Hl. Severin, Röm. Meilenstein

BrunnenZierbrunnen

Gemeinde: Tulln an der Donau

Zeitkategorie: 21. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Die Figur des Hl. Severin mit der Brunnenanlage und die Kopie des römischen Meilensteines wurden im Auftrag der Stadtgemeinde Tulln im Jahre 2004 vom Tullner Bildhauer Prof. Josef Weinbub geschaffen.

Beschreibung:

Am stadtseitigen Ende des ersten ellipsenförmigen „Kreisverkehrs“ Österreichs steht in einer Grünanlage die Figur des Hl. Severin als Wanderprediger aus Wachauer Marmor auf einer Steinplatte über einer künstlichen Quelle. Auf der der Figur des Heiligen gegenüber liegenden Straßenseite gibt die Inschrift auf der Vorderseite einer etwa 1,3 m hohen, quadratischen Marmorsäule Hinweise auf den Hl. Severin: „Severin, ein Wandermönch römischer Herkunft, jedoch ein Organisator und Diplomat, gewann in Noricum zur Zeit, als sich die römische Herrschaft auflöste, für die bedrohte Bevölkerung als Bußprediger, Berater und Fürsprecher vor den germanischen Heerführern hohe Bedeutung. Er wirkte nach 435 im Donauraum, hielt sich auch zweimal in Tulln auf und starb 482.'

Details

Gemeindename Tulln an der Donau
Gemeindekennzahl 32135
Ortsübliche Bezeichnung Hl. Severin, Röm. Meilenstein
Objektkategorie 2706 ( Brunnen | | Zierbrunnen)

Katastralgemeinde Tulln -- GEM Tulln an der Donau
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 2332/1
Ortschafts- bzw. Ortsteil Königstetter Viertel
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Severinplatz, Kreisverkehr
Längengrad 16.05868
Breitengrad 48.327

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 2.3
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 0.9
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.8
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Am stadtseitigen Ende des ersten ellipsenförmigen „Kreisverkehrs“ Österreichs steht in einer Grünanlage die Figur des Hl. Severin als Wanderprediger aus Wachauer Marmor auf einer Steinplatte über einer künstlichen Quelle. Auf der der Figur des Heiligen gegenüber liegenden Straßenseite gibt die Inschrift auf der Vorderseite einer etwa 1,3 m hohen, quadratischen Marmorsäule Hinweise auf den Hl. Severin: „Severin, ein Wandermönch römischer Herkunft, jedoch ein Organisator und Diplomat, gewann in Noricum zur Zeit, als sich die römische Herrschaft auflöste, für die bedrohte Bevölkerung als Bußprediger, Berater und Fürsprecher vor den germanischen Heerführern hohe Bedeutung. Er wirkte nach 435 im Donauraum, hielt sich auch zweimal in Tulln auf und starb 482.'
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details An der gegenüberliegenden Seite des Kreisverkehrs befindet sich eine Kopie des bei Nitzing an der Straße nach Königstetten stehenden römischen Meilensteines, ebenfalls aus Wachauer Marmor. Der römische Meilenstein von Nitzing wurde über Auftrag des Kaisers Macrinus 217/218 gesetzt. Die Inschrift besteht aus dem ausführlichen Kaisertitel und der Entfernungsangabe: Von St. Pölten 26 Meilen.

Zeitkategorie 21. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Die Figur des Hl. Severin mit der Brunnenanlage und die Kopie des römischen Meilensteines wurden im Auftrag der Stadtgemeinde Tulln im Jahre 2004 vom Tullner Bildhauer Prof. Josef Weinbub geschaffen.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) Der Hl. Severin ist einer der ganz wenigen Menschen des Altertums, die unmittelbar mit Tulln im Zusammenhang stehen. Severin kam kurz nach 453, nach dem Tod des Hunnenkönigs Attila, in die Gegend zwischen Tulln, Passau und Salzburg und wirkte hier 30 Jahre als Wanderprediger, vor allem als Helfer der Bevölkerung. In Tulln, dem römischen Comagenis, war Severin zumindest zweimal. (Eugippius, Vita Sancti Severini, Kapitel I, II und XXXIII) Damit und mit dem römischen Meilenstein im Zusammenhang steht die einzige noch erhaltene Tullner Volkssage vom „Steinernen Erbsensack“: An einem Sonntag traf der Hl. Severin einen Bauern beim Säen von Erbsen. Entrüstet über die Entheiligung des Sonntags verfluchte Severin den Bauern, worauf der Erbsensack zu Stein wurde. So führt der römische Meilenstein bei Nitzing an der Straße nach Königstetten im Volksmund noch immer den Namen „Steinerner Erbsensack“ (auch Steinerner Metzen, Steinerner Erdäpfelsack genannt).



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Biack, Otto: Geschichte der Stadt Tulln, 1982, Seite 50 bis 52 Bauakte der Stadtgemeinde Tulln

Manfred Neubauer
Datum der Erfassung 2012-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2012-01-01

Standort

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