dieser Kapellenbildstock ist in der Franziszeischen Landesaufnahme ersichtlich und dürfte daher im späten 18. Jahrhundert bzw. in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Grundflächen der sechs Imbacher Untertannen (Agrargenossenschaft, die erstmals 1660 erwähnt wurde) errichtet worden sein. Seit der Realteilung der Gemeinschaftsgründe steht dieses Bauwerk auf der Grundfläche des Herrn Sedelmayer Franz und wird von Mitgliedern der Agrargenossenschaft gepflegt. Die letzte Renovierung fand im Jahr 2000 statt. Am Sonntag nach Pfingsten, dem Dreifaltigkeitssonntag, wird dort eine Feldmesse gehalten.

Beschreibung:

Südöstlich von Theiß wurde dieser Kapellenbildstock inmitten von Feldern errichtet. Er steht auf einem Betonfundament und besteht aus Ziegelmauerwerk. Die tiefe begehbare Nische schließt mit einem flachen Bogen ab und reicht fast bis zum Gesimse des flachen Daches, das einen gedrückten Dreiecksgiebel aufweist, mit Biberschwanzziegeln abgedeckt und von einem Metallkreuz mit einem Querbalken und Kleeblattenden bekrönt ist. An der Hinterwand der Nische ist ein auf eine Blechplatte bemaltes Bild des Gnadenstuhls vom Sonntagsberg befestigt. Die Darstellung des Gnadenstuhls gehört vor allem in Niederösterrich zu den bekanntesten und häufigsten Dreifaltigkeitsdarstellungen. Die Nische ist mit einem siebenteiligen Schmiedeeisengitter abgeschlossen.

Details

Gemeindename Gedersdorf
Gemeindekennzahl 31310
Ortsübliche Bezeichnung Dreifaltigkeitsstöckl
Objektkategorie 1533 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Kapellenbildstöcke)

Katastralgemeinde Theiß -- GEM Gedersdorf
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 1237
Ortschafts- bzw. Ortsteil Theiß
Straße und Hausnummer bzw. Flurname
Längengrad 15.68401
Breitengrad 48.39827

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 2.9
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 1.4
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 1.1
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Südöstlich von Theiß wurde dieser Kapellenbildstock inmitten von Feldern errichtet. Er steht auf einem Betonfundament und besteht aus Ziegelmauerwerk. Die tiefe begehbare Nische schließt mit einem flachen Bogen ab und reicht fast bis zum Gesimse des flachen Daches, das einen gedrückten Dreiecksgiebel aufweist, mit Biberschwanzziegeln abgedeckt und von einem Metallkreuz mit einem Querbalken und Kleeblattenden bekrönt ist. An der Hinterwand der Nische ist ein auf eine Blechplatte bemaltes Bild des Gnadenstuhls vom Sonntagsberg befestigt. Die Darstellung des Gnadenstuhls gehört vor allem in Niederösterrich zu den bekanntesten und häufigsten Dreifaltigkeitsdarstellungen. Die Nische ist mit einem siebenteiligen Schmiedeeisengitter abgeschlossen.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Der Bildtypus der 'Allerheiligsten Dreifaltigkeit' als 'Gnadenstuhl', bei dem Gottvater den gekreuzigten Christus in seinen Armen hält, galt seit dem Mittelalter als besonderer Schutz gegen die Pestgefahr. Damit könnte dieser Kapellenbildstock ebenfalls als Dankbarkeit für das Ende einer Pestplage oder zur Abwehr einer Pestgefahr errichtet worden sein.

Zeitkategorie 19. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Dieser Kapellenbildstock ist in der Franziszeischen Landesaufnahme ersichtlich und dürfte daher im späten 18. Jahrhundert bzw. in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Grundflächen der sechs Imbacher Untertannen (Agrargenossenschaft, die erstmals 1660 erwähnt wurde) errichtet worden sein. Seit der Realteilung der Gemeinschaftsgründe steht dieses Bauwerk auf der Grundfläche des Herrn Sedelmayer Franz und wird von Mitgliedern der Agrargenossenschaft gepflegt. Die letzte Renovierung fand im Jahr 2000 statt. Am Sonntag nach Pfingsten, dem Dreifaltigkeitssonntag, wird dort eine Feldmesse gehalten.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Österreichische Kunsttopographie: ÖKT 1907 DEHIO: Die Kunstdenkmäler Österr. nördl. der Donau 1990 Schneeweis Emil: Habilschrift 1988 Josefinische und Franziszeische Landaufnahme Heppenheimer Hans: Ein Heimatbuch 1933 Berichte der Fam. Johann Weixelbaum für die Agrargemeinschaft

Karl Weber
Datum der Erfassung 2012-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2012-01-01
letzter Bearbeiter Karl Weber

Standort

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.