Christophorus aus Bandeisen

Statuen und BilderPlastiken

Gemeinde: Stadt Salzburg

Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 2. Hälfte

Chronik:

Das Wohnhaus wurde 1957 nach einem Entwurf von Architekt Josef Becvar errichtet. Das Kunstwerk stammt möglicherweise von Karl Hittmann. Als Heiliger, Märtyrer und Nothelfer wurde Christophorus schon im Hochmittelalter als Schutzpatron der Pilger verehrt, und daher sein weithin sichtbares Bildnis an Kirchen, Stadttürmen, Toren und Häusern an Verkehrswegen angebracht. In neuer Zeit wurde er zum Beschützer aller Reisenden, insbesondere der Autofahrer und der Verkehrsmittel. 1962 wurde er allerdings aus der Liste kanonischer Heiliger gestrichen, weil seine Existenz als legendär angesehen wurde. 2001 wurde er aber quasi rehabilitiert und wieder in das Martyrologium Romanum aufgenommen.

Beschreibung:

An der nach Süden gerichteten Seitenwand des siebengeschossigen Gebäudes befindet sich auf der Höhe des zweiten und dritten Geschosses ein aus Bandeisen geformtes Kunstwerk. Das in geringem Abstand vor der Mauer schwebende Gebilde zeigt die Umrisse eines Mannes mit einem Kind auf der Schulter, mit der rechten Hand einen Baumstamm haltend. Eine Wellenlinie zu seinen Füßen deutet einen Fluss an, den er durchschreitet. Es ist eine Darstellung des Hl. Christophorus, des Christusträgers, mit dem Jesusknaben auf der Schulter.

Details

Gemeindename Stadt Salzburg
Gemeindekennzahl 50101
Ortsübliche Bezeichnung Christophorus aus Bandeisen
Objektkategorie 3102 ( Statuen und Bilder | | Plastiken )

Katastralgemeinde Salzburg -- GEM Stadt Salzburg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 1246
Ortschafts- bzw. Ortsteil Elisabeth-Vorstadt
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Saint-Julien-Straße 25
Längengrad 13.042011
Breitengrad 47.810837

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 5.5
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 3
gemessen od. geschätzt geschätzt
Tiefe (m) 0.1
gemessen od. geschätzt geschätzt

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) An der nach Süden gerichteten Seitenwand des siebengeschossigen Gebäudes befindet sich auf der Höhe des zweiten und dritten Geschosses ein aus Bandeisen geformtes Kunstwerk. Das in geringem Abstand vor der Mauer schwebende Gebilde zeigt die Umrisse eines Mannes mit einem Kind auf der Schulter, mit der rechten Hand einen Baumstamm haltend. Eine Wellenlinie zu seinen Füßen deutet einen Fluss an, den er durchschreitet. Es ist eine Darstellung des Hl. Christophorus, des Christusträgers, mit dem Jesusknaben auf der Schulter.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Das gegenständliche Kunstwerk befindet sich an einem der Hauptverkehrswege der Stadt und damit an einem traditionellen Standort, sichtbar für Verkehrsteilnehmer und Passanten. In der eigentlich grafischen, auf nur wenige Linien beschränkten Darstellung des Heiligen, hat der (oder die) unbekannte Künstler(in) den totalen Minimalismus zelebriert. Die Arbeit erhält bei entsprechendem Sonnenstand einen zusätzlichen Reiz durch ihren eigenen Schlagschatten, der eine Verdopplung des Kunstwerkes bewirkt.

Zeitkategorie 20. Jahrhundert, 2. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Das Wohnhaus wurde 1957 nach einem Entwurf von Architekt Josef Becvar errichtet. Das Kunstwerk stammt möglicherweise von Karl Hittmann. Als Heiliger, Märtyrer und Nothelfer wurde Christophorus schon im Hochmittelalter als Schutzpatron der Pilger verehrt, und daher sein weithin sichtbares Bildnis an Kirchen, Stadttürmen, Toren und Häusern an Verkehrswegen angebracht. In neuer Zeit wurde er zum Beschützer aller Reisenden, insbesondere der Autofahrer und der Verkehrsmittel. 1962 wurde er allerdings aus der Liste kanonischer Heiliger gestrichen, weil seine Existenz als legendär angesehen wurde. 2001 wurde er aber quasi rehabilitiert und wieder in das Martyrologium Romanum aufgenommen.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Archiv der Stadt Salzburg, Bauakten.

G. Friedl
Datum der Erfassung 2013-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2013-01-01

Standort

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