Kreuz zur Richtstatt
Gemeinde: Maria Taferl
Zeitkategorie: 18. Jahrhundert
Chronik:
Im 18. Jahrhundert befanden sich auf dem Gerichtsfeld südlich von Obererla Galgen, an denen die damalige Gerichtsbarkeit verschiedene Urteile vollstreckte.
Dies führte zu unterschiedlichen Bezeichnungen wie „Richtstatt“, „Kreuz zur Richtstatt“, „Kreuz zur Richtstätte“, „Kreuz zum Gerichtsfeld“, „Florianikreuz bei der Richtstatt“ oder „Florianikreuz beim Gerichtsfeld“.
Unterhalb von Obererla liegt das sogenannte „Gerichtsfeld“, welches zugleich als Flurbezeichnung dient.
Anmerkung: Die Bittprozessionen im Mai, dem „Marienmonat“ des Kirchenjahres, werden auch heute noch gemeinsam von den Dorfbewohnern aus Obererla und Hilmanger über Generationen hinweg gepflegt.
Diese Maiandachten und Bittprozessionen finden an jedem Samstag im Mai statt, wobei die Stationen abwechselnd an den örtlichen christlichen Denkmälern liegen. Dabei wird die Gottesmutter, die hier auch als Maikönigin bezeichnet wird, an verschiedenen Kleindenkmälern wie dem „Maria Heil der Kranken“, dem „Lindenhofer Marterl“ und dem „Florianikreuz“ (dem Kreuz zur Richtstatt) angerufen.
Beschreibung:
An einem historischen alten Pfad, dem Steinbachklammweg, der von Obererla aus nach Süden verläuft, befindet sich auf einer kleinen, erhöhten Kegelböschung ein hoher, gemauerter Bildstock mit Vierkantsäule, der als „Florianikreuz beim Gerichtsfeld“ bekannt ist.
Das Bauwerk ruht auf einem massiven, würfelförmigen Postament, auf dem sich eine etwas schmalere Säule erhebt. Auf dieser Säule ist ein staatlicher Tabernakelaufsatz mit vier Nischen platziert. Den Abschluss dieses historischen Zeugen der Vergangenheit bildet ein Pyramidendach aus Blech, das von einem Eisenkreuz gekrönt wird.
Details
| Gemeindename | Maria Taferl |
| Gemeindekennzahl | 31523 |
| Ortsübliche Bezeichnung | Kreuz zur Richtstatt |
| Objektkategorie | 1332 ( Rechtsdenkmäler | Strafrechtsdenkmäler | Galgen und Richtplätze) |
| Katastralgemeinde | Obererla -- GEM Maria Taferl |
| Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 255 |
| Ortschafts- bzw. Ortsteil | Obererla |
| Straße und Hausnummer bzw. Flurname | - südlich das Gerichtsfeld - östlich die Doppelwiesen |
| Längengrad | 15.137551 |
| Breitengrad | 48.232577 |
| denkmalgeschützt | nicht geschuetzt |
| Höhe (m) | 4 |
| gemessen od. geschätzt | geschätzt |
| Breite (m) | 1.2 |
| gemessen od. geschätzt | geschätzt |
| Tiefe (m) | 1.2 |
| gemessen od. geschätzt | geschätzt |
| Zustandsklassifizierung | sanierungsbedürftig |
| Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
| Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | An einem historischen alten Pfad, dem Steinbachklammweg, der von Obererla aus nach Süden verläuft, befindet sich auf einer kleinen, erhöhten Kegelböschung ein hoher, gemauerter Bildstock mit Vierkantsäule, der als „Florianikreuz beim Gerichtsfeld“ bekannt ist. Das Bauwerk ruht auf einem massiven, würfelförmigen Postament, auf dem sich eine etwas schmalere Säule erhebt. Auf dieser Säule ist ein staatlicher Tabernakelaufsatz mit vier Nischen platziert. Den Abschluss dieses historischen Zeugen der Vergangenheit bildet ein Pyramidendach aus Blech, das von einem Eisenkreuz gekrönt wird. |
| Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details |
| Zeitkategorie | 18. Jahrhundert |
| Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | Im 18. Jahrhundert befanden sich auf dem Gerichtsfeld südlich von Obererla Galgen, an denen die damalige Gerichtsbarkeit verschiedene Urteile vollstreckte. Dies führte zu unterschiedlichen Bezeichnungen wie „Richtstatt“, „Kreuz zur Richtstatt“, „Kreuz zur Richtstätte“, „Kreuz zum Gerichtsfeld“, „Florianikreuz bei der Richtstatt“ oder „Florianikreuz beim Gerichtsfeld“. Unterhalb von Obererla liegt das sogenannte „Gerichtsfeld“, welches zugleich als Flurbezeichnung dient. Anmerkung: Die Bittprozessionen im Mai, dem „Marienmonat“ des Kirchenjahres, werden auch heute noch gemeinsam von den Dorfbewohnern aus Obererla und Hilmanger über Generationen hinweg gepflegt. Diese Maiandachten und Bittprozessionen finden an jedem Samstag im Mai statt, wobei die Stationen abwechselnd an den örtlichen christlichen Denkmälern liegen. Dabei wird die Gottesmutter, die hier auch als Maikönigin bezeichnet wird, an verschiedenen Kleindenkmälern wie dem „Maria Heil der Kranken“, dem „Lindenhofer Marterl“ und dem „Florianikreuz“ (dem Kreuz zur Richtstatt) angerufen. |
| Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) |
| Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | 1)Info und Gespräche mit BewohnerInnen Maria Taferl 2)Umgebungskarte von Maria Taferl 3)Begehung |
| Datum der Erfassung | 2023-10-16 |
| Datum der letzten Bearbeitung | 2026-07-07 |
| letzter Bearbeiter | Erich Köberl |


