Engel am Kommunalfriedhof

Freiplastiken

Gemeinde: Stadt Salzburg

Zeitkategorie:

Chronik:

Die Skulptur des geflügelten Jünglings ist eine von vier gleichartigen Plastiken, die einst die Brückenpfeiler der Aspernbrücke in Wien bekrönt haben. Die Brückenplastiken waren Werke des Bildhauers Franz Melnitzky (1822-1876), einem von der antiken Bild- und Gedankenwelt geprägten Spätklassizisten. Die 1864 errichtete Brücke, eine Kettenbrücke, führte nahe dem ehemaligen Kriegsministerium in nordöstlicher Richtung über den Donaukanal. Sie war nach jener Schlacht bei Aspern benannt, bei der Erzherzog Carl im Jahre 1809 Napoleon die erste Niederlage beibrachte. Die alte Brücke wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Wie und wann die gegenständliche Skulptur nach Salzburg kam ist ungeklärt.

Beschreibung:

Im südöstlichen Bereich des Salzburger Kommunalfriedhofes liegt das so genannte Anonyme Urnenfeld, auf dem die Aschenurnen unbekannter Verstorbener beigesetzt sind. Im Zentrum des ovalen Feldes hat die Steinplastik eines überlebensgroßen geflügelten Jünglings Aufstellung gefunden. Der nachdenklich nach Norden blickende, sitzende Jüngling ist mit entblößtem Oberkörper dargestellt. In seiner linken Hand hält er einen (Lorbeer-?) Zweig. Seine Züge entsprechen dem klassisch-griechischen Schönheitsideal. Das Gewand, das von seinen Beinen herab fällt, bildet einen reichen Faltenwurf. Zwei mächtige Flügel weisen ihn als engelhaftes Wesen, als Genius aus. Im antiken Griechenland wurden die Zwillingsbrüder Hypnos (der Schlaf) und Thanatos (der Tod) als geflügelte Jünglinge dargestellt.

Details

Gemeindename Stadt Salzburg
Gemeindekennzahl 50101
Ortsübliche Bezeichnung Engel am Kommunalfriedhof
Objektkategorie 1700 ( Freiplastiken | | )

Katastralgemeinde Salzburg -- GEM Stadt Salzburg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 250/2
Ortschafts- bzw. Ortsteil Salzburg Gneis / Kommunalfriedhof
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Gruppe 85 U
Längengrad 13.047773
Breitengrad 47.775235

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 2.2
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 1.3
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 2.5
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sanierungsbedürftig
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen
Die Skulptur weist schwere Frost- und Verwitterungsschäden auf. Eine Sanierung durch einen Steinbildhauer wird empfohlen.

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Im südöstlichen Bereich des Salzburger Kommunalfriedhofes liegt das so genannte Anonyme Urnenfeld, auf dem die Aschenurnen unbekannter Verstorbener beigesetzt sind. Im Zentrum des ovalen Feldes hat die Steinplastik eines überlebensgroßen geflügelten Jünglings Aufstellung gefunden. Der nachdenklich nach Norden blickende, sitzende Jüngling ist mit entblößtem Oberkörper dargestellt. In seiner linken Hand hält er einen (Lorbeer-?) Zweig. Seine Züge entsprechen dem klassisch-griechischen Schönheitsideal. Das Gewand, das von seinen Beinen herab fällt, bildet einen reichen Faltenwurf. Zwei mächtige Flügel weisen ihn als engelhaftes Wesen, als Genius aus. Im antiken Griechenland wurden die Zwillingsbrüder Hypnos (der Schlaf) und Thanatos (der Tod) als geflügelte Jünglinge dargestellt.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Die Skulptur des geflügelten Jünglings ist eine von vier gleichartigen Plastiken, die einst die Brückenpfeiler der Aspernbrücke in Wien bekrönt haben. Die Brückenplastiken waren Werke des Bildhauers Franz Melnitzky (1822-1876), einem von der antiken Bild- und Gedankenwelt geprägten Spätklassizisten. Die 1864 errichtete Brücke, eine Kettenbrücke, führte nahe dem ehemaligen Kriegsministerium in nordöstlicher Richtung über den Donaukanal. Sie war nach jener Schlacht bei Aspern benannt, bei der Erzherzog Carl im Jahre 1809 Napoleon die erste Niederlage beibrachte. Die alte Brücke wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Wie und wann die gegenständliche Skulptur nach Salzburg kam ist ungeklärt.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Österr. Ingenieur- und Architektenverein (Hg.): Technischer Führer durch Wien, Wien 1910, S.196 f. F. Zaisberger, R. Heinisch (Hg.): Leben über den Tod hinaus…, Salzburg 2006.

G.Friedl
Datum der Erfassung 2009-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2009-01-01
letzter Bearbeiter G.Friedl

Standort

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.