Kapelle Reichental, Zens-Kapell

Religiöse KleindenkmälerBildstöckeKapellenbildstöcke

Gemeinde: Waldegg

Zeitkategorie: 19. Jahrhundert, 2. Hälfte

Chronik:

Über die Geschichte des neoromanischen Bauwerkes (Kapelle mit Satteldach) ist wenig bekannt. Klassizistische Merkmale lassen eine Entstehung um 1850 vermuten. Die besondere Bedeutung dürfte in einer Schutzfunktion der nahegelegenen Furt bestanden haben, da hier von mehreren Seiten Verbindungs- und Transportwege zusammen trafen.

Die Kapelle war jahrelang in schlechtem Zustand. Dabei lösten sich Teile von mangelhaften Sanierungen, wodurch die ursprüngliche Putzstruktur zu Tage trat. Im Jahre 2000 wurde die Kapelle von Schülern des Polytechnikums Pernitz unter Aufsicht von Hr. Alfred Ferschin und Hr. Friedrich Pfenning restauriert, wobei auf den Erhalt der historischen Fassadengliederung besonders Wert gelegt wurde.
Auf Grund der witterungsbedingten Schäden erfolgte nun im Jahr 2020 auf Initiative von Hr. Josef Pössl mit Unterstützung des DEV Gemeinde Waldegg und der ansässigen Bevölkerung eine neuerliche Renovierung mit Erneuerung des Daches und der Fassade. Ebenso wurde die Umgebung neu gestaltet.

Beschreibung:

Diese Kapelle befindet sich bei der Bahnhaltestelle „Miesenbach“ in der Nähe der Abzweigung der Gutensteinerstraße B 21 und der Straße in Richtung Miesenbach-Ascher-Puchberg. Bis etwa 1955 führte die alte Landstraße südlich der Bahntrasse direkt an der Kapelle vorbei.

Die Ausrichtung des Gebäudes ist streng nach Norden. Die Ausstattung besteht aus einem Kruzifix sowie einem Gemälde der Hl. Maria. Besondere Attribute sind ein Betschemel sowie die Umrahmung durch zwei Linden (dies ist dem früheren Brauch geschuldet, dass mit der Errichtung von Kleindenkmalen auch Bäume gepflanzt wurden). Das ursprüngliche grün gestrichene Holztor war mit 11 Gitterstäben versehen. Die hochwertig gestaltete Fassade besteht aus einer mit Linien, Bändern und Feldern eingeteilten Putzstruktur. Mit Kellenschnitt wurden die rot eingefärbten Felder und Trennbänder im feinkörnigen Kalkputz vorgezeichnet. Der Sockel ist zementgrau.

Details

Gemeindename Waldegg
Gemeindekennzahl 32332
Ortsübliche Bezeichnung Kapelle Reichental, Zens-Kapell
Objektkategorie 1533 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Kapellenbildstöcke)

Katastralgemeinde Waldegg -- GEM Waldegg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer
Ortschafts- bzw. Ortsteil Reichental
Straße und Hausnummer bzw. Flurname
Längengrad 16.005067
Breitengrad 47.877321

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 2.3
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 2.2
gemessen od. geschätzt geschätzt
Tiefe (m) 2.4
gemessen od. geschätzt geschätzt

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Diese Kapelle befindet sich bei der Bahnhaltestelle „Miesenbach“ in der Nähe der Abzweigung der Gutensteinerstraße B 21 und der Straße in Richtung Miesenbach-Ascher-Puchberg. Bis etwa 1955 führte die alte Landstraße südlich der Bahntrasse direkt an der Kapelle vorbei.

Die Ausrichtung des Gebäudes ist streng nach Norden. Die Ausstattung besteht aus einem Kruzifix sowie einem Gemälde der Hl. Maria. Besondere Attribute sind ein Betschemel sowie die Umrahmung durch zwei Linden (dies ist dem früheren Brauch geschuldet, dass mit der Errichtung von Kleindenkmalen auch Bäume gepflanzt wurden). Das ursprüngliche grün gestrichene Holztor war mit 11 Gitterstäben versehen. Die hochwertig gestaltete Fassade besteht aus einer mit Linien, Bändern und Feldern eingeteilten Putzstruktur. Mit Kellenschnitt wurden die rot eingefärbten Felder und Trennbänder im feinkörnigen Kalkputz vorgezeichnet. Der Sockel ist zementgrau.

Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 19. Jahrhundert, 2. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Über die Geschichte des neoromanischen Bauwerkes (Kapelle mit Satteldach) ist wenig bekannt. Klassizistische Merkmale lassen eine Entstehung um 1850 vermuten. Die besondere Bedeutung dürfte in einer Schutzfunktion der nahegelegenen Furt bestanden haben, da hier von mehreren Seiten Verbindungs- und Transportwege zusammen trafen.

Die Kapelle war jahrelang in schlechtem Zustand. Dabei lösten sich Teile von mangelhaften Sanierungen, wodurch die ursprüngliche Putzstruktur zu Tage trat. Im Jahre 2000 wurde die Kapelle von Schülern des Polytechnikums Pernitz unter Aufsicht von Hr. Alfred Ferschin und Hr. Friedrich Pfenning restauriert, wobei auf den Erhalt der historischen Fassadengliederung besonders Wert gelegt wurde.
Auf Grund der witterungsbedingten Schäden erfolgte nun im Jahr 2020 auf Initiative von Hr. Josef Pössl mit Unterstützung des DEV Gemeinde Waldegg und der ansässigen Bevölkerung eine neuerliche Renovierung mit Erneuerung des Daches und der Fassade. Ebenso wurde die Umgebung neu gestaltet.

Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Kapelle Reichental
Mai 2020
Dr. Herbert Stundner

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Ing. Hans Georg Mössner, Erhebungen und Bauaufnahme 1999
Dehio NÖ Süd, 2003, S. 1603
OSR Josef Mliner, Erhebungen zur Ausstellung 1986, (Sammlung Mößner)

Herbert STUNDNER
Datum der Erfassung 2020-05-23
Datum der letzten Bearbeitung 2021-02-11

Standort

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