Kreuz beim Bräunsteig

Freiplastikenreligiöse FreiplastikenMariendarstellungen

Gemeinde: Straning-Grafenberg

Zeitkategorie: 18. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Die Mariendarstellung wurde nach dem Erlöschen einer infektiösen Krankheit, damals 'Bräune' genannt (Krupp - ähnlich Diphterie), errichtet. Bei dieser Erkrankung des Rachens und des Kehlkopfes kann es sogar zum Erstickungstod kommen. Viele Kinder starben in Straning daran. Um der Ansteckungsgefahr zu entgehen, bahnten sich die Menschen außerhalb des Ortes einen Weg übers Feld. Seit dieser Zeit heißt der Weg 'Bräunsteig', die Marienstatue wird 'Kreuz beim Bräunsteig' genannt. Der Vater des jetzigen Besitzers, Johann Fischer, hat das Grundstück von Robert Schmid gekauft.

Beschreibung:

Die Mariendarstellung 'Madonna mit Kind', aus Sandstein angefertigt, steht noch im Ortsried kurz vor der Ortstafel beim Haus Nr. 178 und weist nach Ostsüdosten. Auf dem 0,55 hohen, 0,65 m breiten und ebenso tiefen Sockel liegt die nach außen gestufte Deckplatte. Sie ist 0,15 m hoch, 0,64 m breit und 0,64 m tief. Darauf befindet sich die 0,19 m hohe Pfeilerbasis mit einer Breite von 0,42 m und einer ebensolchen Tiefe. Der konische 1,50 m hohe Vierkantpfeiler endet mit einem Kragengesims und schließt mit einer Deckplatte ab. Der Pfeiler ist unten 0,34 m breit und genauso tief, oben nur 0,26 m im Quadrat. Die Deckplatte hat eine Höhe von 0,25 m, ist 0,42 m breit und 0,42 m tief. Als Bekrönung ist auf stilisierten Wolken die 0,80 m bis 0,90 m hohe Figur aufgesetzt.

Details

Gemeindename Straning-Grafenberg
Gemeindekennzahl 31130
Ortsübliche Bezeichnung Kreuz beim Bräunsteig
Objektkategorie 1712 ( Freiplastiken | religiöse Freiplastiken | Mariendarstellungen)

Katastralgemeinde Straning -- GEM Straning-Grafenberg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 104
Ortschafts- bzw. Ortsteil
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Ortsried bei Haus Nr. 178
Längengrad 15.86726
Breitengrad 48.61309

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 3.5
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 0.65
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.65
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Die Mariendarstellung 'Madonna mit Kind', aus Sandstein angefertigt, steht noch im Ortsried kurz vor der Ortstafel beim Haus Nr. 178 und weist nach Ostsüdosten. Auf dem 0,55 hohen, 0,65 m breiten und ebenso tiefen Sockel liegt die nach außen gestufte Deckplatte. Sie ist 0,15 m hoch, 0,64 m breit und 0,64 m tief. Darauf befindet sich die 0,19 m hohe Pfeilerbasis mit einer Breite von 0,42 m und einer ebensolchen Tiefe. Der konische 1,50 m hohe Vierkantpfeiler endet mit einem Kragengesims und schließt mit einer Deckplatte ab. Der Pfeiler ist unten 0,34 m breit und genauso tief, oben nur 0,26 m im Quadrat. Die Deckplatte hat eine Höhe von 0,25 m, ist 0,42 m breit und 0,42 m tief. Als Bekrönung ist auf stilisierten Wolken die 0,80 m bis 0,90 m hohe Figur aufgesetzt.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Aus den Wolken schaut links und rechts ein geflügeltes Engelsköpfchen hervor. Maria hält das Jesuskind im Arm. Dieses greift liebevoll nach dem Kinn der Mutter. Der Pfeiler ist an der Vorderseite verziert: Oben und unten ist er mit Relief-Ornamenten in Blattform geschmückt. Dazwischen ist der Schaft mit einer etwas vertieften Kartusche versehen. Der Sockel ist in der unteren Hälfte abgerundet und nach allen Seiten ausladend. Die Vorderseite hat eine Kartusche. In dieser scheint einst eine Inschrift gewesen zu sein.

Zeitkategorie 18. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Die Mariendarstellung wurde nach dem Erlöschen einer infektiösen Krankheit, damals 'Bräune' genannt (Krupp - ähnlich Diphterie), errichtet. Bei dieser Erkrankung des Rachens und des Kehlkopfes kann es sogar zum Erstickungstod kommen. Viele Kinder starben in Straning daran. Um der Ansteckungsgefahr zu entgehen, bahnten sich die Menschen außerhalb des Ortes einen Weg übers Feld. Seit dieser Zeit heißt der Weg 'Bräunsteig', die Marienstatue wird 'Kreuz beim Bräunsteig' genannt. Der Vater des jetzigen Besitzers, Johann Fischer, hat das Grundstück von Robert Schmid gekauft.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) Laut Kunsttopographie stammt die Mariendarstellung aus der ersten Hälfte (Anfang) des 18. Jahrhunderts.






Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen 1. Burger Elfriede und Friedrich: Religiöse Kleindenkmäler sowie die Heiligen in Legende und Historie, 3473 Zemling, 1992 2. Kunsttopographie 1911 3. Mündliche Überlieferung

Elisabeth Prokop
Datum der Erfassung 2013-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2013-01-01
letzter Bearbeiter Elisabeth Prokop

Standort

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.