Rotes Kreuz

Religiöse KleindenkmälerKreuzeWeg- oder Feldkreuze

Gemeinde: Klein-Pöchlarn

Zeitkategorie: 19. Jahrhundert

Chronik:

Dieses "Rote Kreuz", vermutlich eine Erinnerung an ein während der Franzosenkriege im Jahr 1809 stattgefundenen Gefecht, wurde von Pfarrer Mag. Josef Gornicky, am 21. September 2003 nach einer topografischen Umstellung an die Steinbruchstraße (B3) neu eingeweiht.
Rote Kreuze an der Flur und als Kleindenkmäler haben immer ein gewisses Spektrum an Geheimnissen.
Ihre Bezeichnung könnte von einer Bluttat oder kriegerischen Handlung herrühren, die an diesem Platz geschahen.
Auf Initiative von Karl Haselböck, Landwirt aus Klein Pöchlarn, unterstützt von freiwilligen Helfern aus Klein-Pöchlarn und Firma Drascher aus Pöchlarn, wurde das Kreuz generalsaniert und an die heutige Stelle versetzt.
Laut dem bekannten Heimatforscher Alois Plesser (Er war in Klein-Pöchlarn von 1906- 1937 Pfarrer) könnte dieses Kreuz zur Erinnerung an gefallene Franzosen errichtet worden sein. Tatsache ist, dass am 12.März 1809 eine Kavallerieabteilung, bestehend aus ca. 250 Mann, welche von Grein gegen Emmersdorf zog, zwischen Klein-Pöchlarn und Ebesrdorf von österreichischen Streifkorps mit ca. 120 Mann unter dem k.k. Rittmeister Baron v. MENNINGEN angegriffen wurde. Hiebei wurden 60 Franzosen getötet oder verwundet und 40 gefangen genommen. Der Rest flüchtete Richtung Grein.

Beschreibung:

Zwischen Klein-Pöchlarn und Ebersdorf befindet sich an der Steinbruchstraße (B3) am nördlichen Straßenrand ein sogenanntes Flurkreuz mit der Bezeichnung: "Rotes Kreuz".
Einige Schritte oberhalb befindet sich die ehemalige Donauuferbahntrasse.
Angrenzend und südlich der B3 ist ein kleiner Ausgleichsarm von der Donau mit Schutzdamm angelegt.
Das Kreuz wurde aus Holz und einem zusätzlichen Schutzdach aus Blech gefertigt.
Innerhalb des Kreuzes befindet sich ein polychromer Corpus-Christi der aus Gußeisen gefertigt wurde.
Oberhalb die Botschaft: "INRI"
Das leuchtende rote Holzkreuz steht auf einem gemauerten Steinstufensockel.
Desgleichen ist der Andachtsplatz mit Steinplatten ausgelegt und man kann die Jahreszahl 2003 im Boden erkennen.
Zwei Bäume flankieren die Erinnerungs-, bzw. Gedenkstätte.

Details

Gemeindename Klein-Pöchlarn
Gemeindekennzahl 31516
Ortsübliche Bezeichnung Rotes Kreuz
Objektkategorie 1561 ( Religiöse Kleindenkmäler | Kreuze | Weg- oder Feldkreuze)

Katastralgemeinde Klein-pöchlarn -- GEM Klein-Pöchlarn
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 1389/1
Ortschafts- bzw. Ortsteil Klein-Pöchlarn in Richtung Ebersdorf ( An der B3)
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Annat
Längengrad 15.2371
Breitengrad 48.2214

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 2.52
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 1.31
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.2
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Zwischen Klein-Pöchlarn und Ebersdorf befindet sich an der Steinbruchstraße (B3) am nördlichen Straßenrand ein sogenanntes Flurkreuz mit der Bezeichnung: "Rotes Kreuz".
Einige Schritte oberhalb befindet sich die ehemalige Donauuferbahntrasse.
Angrenzend und südlich der B3 ist ein kleiner Ausgleichsarm von der Donau mit Schutzdamm angelegt.
Das Kreuz wurde aus Holz und einem zusätzlichen Schutzdach aus Blech gefertigt.
Innerhalb des Kreuzes befindet sich ein polychromer Corpus-Christi der aus Gußeisen gefertigt wurde.
Oberhalb die Botschaft: "INRI"
Das leuchtende rote Holzkreuz steht auf einem gemauerten Steinstufensockel.
Desgleichen ist der Andachtsplatz mit Steinplatten ausgelegt und man kann die Jahreszahl 2003 im Boden erkennen.
Zwei Bäume flankieren die Erinnerungs-, bzw. Gedenkstätte.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Dieses "Rote Kreuz" an dieser Stelle befindet sich unter dem Wasserspiegelniveau vom Donaustrom.

Zeitkategorie 19. Jahrhundert
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Dieses "Rote Kreuz", vermutlich eine Erinnerung an ein während der Franzosenkriege im Jahr 1809 stattgefundenen Gefecht, wurde von Pfarrer Mag. Josef Gornicky, am 21. September 2003 nach einer topografischen Umstellung an die Steinbruchstraße (B3) neu eingeweiht.
Rote Kreuze an der Flur und als Kleindenkmäler haben immer ein gewisses Spektrum an Geheimnissen.
Ihre Bezeichnung könnte von einer Bluttat oder kriegerischen Handlung herrühren, die an diesem Platz geschahen.
Auf Initiative von Karl Haselböck, Landwirt aus Klein Pöchlarn, unterstützt von freiwilligen Helfern aus Klein-Pöchlarn und Firma Drascher aus Pöchlarn, wurde das Kreuz generalsaniert und an die heutige Stelle versetzt.
Laut dem bekannten Heimatforscher Alois Plesser (Er war in Klein-Pöchlarn von 1906- 1937 Pfarrer) könnte dieses Kreuz zur Erinnerung an gefallene Franzosen errichtet worden sein. Tatsache ist, dass am 12.März 1809 eine Kavallerieabteilung, bestehend aus ca. 250 Mann, welche von Grein gegen Emmersdorf zog, zwischen Klein-Pöchlarn und Ebesrdorf von österreichischen Streifkorps mit ca. 120 Mann unter dem k.k. Rittmeister Baron v. MENNINGEN angegriffen wurde. Hiebei wurden 60 Franzosen getötet oder verwundet und 40 gefangen genommen. Der Rest flüchtete Richtung Grein.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Rotes Kreuz in Klein - Pöchlarn
April 2021
Archiv Erich Köberl

Rotes Kreuz in Klein - Pöchlarn
April 2021
Archiv Erich Köberl

Rote Kreuz - Östlich von Klein - Pöchlarn
April 2021
Archiv Erich Köberl

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen 1) - Mit Herrn Horst Erhart gesprochen
2) - Literatur von Herrn Horst Erhart
3) - Literatur Heimatforscher - Dechant Alois Plesser
4) - Auszug- Melker Zeitung, Woche 22/2010
3) - Wanderkarte aus der Umgebung Klein- Pöchlarn

Erich Köberl
Datum der Erfassung 2021-07-01
Datum der letzten Bearbeitung 2023-08-14

Standort

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