Stein im Kohlbachtal
Gemeinde: Straß im Straßertale
Zeitkategorie: 16. Jahrhundert
Chronik:
Der Stein verschwand bereits völlig unter der Grasnarbe und war nur wenigen Personen bekannt. Im Oktober 1990 gab Bürgermeister H. Schuh die Erlaubnis zur Hebung des Steines. Wegen der Größe und des Gewichtes wurde dann aber von einer Verlagerung abgesehen und der Stein wurde am Standort belassen. Paula Pasching, die gegenüber wohnt, erzählte 1989, dass ihr Vater (geb. 1894) den Stein in jungen Jahren - in den zwanziger Jahren vermutlich - am Faschingsdienstag mit einigen Burschen aus dem Ort etwas weiter westlich von der Straße weg verschoben hatte, da dieser die Karren bei der Fahrt behinderte. In den folgenden Jahren wurde der Kohlbach reguliert, der Kanal gebaut und der Weg neu angelegt. Im Banntaiding- und Rechtsbuch der Herrschaft Falkenberg aus dem Jahre 1566 wird in der Grenzbeschreibung ein Stein erwähnt, der am Lausereck gelegen ist und die Grenze markiert hat. Weiters heißt es 'er ist verrunnen', womit eine Verlagerung durch den Kohlbach gemeint sein könnte.
Beschreibung:
Brauner, naturbelassener Stein aus Sandsteinkonglomerat mit Fragmenten einer bisher nicht entzifferbaren eingemeißelten Inschrift und der Zahl 1746. Mit einer Höhe von ungefähr 1,5 m und einer Breite von 1,8 m beträgt der Umfang des Steines 4,8 m.
Details
| Gemeindename | Straß im Straßertale |
| Gemeindekennzahl | 31346 |
| Ortsübliche Bezeichnung | Stein im Kohlbachtal |
| Objektkategorie | 1322 ( Rechtsdenkmäler | Historische Grenzsteine | Herrschaftsgrenzsteine) |
| Katastralgemeinde | Straß -- GEM Straß im Straßertale |
| Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 3538 |
| Ortschafts- bzw. Ortsteil | Straß / Merschein |
| Straße und Hausnummer bzw. Flurname | Ca. 10 m von B35 rechts am Kohlbachweg |
| Längengrad | 15.73135 |
| Breitengrad | 48.49293 |
| denkmalgeschützt | nicht geschuetzt |
| Höhe (m) | 1.5 |
| gemessen od. geschätzt | gemessen |
| Breite (m) | 1.8 |
| gemessen od. geschätzt | gemessen |
| Tiefe (m) | 1.5 |
| gemessen od. geschätzt | gemessen |
| Zustandsklassifizierung | sehr gut |
| Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
| Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | Brauner, naturbelassener Stein aus Sandsteinkonglomerat mit Fragmenten einer bisher nicht entzifferbaren eingemeißelten Inschrift und der Zahl 1746. Mit einer Höhe von ungefähr 1,5 m und einer Breite von 1,8 m beträgt der Umfang des Steines 4,8 m. |
| Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details |
| Zeitkategorie | 16. Jahrhundert |
| Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | Der Stein verschwand bereits völlig unter der Grasnarbe und war nur wenigen Personen bekannt. Im Oktober 1990 gab Bürgermeister H. Schuh die Erlaubnis zur Hebung des Steines. Wegen der Größe und des Gewichtes wurde dann aber von einer Verlagerung abgesehen und der Stein wurde am Standort belassen. Paula Pasching, die gegenüber wohnt, erzählte 1989, dass ihr Vater (geb. 1894) den Stein in jungen Jahren - in den zwanziger Jahren vermutlich - am Faschingsdienstag mit einigen Burschen aus dem Ort etwas weiter westlich von der Straße weg verschoben hatte, da dieser die Karren bei der Fahrt behinderte. In den folgenden Jahren wurde der Kohlbach reguliert, der Kanal gebaut und der Weg neu angelegt. Im Banntaiding- und Rechtsbuch der Herrschaft Falkenberg aus dem Jahre 1566 wird in der Grenzbeschreibung ein Stein erwähnt, der am Lausereck gelegen ist und die Grenze markiert hat. Weiters heißt es 'er ist verrunnen', womit eine Verlagerung durch den Kohlbach gemeint sein könnte. |
| Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) | Oben auf dem Stein befindet sich eine bislang nicht exakt identifizierte Inschrift. Die erste Zeile ist eine Jahreszahl, sie beginn mit "Ano" mit einem Strich über dem n, der eine Verdopplung anzeigt, und somit anno = im Jahre bedeutet. Mit einiger Unsicherheit kann dann die Jahreszahl 1596 gelesen werden. In der zweiten Zeile ist eine Folge von Buchstaben zu erkennen, deren jeder einzelne der Anfangsbuchstabe eines Wortes bedeuten könnte. Es mögen die Zeichen S P H F G M gelesen werden. Es wird angenommen, dass mit der Jahreszahl 1596 auf die Vereinigung der Herrschaft Falkenberg mit Grafenegg hingewiesen wird, als Martin von Starhemberg die Witwe Benigma von Lembach heiratete. Starhemberg war der Besitzer der Herrschaften Schönbühel und Peuerbach in OÖ. Diese beiden Namen könnten für die ersten Buchstaben zutreffen: S = Schönbühel, P = Peuerbach, H = Herrschaft, F = Falkenberg und G = Grafenegg. Die nachfolgenden Buchstaben können nicht genau gelesen werden. |




