Krammer-Kapelle

Religiöse KleindenkmälerKapellen und GrottenKapellen

Gemeinde: Zistersdorf

Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Die Krammer-Kapelle wurde 1904 vom Ziegeleibesitzer Johann Krammer und seiner Frau Anna im Auwald erbaut. Angeblich war der Anlass eine überstandene Krankheit.
Renovierungen erfolgten im Jahr 1982 und 2021.

Beschreibung:

Die Krammer-Kapelle (auch Barbara-Kapelle) ist eine aus unverputzten Ziegeln gemauerte Kapelle, die auf einer kleinen Lichtung mitten im Auwald steht. Auf ihrer nach Süden ausgerichteten Vorderseite befindet sich eine schmiedeeiserne, schön verzierte Rundbogentür, durch die man ins Innere gelangt. Über der Tür ist eine Inschriftentafel aus Marmor angebracht auf der folgendes zu lesen ist: "Erbaut von Johann und Anna Krammer 1904".
Auf der nach Westen ausgerichtete Seite befindet sich eine Rundbogennische, die vermutlich bei einer Renovierung im Jahr 1982 mit einem verschließbaren Gitterrahmen mit einem rechteckigen Ausschnitt, der oben trapezförmig abschließt, versehen wurde. Auf dem Rahmen befinden sich metallene Blumen, darüber die Inschrift "Rest. 1982". In der Nische befindet sich eine polychrome Mariendarstellung mit Kind.
Die vier Ecken der Kapelle weisen jeweils eine Strebepfeilergruppe auf, die auf ihren abgeschrägten Oberseite mit glasierten Ziegeln gedeckt sind. Zusätzlich befinden sich hier auch glasierte Wasserspeier. Der Sockel der Kapelle springt etwas hervor. Die erste Reihe des Gesimses ist aus leicht hervorspringenden Ziegeln gestaltet, die zweite und dritte Reihe jeweils aus schräg gestellten und versetzten Ziegeln. Die letzte Reihe des Gesimses bildet eine stehende Reihe Ziegel.
Das Dach ist ein sogenanntes Kreuzdach mit Biberschwanzdeckung. Ursprünglich dürfte das Dach aber mit Strangfalzziegel gedeckt gewesen sein. Die vier Giebel sind mit Holz verblendet. Auf der Südseite mit einem kreuzförmigen Ausschnitt, westseitig ein herzförmiger und auf dem nach Osten ausgerichteten Giebel befindet sich eine Sonnenuhr mit herzförmigen Ausschnitt. Die Holzverblendungen, die auf profilierten Kragstützen ruhen, wurden bei einer Renovierung erneuert, dürften aber ursprünglich ähnlich gestaltet gewesen sein. Bekrönt wird das Dach von einem schön gestalteten, filigranen lateinischen Kreuz aus Metall.
Der Boden im Inneren ist mit Zementfliesen mit ornamentalen Motiven gefliest, zusätzlich auch mit Fliesen mit der Inschrift "1904".
Über dem Tischaltar befindet sich ein großes Gnadenbild: Die Basilika Mariazell, darüber die Mutter-Gottes schwebend auf einer Wolke über der Kirche, dazu eine Rosengirlande. An der rechten Wand eine Widmungstafel mit dem Text "Den Kameraden der Gebirgstruppe". Den Innenraum ist zusätzlich mit vielen Kerzen, Kreuzen und Blumen geschmückt.
Leider wurde der Hauptteil der Kapelle über dem Sockel irgendwann mit roter Farbe gestrichen und die Fugen mit schwarzer Farbe nachgezogen.

Details

Gemeindename Zistersdorf
Gemeindekennzahl 30863
Ortsübliche Bezeichnung Krammer-Kapelle
Objektkategorie 1512 ( Religiöse Kleindenkmäler | Kapellen und Grotten | Kapellen)

Katastralgemeinde Zistersdorf -- GEM Zistersdorf
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 2058/1
Ortschafts- bzw. Ortsteil Zistersdorf
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Auwald
Längengrad 16.72831
Breitengrad 48.54349

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 4.1
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 3.5
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 3.5
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen
Glasierte Dachziegel ergänzen.

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Die Krammer-Kapelle (auch Barbara-Kapelle) ist eine aus unverputzten Ziegeln gemauerte Kapelle, die auf einer kleinen Lichtung mitten im Auwald steht. Auf ihrer nach Süden ausgerichteten Vorderseite befindet sich eine schmiedeeiserne, schön verzierte Rundbogentür, durch die man ins Innere gelangt. Über der Tür ist eine Inschriftentafel aus Marmor angebracht auf der folgendes zu lesen ist: "Erbaut von Johann und Anna Krammer 1904".
Auf der nach Westen ausgerichtete Seite befindet sich eine Rundbogennische, die vermutlich bei einer Renovierung im Jahr 1982 mit einem verschließbaren Gitterrahmen mit einem rechteckigen Ausschnitt, der oben trapezförmig abschließt, versehen wurde. Auf dem Rahmen befinden sich metallene Blumen, darüber die Inschrift "Rest. 1982". In der Nische befindet sich eine polychrome Mariendarstellung mit Kind.
Die vier Ecken der Kapelle weisen jeweils eine Strebepfeilergruppe auf, die auf ihren abgeschrägten Oberseite mit glasierten Ziegeln gedeckt sind. Zusätzlich befinden sich hier auch glasierte Wasserspeier. Der Sockel der Kapelle springt etwas hervor. Die erste Reihe des Gesimses ist aus leicht hervorspringenden Ziegeln gestaltet, die zweite und dritte Reihe jeweils aus schräg gestellten und versetzten Ziegeln. Die letzte Reihe des Gesimses bildet eine stehende Reihe Ziegel.
Das Dach ist ein sogenanntes Kreuzdach mit Biberschwanzdeckung. Ursprünglich dürfte das Dach aber mit Strangfalzziegel gedeckt gewesen sein. Die vier Giebel sind mit Holz verblendet. Auf der Südseite mit einem kreuzförmigen Ausschnitt, westseitig ein herzförmiger und auf dem nach Osten ausgerichteten Giebel befindet sich eine Sonnenuhr mit herzförmigen Ausschnitt. Die Holzverblendungen, die auf profilierten Kragstützen ruhen, wurden bei einer Renovierung erneuert, dürften aber ursprünglich ähnlich gestaltet gewesen sein. Bekrönt wird das Dach von einem schön gestalteten, filigranen lateinischen Kreuz aus Metall.
Der Boden im Inneren ist mit Zementfliesen mit ornamentalen Motiven gefliest, zusätzlich auch mit Fliesen mit der Inschrift "1904".
Über dem Tischaltar befindet sich ein großes Gnadenbild: Die Basilika Mariazell, darüber die Mutter-Gottes schwebend auf einer Wolke über der Kirche, dazu eine Rosengirlande. An der rechten Wand eine Widmungstafel mit dem Text "Den Kameraden der Gebirgstruppe". Den Innenraum ist zusätzlich mit vielen Kerzen, Kreuzen und Blumen geschmückt.
Leider wurde der Hauptteil der Kapelle über dem Sockel irgendwann mit roter Farbe gestrichen und die Fugen mit schwarzer Farbe nachgezogen.

Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 20. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Die Krammer-Kapelle wurde 1904 vom Ziegeleibesitzer Johann Krammer und seiner Frau Anna im Auwald erbaut. Angeblich war der Anlass eine überstandene Krankheit.
Renovierungen erfolgten im Jahr 1982 und 2021.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Krammer-Kapelle Zistersdorf
8. Juli 2024
Karina Goldmann

Krammer-Kapelle Zistersdorf
8. Juli 2024
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Krammer-Kapelle Zistersdorf
8. Juli 2024
Karina Goldmann

Krammer-Kapelle Zistersdorf
1910
Unbekannt

Krammer-Kapelle Zistersdorf
2007
Georg Lederbauer

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen eigene Erhebungen

Karina Goldmann
Datum der Erfassung 2024-07-09
Datum der letzten Bearbeitung 2024-07-10
letzter Bearbeiter Karina Goldmann

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