Donatus

Freiplastikenreligiöse Freiplastikensonstige Heilige

Gemeinde: Straning-Grafenberg

Zeitkategorie: 18. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Laut Dehio-Handbuch wurde die religiöse Freiplastik um 1700 gesetzt.

Beschreibung:

Der Sandstein-Pfeiler mit der Figur des hl. Donatus steht im Ried 'Feldsatz' östlich des Ortsgebietes an einem Feldweg Richtung Sitzendorf und ist nach Westen gerichtet. Der abgefaste Vierkantpfeiler ist 0,30 m breit und tief, sowie 2,20 m hoch. Die Fasen sind beim Fußblock und beim Schulterblock auslaufend. Im oberen Teil des Schulterblocks gibt es ein umlaufendes Gesimse, etwas darüber schließt der Pfeiler mit einer profilierten, 0,55 m breiten und ebenso tiefen Kragenplatte. Auf einem kleinen Sockel steht die Figur des hl. Donatus.

Details

Gemeindename Straning-Grafenberg
Gemeindekennzahl 31130
Ortsübliche Bezeichnung Donatus
Objektkategorie 1714 ( Freiplastiken | religiöse Freiplastiken | sonstige Heilige)

Katastralgemeinde Straning -- GEM Straning-Grafenberg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 2040
Ortschafts- bzw. Ortsteil
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Feldsatz
Längengrad 15.87685
Breitengrad 48.60986

denkmalgeschützt geschuetzt

Höhe (m) 3.55
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 0.55
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.55
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Der Sandstein-Pfeiler mit der Figur des hl. Donatus steht im Ried 'Feldsatz' östlich des Ortsgebietes an einem Feldweg Richtung Sitzendorf und ist nach Westen gerichtet. Der abgefaste Vierkantpfeiler ist 0,30 m breit und tief, sowie 2,20 m hoch. Die Fasen sind beim Fußblock und beim Schulterblock auslaufend. Im oberen Teil des Schulterblocks gibt es ein umlaufendes Gesimse, etwas darüber schließt der Pfeiler mit einer profilierten, 0,55 m breiten und ebenso tiefen Kragenplatte. Auf einem kleinen Sockel steht die Figur des hl. Donatus.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Der Heilige ist in römischer Kleidung dargestellt und trägt auf dem Kopf einen Blätterkranz. Im rechten Arm hält er eine Getreidegarbe.

Zeitkategorie 18. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Laut Dehio-Handbuch wurde die religiöse Freiplastik um 1700 gesetzt.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) Legende des hl. Donatus: Donatus (von Münstereifel) wurde um 140 n.Chr. in Rom geboren. Der Legende nach soll die Mutter des Heiligen, Flaminia, bei einer schweren Krankheit ihres Gatten Faustus an den hl. Gervasius von Mailand um Hilfe gewandt haben. Dieser sagte ihr die Genesung ihres Mannes und die Geburt eines Sohnes voraus. Faustus wurde tatsächlich gesund, und auch Flaminia bekam den versprochenen Sohn. Sie nannte ihn Donatus (der Geschenkte). Flaminia wurde aus Dankbarkeit Christin und erzog auch ihren Sohn im Glauben. Mit 17 Jahre wurde Donatus Soldat. Bei den Markomanneneinfällen an der Donau wurde er und seine Kameraden umzingelt und waren schon dem Verdursten nahe, als nach Gebeten um Regen ein Gewitter Menschen und Tieren Erfrischung brachte. Die Blitze aber zerstörten das Lager der Feinde. Nach diesem Wunder gelobte Donatus, ehelos zu bleiben. Durch Kaiser Marc Aurel wurde er Oberst der Leibwache. Der Legende nach soll Donatus wegen seines Gelübtes die ihm angebotene Ehe mit der Enkelin des Kaisers abgelehnt haben. Deshalb sei er zum Tod verurteilt worden. Seine Mutter bestattete ihn in der Katakombe der hl. Agnes in Rom. In der Mitte des 17. Jahrhunderts sollten die Reliquien der Jesuitenkirche in Münstereifel geschenkt werden. Beim Schlusssegen der Abschiedsmesse schlug der Blitz in die Kirche ein, worauf der Altar und der Pater in Flammen standen. Der Pater rief den hl. Donatus um Hilfe an. Sofort ließen die Schmerzen nach, sodass der Pater den Reliquien, die schon auf dem Weg nach Münstereifel waren, nachreisen konnte. Dies soll sich am 30. Juni 1652 begeben haben. Seither gilt dieser Tag als Gedenktag. Der Heilige wird oft als römischer Soldat mit Fahne, Blitz, Getreidegarbe oder Weinstock dargestellt, auch mit Messer oder einem becherartigen Gefäß. In Niederösterreich gilt er als Patron gegen Unwetter, Blitzschlag, Hagel, Feuer.




Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen 1. Burger Elfriede und Friedrich: Religiöse Kleindenkmäler sowie die Heiligen in Legende und Historie, 3473 Zemling, 1992 2. Dehio-Handbuch: Die Kunstdenkmäler Österreichs - NÖ nördlich der Donau 3. Norbert Wolf: Die Welt der Heiligen (Prestel-Verlag)

Elisabeth Prokop
Datum der Erfassung 2013-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2013-01-01

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