Kolomanibildstock
Gemeinde: Emmersdorf an der Donau
Zeitkategorie: 19. Jahrhundert, 1. Hälfte
Chronik:
1623 wurde anlässlich der in Emmersdorf grassierenden Pest eine Sebastianikapelle errichtet, die 1785 gesperrt und 1808 abgebrochen wurde. An deren Stelle befindet sich heute der Kolomanibildstock. Damit ist auch die ungefähre Entstehungszeit, also das 19. Jahrhundert, dieses Bildstockes festgelegt.
Die barocke Statue des heiligen Koloman wurde 2011 anlässlich des 1000. Todestages des hl. Koloman auf Kosten der Marktgemeinde vom Restaurator Johann Pröll aus St. Georgen/Ybbsfeld 2011 restauriert. Lt. Rechnung wurden folgende Arbeiten vorgenommen:
Abnehmen der gesamten Fassung, Ergänzen fehlender Schnitzteile, Verleimen offener Holzverbindungen, Auskeilen div. Risse mit Holz, Vorarbeit für eine Fassung außen, Fassen für außen, Schutzüberzug
Im Jahr 2012 wurde dann die Nische für die Statue saniert. Es wurde der Kapellbildstock nach Westen erweitert, um die Statue besser gegen Witterungseinflüsse zu schützen.
Die sogenannte Kolomanistiege verbindet mit ihren 100 Stufen den Ortskern Emmersdorfs mit dem Hochplateau zur Pfarrkirche. In der Mitte der Stiege befindet sich der Bildstock des hl. Koloman.
Von dieser Stelle aus hat man einen wunderschönen Ausblick über die Dächer von Emmersdorf und auf das am anderen Donauufer liegende Stift Melk, wo sich das Grab des Heiligen befindet.
1623 wurde anlässlich der in Emmersdorf grassierenden Pest eine Sebastianikapelle errichtet, die 1785 gesperrt und 1808 abgebrochen wurde. An deren Stelle befindet sich heute der Kolomanibildstock. Damit ist auch die ungefähre Entstehungszeit, also das 19. Jahrhundert, dieses Bildstockes festgelegt.
Von dieser Stelle aus hat man einen wunderschönen Ausblick über die Dächer von Emmersdorf und auf das am anderen Donauufer liegende Stift Melk, wo sich das Grab des Heiligen befindet.
Fortsetzung Folgt: Seite in Arbeit
Beschreibung:
Die sogenannte Kolomanistiege verbindet mit ihren 100 Stufen den Ortskern Emmersdorfs mit dem Hochplateau zur Pfarrkirche. In der Mitte der Stiege befindet sich der Bildstock des Heiligen Koloman in Lebensgröße.
Diese Statue befindet sich in einem gemauerten Kapellenbildstock, auf dessen sich am Giebel ein Kreuz befindet.
Der Heilige Koloman steht in Verbundenheit mit dem Stift Melk an dieser imposanten Blickstelle.
Der Kapellenbildstock wird mit einer verglasten, schmiedeeisernen Tür vor den Witterungseinflüssen geschützt.
Eine Bank steht vor dem Bildstock, die von zwei Kastanienbäumen beschattet wird.
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Details
| Gemeindename | Emmersdorf an der Donau |
| Gemeindekennzahl | 31553 |
| Ortsübliche Bezeichnung | Kolomanibildstock |
| Objektkategorie | 1533 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Kapellenbildstöcke) |
| Katastralgemeinde | Emmersdorf -- GEM Emmersdorf an der Donau |
| Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 535/3 | 53 |
| Ortschafts- bzw. Ortsteil | Emmersdorf |
| Straße und Hausnummer bzw. Flurname | Kolomanistiege |
| Längengrad | 15.33634 |
| Breitengrad | 48.24173 |
| denkmalgeschützt | geschuetzt |
| Höhe (m) | 2.4 |
| gemessen od. geschätzt | gemessen |
| Breite (m) | 2 |
| gemessen od. geschätzt | gemessen |
| Tiefe (m) | 1.4 |
| gemessen od. geschätzt | gemessen |
| Zustandsklassifizierung | sehr gut |
| Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
| Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | Die sogenannte Kolomanistiege verbindet mit ihren 100 Stufen den Ortskern Emmersdorfs mit dem Hochplateau zur Pfarrkirche. In der Mitte der Stiege befindet sich der Bildstock des Heiligen Koloman in Lebensgröße. Diese Statue befindet sich in einem gemauerten Kapellenbildstock, auf dessen sich am Giebel ein Kreuz befindet. Der Heilige Koloman steht in Verbundenheit mit dem Stift Melk an dieser imposanten Blickstelle. Der Kapellenbildstock wird mit einer verglasten, schmiedeeisernen Tür vor den Witterungseinflüssen geschützt. Eine Bank steht vor dem Bildstock, die von zwei Kastanienbäumen beschattet wird. Fortsetzung Folgt: Seite in Arbeit |
| Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details |
| Zeitkategorie | 19. Jahrhundert, 1. Hälfte |
| Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | 1623 wurde anlässlich der in Emmersdorf grassierenden Pest eine Sebastianikapelle errichtet, die 1785 gesperrt und 1808 abgebrochen wurde. An deren Stelle befindet sich heute der Kolomanibildstock. Damit ist auch die ungefähre Entstehungszeit, also das 19. Jahrhundert, dieses Bildstockes festgelegt. Die barocke Statue des heiligen Koloman wurde 2011 anlässlich des 1000. Todestages des hl. Koloman auf Kosten der Marktgemeinde vom Restaurator Johann Pröll aus St. Georgen/Ybbsfeld 2011 restauriert. Lt. Rechnung wurden folgende Arbeiten vorgenommen: Abnehmen der gesamten Fassung, Ergänzen fehlender Schnitzteile, Verleimen offener Holzverbindungen, Auskeilen div. Risse mit Holz, Vorarbeit für eine Fassung außen, Fassen für außen, Schutzüberzug Im Jahr 2012 wurde dann die Nische für die Statue saniert. Es wurde der Kapellbildstock nach Westen erweitert, um die Statue besser gegen Witterungseinflüsse zu schützen. Die sogenannte Kolomanistiege verbindet mit ihren 100 Stufen den Ortskern Emmersdorfs mit dem Hochplateau zur Pfarrkirche. In der Mitte der Stiege befindet sich der Bildstock des hl. Koloman. Von dieser Stelle aus hat man einen wunderschönen Ausblick über die Dächer von Emmersdorf und auf das am anderen Donauufer liegende Stift Melk, wo sich das Grab des Heiligen befindet. 1623 wurde anlässlich der in Emmersdorf grassierenden Pest eine Sebastianikapelle errichtet, die 1785 gesperrt und 1808 abgebrochen wurde. An deren Stelle befindet sich heute der Kolomanibildstock. Damit ist auch die ungefähre Entstehungszeit, also das 19. Jahrhundert, dieses Bildstockes festgelegt. Von dieser Stelle aus hat man einen wunderschönen Ausblick über die Dächer von Emmersdorf und auf das am anderen Donauufer liegende Stift Melk, wo sich das Grab des Heiligen befindet. Fortsetzung Folgt: Seite in Arbeit |
| Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) | Kolomanlegende: Die Legende berichtet, dass der Hl. Koloman - ein irischer Königssohn oder Wanderprediger - sich auf eine Wallfahrt zu den heiligen Stätten in Jerusalem befand. 1012 wurde Koloman aufgrund seines fremdartigen Aussehens für einen böhmischen Spion gehalten und bei Stockerau festgenommen. Nach der Folter wurde er zwischen zwei Mördern an einem dürren Holunderstrauch erhängt. Aufgrund der Verehrung des Volkes wurde die Sache überprüft und sein Grab eröffnet: Kolomans Leichnam wurde unverwest vorgefunden. Heinrich ließ Kolomans ihn von Stockerau nach Melk überführen, und man nimmt an, das die Grablege ursächlich für die Gründung des Stiftes gewesen ist. 1014 wurde der Leichnam des heiligen Koloman von Stockerau, wo er 1012 den Märtyrertod starb, in die Babenbergerresidenz Melk überführt und in der Stiftskirche bestattet. Seither gilt er als Hausheiliger der Babenberger und als Patron von Stift und Stadt Melk. Lange Zeit galt er als Landespatron Niederösterreichs. [Koloman Ein Weg wird Botschaft Vor 1000 Jahren , im Jahre 1014, wurde der Leichnam des heiligen Koloman in die Babenbergerresidenz Melk überführt. Jahrhundertelang wurde er als Landes- patron verehrt. Streng historisch gesehen wissen wir erstaunlich wenig über diesen Mann. Die meisten Quellen finden wir in Legenden und Erzählungen. Er soll ein irischer Königssohn gewesen sein. Auf der Pilgerfahrt nach Jerusalem wurde er in Stockerau 1012 als Spion verdächtigt, gefoltert und gehängt. Bald danach aber finden sich Quellen der Verehrung in liturgischen Büchern und Zeugnisse dafür, wie wichtig der erste Hausheilige der Babenberger, der ersten Herrscher Österreichs, für die Geschichte unseres Landes war und immer noch ist. Innen zur Seite ist der heilige Koloman in der Melker Stiftskirche bestattet und ist gegenwärtig, nach 1000 Jahren, immer noch Patron von Stift und Stadt Melk.]*² ]*²Der Text ist dem Ausstellungsfolder zur Ausstellung in den Jahren 2013 und 2014 in der Nordbastei des Stiftes entnommen. |
| Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | 1) Historische Aufzeichnungen von der Pfarrchronik und Gemeindechronik 2) Im Zuge eines Kleindenkmalseminares wurde eine Marterlwanderung für die Gemeinde Emmersdorf zusammengestellt. 3)Die Projektarbeit der Marterlwanderung wurde von Hr. Ing. Johann Pittl im Zuge einer Jahrestagung in Emmersdorf vorgestellt. 4)Denkmalliste vom Bundesdenkmalamt 5)]*²Der Text ist dem Ausstellungsfolder zur Ausstellung in den Jahren 2013 und 2014 in der Nordbastei des Stiftes entnommen. 6)Ortsüblicher Orientierungsplan |
| Datum der Erfassung | 2026-03-21 |
| Datum der letzten Bearbeitung | 2026-03-21 |
| letzter Bearbeiter | Johann Pittl |

