Fitzkakapelle

Religiöse KleindenkmälerBildstöckeBreitpfeiler

Gemeinde: Straß im Straßertale

Zeitkategorie: 18. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Der ursprüngliche Standort war auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Mit der Erbauung der Reichsstraße von Krems nach Znaim 1833 wurde der Breitpfeiler versetzt. Der Grund für die Errichtung ist die Dankbarkeit für den glücklichen Ausgang eines Streites. Es wird berichtet, dass hier die Brüder Ignaz und Alois Fitzka einst im Rausch in einen heftigen Streit gerieten. Sie begannen zu raufen und bald zückten sie ihre Messer. Es passierte jedoch nichts. Am nächsten Tag bereuten sie ihre Absichten und gelobten aus Dankbarkeit, 'dass sie einander nicht umgebracht haben', ein Marterl zu bauen - die Rauschkapelle.

Beschreibung:

Rechts nach einer Kurve der B35, kurz nach dem Ortsende von Wiedendorf, in Richtung Mühlbach, steht eine weiße 'Kapelle' mit Blick nach NNW: ein Breitpfeiler mit spitzbogiger Nische, durch ein schmiedeeisernes Ziergitter geschützt. Die Nischenhöhe beträgt 156 cm und hat eine Breite von 69 cm. Sie enthält ein Bild im Holzrahmen, das einen Schutzengel darstellt, der zwei Kinder geleitet. Darunter eine Holztafel mit Inschrift. Und auf der Tafel unter der Nische steht: AV.MI./RENOV./1984. In diesem Jahr wurde sie von Josef Schreibbauer und Hermann Eisenbock restauriert. Neben der Inschrift ein kleines Madonnenbild sowie ein betender Engel auf einem Stein. Das spitzbogige Kupferdach trägt auf dem First ein sog. Papstkreuz (3 Kreuzarme).

Details

Gemeindename Straß im Straßertale
Gemeindekennzahl 31346
Ortsübliche Bezeichnung Fitzkakapelle
Objektkategorie 1532 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Breitpfeiler)

Katastralgemeinde Elsarn -- GEM Straß im Straßertale
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 425/3
Ortschafts- bzw. Ortsteil Elsarn / Obritzberg
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Rechts an B35 kurz nach Ortsende Wiedendorf Richtung Mühlbach
Längengrad 15.75763
Breitengrad 48.50051

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 2.3
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 1
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.9
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Rechts nach einer Kurve der B35, kurz nach dem Ortsende von Wiedendorf, in Richtung Mühlbach, steht eine weiße 'Kapelle' mit Blick nach NNW: ein Breitpfeiler mit spitzbogiger Nische, durch ein schmiedeeisernes Ziergitter geschützt. Die Nischenhöhe beträgt 156 cm und hat eine Breite von 69 cm. Sie enthält ein Bild im Holzrahmen, das einen Schutzengel darstellt, der zwei Kinder geleitet. Darunter eine Holztafel mit Inschrift. Und auf der Tafel unter der Nische steht: AV.MI./RENOV./1984. In diesem Jahr wurde sie von Josef Schreibbauer und Hermann Eisenbock restauriert. Neben der Inschrift ein kleines Madonnenbild sowie ein betender Engel auf einem Stein. Das spitzbogige Kupferdach trägt auf dem First ein sog. Papstkreuz (3 Kreuzarme).
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Der Text der Inschrift lautet: A BILDBAM, A KREUZ AM FELD, / ALLES MAHNT DIH, MANN, AN / D´ANRI WELT UND PREDIGT DAR / BEI ALLN, WAS D`TUIST, DAS D`DA / NIT BLEIBST, DAS D`UMMI MUIST! / JOSEF WEILAND 1882 - 1961.

Zeitkategorie 18. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Der ursprüngliche Standort war auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Mit der Erbauung der Reichsstraße von Krems nach Znaim 1833 wurde der Breitpfeiler versetzt. Der Grund für die Errichtung ist die Dankbarkeit für den glücklichen Ausgang eines Streites. Es wird berichtet, dass hier die Brüder Ignaz und Alois Fitzka einst im Rausch in einen heftigen Streit gerieten. Sie begannen zu raufen und bald zückten sie ihre Messer. Es passierte jedoch nichts. Am nächsten Tag bereuten sie ihre Absichten und gelobten aus Dankbarkeit, 'dass sie einander nicht umgebracht haben', ein Marterl zu bauen - die Rauschkapelle.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)




Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Alexandra Leeb, Die Flurdenkmale im Straßertal. Straß 1993.

Niedermair Horst
Datum der Erfassung 2010-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2010-01-01
letzter Bearbeiter Niedermair Horst

Standort

Kommentare

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.