Dismas (Richtstätte)

RechtsdenkmälerStrafrechtsdenkmälerGalgen und Richtplätze

Gemeinde: Eggenburg

Zeitkategorie: 18. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Beschreibung:

Im Wald am Galgenberg, 50 Schritte vom Weg entfernt, finden wir an der Stelle der ehmaligen Richtstätte Eggenburgs, die Staute des Hl. Dismas und dahinter den Richtblock. Auf eienm rechteckigem Fundament sitzt ein geschwungener Sockel, der unten seitlich mit Voluten verziert ist. Darauf ist eine Deckplatte und auf dieser steht die Figur des Hl. Dismas. Auf der Sockelvorderseite finden wir den Text als Chronogramm: heilliger Schächer Dismas erhalte uns durch deine Vorbitt ein in Gott seeliges Ende. Das Chronogramm ergibt die Jahreszahl 1720. Am 8.3.1720 wurde neben dem Richtblock und Galgen die Statue des Hl. Dismas aufgestellt.

Details

Gemeindename Eggenburg
Gemeindekennzahl 31105
Ortsübliche Bezeichnung Dismas (Richtstätte)
Objektkategorie 1332 ( Rechtsdenkmäler | Strafrechtsdenkmäler | Galgen und Richtplätze)

Katastralgemeinde Eggenburg -- GEM Eggenburg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 2009
Ortschafts- bzw. Ortsteil Eggenburg
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Galgenberg
Längengrad 15.83086
Breitengrad 48.62838

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 5.5
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 1.5
gemessen od. geschätzt geschätzt
Tiefe (m) 0.7
gemessen od. geschätzt geschätzt

Zustandsklassifizierung sanierungsbedürftig
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Im Wald am Galgenberg, 50 Schritte vom Weg entfernt, finden wir an der Stelle der ehmaligen Richtstätte Eggenburgs, die Staute des Hl. Dismas und dahinter den Richtblock. Auf eienm rechteckigem Fundament sitzt ein geschwungener Sockel, der unten seitlich mit Voluten verziert ist. Darauf ist eine Deckplatte und auf dieser steht die Figur des Hl. Dismas. Auf der Sockelvorderseite finden wir den Text als Chronogramm: heilliger Schächer Dismas erhalte uns durch deine Vorbitt ein in Gott seeliges Ende. Das Chronogramm ergibt die Jahreszahl 1720. Am 8.3.1720 wurde neben dem Richtblock und Galgen die Statue des Hl. Dismas aufgestellt.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Der Hl. Dismas war jener Verbrecher, der rechts neben Christus am Kreuz hing. Er bereute und Christus versprach ihm dafür einen Platz im Paradies. Dismas bekam die Rolle des Schutzpatrons aller zum Tode Verurteilten zugedacht. Auf dieser Richtstätte wurden hunderte Menschen hingerichtet. Bis ins 18. Jhdt. erfolgten die Hinrichtungen durch Verbrennen (bei lebendigen Leib), durch das Rad, das Schwert und den Galgen. Ab dem späten 18. Jhdt. gibt es nur noch die Todesstrafe durch den Strang. Das Landesgericht war zuständig zur Aburteilung von Verbrechen wie Mord, Diebstahl, Brandlegung, Notzucht, Meineid und Münzfälschrei. Der Tod durch das Schwert war früher eine sehr häufige Verurteilung und galt als eine milde Todesstrafe, die vorwiegend bei Frauen angewendet wurde, z.B. Totschlag, Kindesmord, und Blutschande. Der Galgen ist nicht mehr vorhanden, aber der Richtstein und die Figur des Hl. Dismas ist erhalten geblieben.

Zeitkategorie 18. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen)
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Text von Prof. Burghard Gaspar und Ing. Richard Sonnleitner

Eva Hochschorner
Datum der Erfassung 2013-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2013-01-01

Standort

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