Wegsäule amSchafflerhof
Gemeinde: Wiener Neustadt
Zeitkategorie: 17. Jahrhundert
Chronik:
Am Kreuzungspunkt der Straße nach Bruck (heute Pottendorfer Straße) und dem Weg, der von Ödenburg über Lichtenwörth und dem Steinfeld in das Piestingtal führte, war ein Schafflerhof (Schaf-Hof) von bedeutender Größe situiert. Das Wegkreuz vor dem Schafflerhof markierte gewissermaßen die historische Stadtgrenze und zugleich auch den Geltungsbereich des Wiener Neustädter Stadtgerichts. Verbrecher, so genannte Malefizpersonen übergab man dort dem Stadtrichter. (siehe dazu auch Spinnerin am Kreuz)
Anmerkung: Mehrere Gemeinden südlich von Wiener Neustadt in Richtung Sopron tragen im historischen Gemeindesiegel ein Wappen, das einen Mann über einem Rad (Gerichtsrat?) zeigt, der in seiner rechten Hand einen Zepter-ähnlichen Gegenstand (Gerichtsstab?) trägt – so etwa in Bad Erlach oder in Wiesmath.
Beschreibung:
Die eingemeißelte Zahl 1665 dürfte das Errichtungsjahr der Steinsäule sein, der vermutlich ein Wegkreuz aus Holz voranging. Die dargestellte Figur – die ursprünglich ein Zepter in der rechten Hand hielt – stellt Christus als Weltenherrscher dar. Das darunter befindliche Relief stellt vermutlich die Gottesmutter Maria dar.
Details
| Gemeindename | Wiener Neustadt |
| Gemeindekennzahl | 30401 |
| Ortsübliche Bezeichnung | Wegsäule amSchafflerhof |
| Objektkategorie | 1711 ( Freiplastiken | religiöse Freiplastiken | Christusdarstellungen) |
| Katastralgemeinde | |
| Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 4965/1 |
| Ortschafts- bzw. Ortsteil | Am Schafflerhof |
| Straße und Hausnummer bzw. Flurname | Am Schafflerhof |
| Längengrad | 16.27222 |
| Breitengrad | 47.84028 |
| denkmalgeschützt | geschuetzt |
| Höhe (m) | 3 |
| gemessen od. geschätzt | geschätzt |
| Breite (m) | |
| gemessen od. geschätzt | -- |
| Tiefe (m) | |
| gemessen od. geschätzt | -- |
| Zustandsklassifizierung | sehr gut |
| Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
| Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | Die eingemeißelte Zahl 1665 dürfte das Errichtungsjahr der Steinsäule sein, der vermutlich ein Wegkreuz aus Holz voranging. Die dargestellte Figur – die ursprünglich ein Zepter in der rechten Hand hielt – stellt Christus als Weltenherrscher dar. Das darunter befindliche Relief stellt vermutlich die Gottesmutter Maria dar. |
| Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details |
| Zeitkategorie | 17. Jahrhundert |
| Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | Am Kreuzungspunkt der Straße nach Bruck (heute Pottendorfer Straße) und dem Weg, der von Ödenburg über Lichtenwörth und dem Steinfeld in das Piestingtal führte, war ein Schafflerhof (Schaf-Hof) von bedeutender Größe situiert. Das Wegkreuz vor dem Schafflerhof markierte gewissermaßen die historische Stadtgrenze und zugleich auch den Geltungsbereich des Wiener Neustädter Stadtgerichts. Verbrecher, so genannte Malefizpersonen übergab man dort dem Stadtrichter. (siehe dazu auch Spinnerin am Kreuz) Anmerkung: Mehrere Gemeinden südlich von Wiener Neustadt in Richtung Sopron tragen im historischen Gemeindesiegel ein Wappen, das einen Mann über einem Rad (Gerichtsrat?) zeigt, der in seiner rechten Hand einen Zepter-ähnlichen Gegenstand (Gerichtsstab?) trägt – so etwa in Bad Erlach oder in Wiesmath. |
| Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) | Der Denkmalschutzverein ließ die alte Wegsäule 1991 restaurieren und mit Genehmigung des Grundstückbesitzers möglichst nahe dem ursprünglichen Standort wieder aufstellen. |
| Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | Fronner; Monumenta Novae Civitatis Austriae, 1839 DEHIO NÖ, Südlich der Donau, Teil 2, 2003 Gerhard Geissl; Denkmäler in Wiener Neustadt, 2013 |
| Datum der Erfassung | 2026-05-25 |
| Datum der letzten Bearbeitung | 2026-05-25 |
| letzter Bearbeiter | Elmar Hruby |
