Donaukreuz
Gemeinde: Marbach an der Donau
Zeitkategorie: 18. Jahrhundert
Chronik:
Der Überlieferung nach steht dieses Donaukreuz an einem historischen alten Weg, der vom Auratsberg nach Gottsdorf führt.
Es heißt, dass das Kreuz einst als Gebetsstätte für die Begräbnisprozessionen von Auratsberg zur Kirche in Gottsdorf genutzt wurde. Früher befand sich an der Mündung des Tümlingbachs ein Kreuz, das dem Hochgericht der Herrschaft zu Persenbeug zugeordnet war. So blieb den Verurteilten an dieser Stelle ein Kreuz als letzte Mahnung.
Aufgrund des Eisenbahnbaus im Jahr 1909 sowie des Straßenbaus im Jahr 1960 musste das Donaukreuz bereits mehrfach von seinem ursprünglichen historischen Standort verlegt werden. Man kann also sagen, dass dieses christliche Kleindenkmal nicht immer am selben Platz stand und auch nicht schon immer aus Stein gemauert war. Historische Karten belegen die Existenz eines Donaukreuzes.
Beschreibung:
Zwischen der ehemaligen Donauuferbahn und der Bundesstraße 3 steht ein Bildstock, der eine Herz-Jesus-Statue beherbergt. Die lokale Bevölkerung bezeichnet dieses sakrale Kleindenkmal, das auch als Marterl bekannt ist, als „Donaukreuz“. Von seinem Standort aus blickt das Denkmal über die Donaustraße und den Treppelweg in Richtung Gottsdorf nach Südwesten. Ganz in der Nähe mündet der Tümlingbach in die Donau.
Der Bildstock wurde aus klassischem Ziegelmauerwerk errichtet und fachgerecht verputzt. Das Giebeldach, welches mit einem Doppelkreuz versehen ist, wurde mit Ton-Biberschwanzziegeln gedeckt. Um die Nische vor Witterungseinflüssen zu schützen, ist sie mit einem gläsernen, schmiedeeisernen Gitter gesichert. Dieses mit Blumenschmuck verzierte Flurdenkmal wird von der Familie Glösmann gepflegt.
Details
| Gemeindename | Marbach an der Donau |
| Gemeindekennzahl | 31522 |
| Ortsübliche Bezeichnung | Donaukreuz |
| Objektkategorie | 1530 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | ) |
| Katastralgemeinde | Auratsberg -- GEM Marbach an der Donau |
| Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 1703 |
| Ortschafts- bzw. Ortsteil | KG Auratsberg |
| Straße und Hausnummer bzw. Flurname | Bundesstraße 3 | Donauuferstraße | Donauleithen | Kracking | Granz und Tümling | |
| Längengrad | 15.12351 |
| Breitengrad | 48.21029 |
| denkmalgeschützt | nicht geschuetzt |
| Höhe (m) | 3 |
| gemessen od. geschätzt | geschätzt |
| Breite (m) | 0.9 |
| gemessen od. geschätzt | geschätzt |
| Tiefe (m) | 0.9 |
| gemessen od. geschätzt | geschätzt |
| Zustandsklassifizierung | gut |
| Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
| Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | Zwischen der ehemaligen Donauuferbahn und der Bundesstraße 3 steht ein Bildstock, der eine Herz-Jesus-Statue beherbergt. Die lokale Bevölkerung bezeichnet dieses sakrale Kleindenkmal, das auch als Marterl bekannt ist, als „Donaukreuz“. Von seinem Standort aus blickt das Denkmal über die Donaustraße und den Treppelweg in Richtung Gottsdorf nach Südwesten. Ganz in der Nähe mündet der Tümlingbach in die Donau. Der Bildstock wurde aus klassischem Ziegelmauerwerk errichtet und fachgerecht verputzt. Das Giebeldach, welches mit einem Doppelkreuz versehen ist, wurde mit Ton-Biberschwanzziegeln gedeckt. Um die Nische vor Witterungseinflüssen zu schützen, ist sie mit einem gläsernen, schmiedeeisernen Gitter gesichert. Dieses mit Blumenschmuck verzierte Flurdenkmal wird von der Familie Glösmann gepflegt. |
| Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details |
| Zeitkategorie | 18. Jahrhundert |
| Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | Der Überlieferung nach steht dieses Donaukreuz an einem historischen alten Weg, der vom Auratsberg nach Gottsdorf führt. Es heißt, dass das Kreuz einst als Gebetsstätte für die Begräbnisprozessionen von Auratsberg zur Kirche in Gottsdorf genutzt wurde. Früher befand sich an der Mündung des Tümlingbachs ein Kreuz, das dem Hochgericht der Herrschaft zu Persenbeug zugeordnet war. So blieb den Verurteilten an dieser Stelle ein Kreuz als letzte Mahnung. Aufgrund des Eisenbahnbaus im Jahr 1909 sowie des Straßenbaus im Jahr 1960 musste das Donaukreuz bereits mehrfach von seinem ursprünglichen historischen Standort verlegt werden. Man kann also sagen, dass dieses christliche Kleindenkmal nicht immer am selben Platz stand und auch nicht schon immer aus Stein gemauert war. Historische Karten belegen die Existenz eines Donaukreuzes. |
| Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) |
| Bildstock Herz Jesus | |
| 15. September 2025 | |
| Erich Köberl |
| Bildstock Herz Jesus | |
| 15. September 2025 | |
| Vom Bildstock Herz Jesus mit Blick nach Süden zur Westbahntrasse | |
| 15. September 2025 | |
| Erich Köberl |
| Vom Treppelweg mit Blick auf Marbach an der Donau | |
| 15. September 2025 | |
| Erich Köberl |
| Blick vom Treppelweg und Donau | |
| 15. September 2025 | |
| Erich Köberl |
| Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | .) Begehung von Granz in Richtung Gottsdorf Persenbeug auf Höhe von der Katstralgemeinde Auratsberg .) Buch: Kreuze und Bildstöcke zwischen der Ysper und dem Steinbach | Autor Helmut Karpf, Kustos Heimatmuseum Persenbeug-Gottsdorf, 2012 .) Orientierungskarte .) Historische Karten .) Gespräche |
| Datum der Erfassung | 2025-09-15 |
| Datum der letzten Bearbeitung | 2026-07-06 |
| letzter Bearbeiter | Erich Köberl |