Grenzsteine aus dem Revier Rohrwald
Gemeinde: Niederhollabrunn
Zeitkategorie: 16. Jahrhundert, 2. Hälfte
Chronik:
An dem linken Grenzstein lässt sich das Jahr „1574" deutlich erkennen. L. P. bedeutet Leopoldus Probstus, C. C. heißt Chorherr des Stiftes Klosterneuburg. Dieser Probst, Leopold Hintermayr aus Hochwang, war von 1563-1577 Probst des Stiftes Klosterneuburg.
Andere Grenzsteine haben verschiedene Buchstabenkombinationen oder Wappen, gut erhalten und deutlich erkennbar. Die Wappen sind immer die des Stiftes Klosterneuburg, die Buchstaben sind die Abkürzungen der Äbte des Stiftes dieser Zeit.
Beschreibung:
Die ganze Anlage umfasst 4 verschiedene Grenzsteine, die im Revier Rohrwald vom Förster Martin Hampel zusammen getragen wurden und gegenüber dem Forsthaus in Niederhollabrunn mit einer Beschriftungstafel aufgestellt sind: "Einst standen die aus Sandstein gefertigten Grenzsteine im Schatten der Holzäcker des Chorherrenstiftes Klosterneuburg und markierten eindrucksvoll und schön sichtbar die Grenzzüge zu den Nachbarn. Die bestehenden Grenzgräben und Leberhaufen (punktuelle Erdanhäufung) wurden ebenso gepflegt. In den vergangenen Jahrhunderten trotzten die Grenzsteine nicht nur den Naturgewalten, sondern mussten sich auch der aggressiven Zerstörungswut Einzelner stellen, oder wären dem Straßenbau zum Opfer gefallen. Immer wieder kam es vor, dass sie mutwillig umgebrochen, entwendet oder versteckt wurden."
Details
| Gemeindename | Niederhollabrunn |
| Gemeindekennzahl | 31234 |
| Ortsübliche Bezeichnung | Grenzsteine aus dem Revier Rohrwald |
| Objektkategorie | 1454 ( Verkehrsdenkmäler | Topographische und meteorologische Kleindenkmäler | Vermessungszeichen) |
| Katastralgemeinde | Niederhollabrunn -- GEM Niederhollabrunn |
| Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 91 |
| Ortschafts- bzw. Ortsteil | Niederhollabrunn |
| Straße und Hausnummer bzw. Flurname | vis-a-vis Obere Hauptstraße 39 |
| Längengrad | 16.30742 |
| Breitengrad | 48.4476 |
| denkmalgeschützt | nicht geschuetzt |
| Höhe (m) | 0.9 |
| gemessen od. geschätzt | gemessen |
| Breite (m) | 0.4 |
| gemessen od. geschätzt | gemessen |
| Tiefe (m) | 0.2 |
| gemessen od. geschätzt | gemessen |
| Zustandsklassifizierung | gut |
| Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
| Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | Die ganze Anlage umfasst 4 verschiedene Grenzsteine, die im Revier Rohrwald vom Förster Martin Hampel zusammen getragen wurden und gegenüber dem Forsthaus in Niederhollabrunn mit einer Beschriftungstafel aufgestellt sind: "Einst standen die aus Sandstein gefertigten Grenzsteine im Schatten der Holzäcker des Chorherrenstiftes Klosterneuburg und markierten eindrucksvoll und schön sichtbar die Grenzzüge zu den Nachbarn. Die bestehenden Grenzgräben und Leberhaufen (punktuelle Erdanhäufung) wurden ebenso gepflegt. In den vergangenen Jahrhunderten trotzten die Grenzsteine nicht nur den Naturgewalten, sondern mussten sich auch der aggressiven Zerstörungswut Einzelner stellen, oder wären dem Straßenbau zum Opfer gefallen. Immer wieder kam es vor, dass sie mutwillig umgebrochen, entwendet oder versteckt wurden." |
| Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details | Um der Nachwelt, so weit das möglich ist, einige Grenzsteine zu erhalten und zu zeigen, wurden sie vis a`vis vom Forsthaus des Stiftes aufgestellt. Der älteste dürfte der von 1579 sein, links abgebildet. Inzwischen wurden sie alle 2016 abgetragen, werden vom Stift Klosterneuburg restauriert, und sollten wieder an ihre ursprüngliche Stelle bei den Feldern als Grenzsteine aufgestellt werden. |
| Zeitkategorie | 16. Jahrhundert, 2. Hälfte |
| Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | An dem linken Grenzstein lässt sich das Jahr „1574" deutlich erkennen. L. P. bedeutet Leopoldus Probstus, C. C. heißt Chorherr des Stiftes Klosterneuburg. Dieser Probst, Leopold Hintermayr aus Hochwang, war von 1563-1577 Probst des Stiftes Klosterneuburg. Andere Grenzsteine haben verschiedene Buchstabenkombinationen oder Wappen, gut erhalten und deutlich erkennbar. Die Wappen sind immer die des Stiftes Klosterneuburg, die Buchstaben sind die Abkürzungen der Äbte des Stiftes dieser Zeit. |
| Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) | 2018 Die Grenzsteine sind im Stift Klosterneuburg verwahrt. |
| Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | Gespräch mit dem Förster Martin Hampel, Stift Klosterneuburg |
| Datum der Erfassung | 2013-01-01 |
| Datum der letzten Bearbeitung | 2026-10-26 |
| letzter Bearbeiter | Erich Köberl |





