Ägidikreuz

Religiöse KleindenkmälerKreuze

Gemeinde: Weissenbach an der Triesting

Zeitkategorie: 18. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

1944 notiert Pfarrer Andreas Huber aus Enzesfeld: "Bei der Abzweigung des Grabens von der Straße ein Rotes Kreuz. Einfach, aus Holz mit der Aufschrift "18 J.G. 25". Näheres war in dem nahe gelegenen kleinen Anwesen nicht zu erfragen".

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Aussehen des Kreuzes vermutlich verändert. Mit zwei Querbalken erinnert es an das sog. Patriachenkreuz (lateinisch Doppelkreuz). Auch Wetterkreuze weisen oft zwei Querbalken auf. Sie sind aber auf markanten Erhebungen zu finden und gegen die Richtung aufgestellt, aus der Unwetter meist kommen.

Das Kreuz nach der Renovierung 1954 sieht dem heutigen Kreuz sehr ähnlich, hat aber in den Feldern zwischen den Querbalken je ein Bild.

Das Aussehen nach der Renovierung durch den Tischler Powondra im Jahre 1982 wird folgendermaßen beschrieben:
"Es trägt einen Metallcorpus (Blech), daneben links ein Marienbild und rechts, ein Christusbild. Unter dem Corpus hängt noch ein Bild, Madonna mit dem Kinde, auf Goldgrund. Diese drei Bilder sind unter Glas und überdacht".

Bei einer weiteren Renovierung wurden die Bilder entfernt, die Blende am Dach ist im Gegensatz zu 1954 nicht mehr glatt. Auch der Hinweis "REN.1954" ist an dem Brett, das die senkrechte Verschalung waagrecht abschließt, verschwunden (das kann schon 1982 geschehen sein).

OSR Mader meint, dass dieses Kreuz vermutlich anstelle eines älteren Kreuzes 1825 errichtet worden sei und deutet "J.G." als "Grabenweger?". In der Schweickhardt-Karte (um 1830; die verwendeteten Informationen könnten auch älter sein) ist auf der gegenüberliegenden Seite des Weges ein Bildstock eingezeichnet.

Woran das Kreuz erinnern soll ist nicht überliefert, doch könnte es wie viele Kreuze in ähnlicher Position die Funktion eines Wegweisers gehabt haben, da durch den Ägidigraben früher der alte Wallfahrerweg der Nöstacher nach Schwarzensee führte.

Beschreibung:

An der Nöstachstarße auf einer Böschung nahe der Abzweigung zum Ägidigraben, steht ein auffallendes Dachkreuz. Das Kreuz trägt zwei Querbalken, die vom Dach geschützt sind. Am oberen Querbalken befindet sich ein kleines Holzkreuz mit Corpus Christi.

Links und rechts des Corpus Christi sind die Buchstaben "L" bzw. "K" eingekerbt und rot bemalt. Im unteren Querbalken findet sich die Inschrift in roter Farbe "18 J.G. 25". Auf dem Querbalken das Christusmonogramm IHS mit einem Kreuz, darunter ein Herz mit Verzierung eingekerbt und rot ausgemalt.

Details

Gemeindename Weissenbach an der Triesting
Gemeindekennzahl 30645
Ortsübliche Bezeichnung Ägidikreuz
Objektkategorie 1560 ( Religiöse Kleindenkmäler | Kreuze | )

Katastralgemeinde Neuhaus -- GEM Weissenbach an der Triesting
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 61/2
Ortschafts- bzw. Ortsteil Neuhaus
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Ägidigraben
Längengrad 16.040854
Breitengrad 48.00385

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 3.1
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 1.6
gemessen od. geschätzt geschätzt
Tiefe (m) 0.18
gemessen od. geschätzt geschätzt

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) An der Nöstachstarße auf einer Böschung nahe der Abzweigung zum Ägidigraben, steht ein auffallendes Dachkreuz. Das Kreuz trägt zwei Querbalken, die vom Dach geschützt sind. Am oberen Querbalken befindet sich ein kleines Holzkreuz mit Corpus Christi.

Links und rechts des Corpus Christi sind die Buchstaben "L" bzw. "K" eingekerbt und rot bemalt. Im unteren Querbalken findet sich die Inschrift in roter Farbe "18 J.G. 25". Auf dem Querbalken das Christusmonogramm IHS mit einem Kreuz, darunter ein Herz mit Verzierung eingekerbt und rot ausgemalt.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 18. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) 1944 notiert Pfarrer Andreas Huber aus Enzesfeld: "Bei der Abzweigung des Grabens von der Straße ein Rotes Kreuz. Einfach, aus Holz mit der Aufschrift "18 J.G. 25". Näheres war in dem nahe gelegenen kleinen Anwesen nicht zu erfragen".

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Aussehen des Kreuzes vermutlich verändert. Mit zwei Querbalken erinnert es an das sog. Patriachenkreuz (lateinisch Doppelkreuz). Auch Wetterkreuze weisen oft zwei Querbalken auf. Sie sind aber auf markanten Erhebungen zu finden und gegen die Richtung aufgestellt, aus der Unwetter meist kommen.

Das Kreuz nach der Renovierung 1954 sieht dem heutigen Kreuz sehr ähnlich, hat aber in den Feldern zwischen den Querbalken je ein Bild.

Das Aussehen nach der Renovierung durch den Tischler Powondra im Jahre 1982 wird folgendermaßen beschrieben:
"Es trägt einen Metallcorpus (Blech), daneben links ein Marienbild und rechts, ein Christusbild. Unter dem Corpus hängt noch ein Bild, Madonna mit dem Kinde, auf Goldgrund. Diese drei Bilder sind unter Glas und überdacht".

Bei einer weiteren Renovierung wurden die Bilder entfernt, die Blende am Dach ist im Gegensatz zu 1954 nicht mehr glatt. Auch der Hinweis "REN.1954" ist an dem Brett, das die senkrechte Verschalung waagrecht abschließt, verschwunden (das kann schon 1982 geschehen sein).

OSR Mader meint, dass dieses Kreuz vermutlich anstelle eines älteren Kreuzes 1825 errichtet worden sei und deutet "J.G." als "Grabenweger?". In der Schweickhardt-Karte (um 1830; die verwendeteten Informationen könnten auch älter sein) ist auf der gegenüberliegenden Seite des Weges ein Bildstock eingezeichnet.

Woran das Kreuz erinnern soll ist nicht überliefert, doch könnte es wie viele Kreuze in ähnlicher Position die Funktion eines Wegweisers gehabt haben, da durch den Ägidigraben früher der alte Wallfahrerweg der Nöstacher nach Schwarzensee führte.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Ägidikreuz
2011
Helene und Adolf Schießl

Ägidikreuz
2011
Helene und Adolf Schießl

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen 1) Helene und Adolf Schießl, Sakrale und profane Klein- und Flurdenkmäler in Weissenbach, Neuhaus und Schwarzensee, S. 51 f, Verlag Kral Berndorf.
2) NÖ Atlas

Anton Stöger
Datum der Erfassung 2018-11-26
Datum der letzten Bearbeitung 2019-01-08

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