Marterl am Bahnübergang

Religiöse KleindenkmälerMarterl

Gemeinde: Langenlois

Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Drei Mitarbeiter der Stift Zwettlschen Gutsverwaltung Gobelsburg, Franz Heichinger, Josef Pulitzky und Theresia Brunnthaler, fanden am 1. September 1949 auf dem Weg zur Arbeitsstätte einen tragischen Tod. Der Traktorfahrer der Gutsverwaltung fuhr mit zwei Anhängern zu einem Arbeitseinsatz auf ein Feld zwischen Kammern und Langenlois. In dem Augenblick, als der Traktor mit den Anhängern den Bahnkörper übersetzte, passierte ein außerfahrplanmäßiger Leerzug die Stelle und erfasste den letzten Anhänger, auf dem acht Personen mitgefahren waren. Die mitfahrenden Landarbeiter hatten den Zug herankommen, gesehen, fünf von ihnen konnten im letzten Augenblick noch abspringen, den anderen gelang das nicht mehr. Heichinger (43 J.) starb noch an der Unfallstelle, Frau Brunnthaller (46 J.) erlag auf dem Weg ins Krankenhaus ihren Verletzungen, Politzky (63 J.) starb im Krankenhaus. Die drei Opfer wurden am 5. September in Gobelsburg beerdigt.

Beschreibung:

Das Marterl, ein Gusseisenkreuz, steht unmittelbar vor dem Bahnübergang bei der Zughaltestelle Gobelsburg, vom Ortszentrum kommend rechter Hand. Der in einem Betonsockel verankerte Schaft des Kreuzes spaltet sich am Fuß in eine Art gotischen Gewölbebogen auf und birgt eine Figur (Auferstandener?) mit Kreuz und Kelch. Das schwarz gestrichene Kreuz ist durchbrochen und mit einem Kruzifixus versehen, die Balkenenden sind filigran ausgestaltet. Am Betonsockel hängt eine Laterne, am Kreuzschaft ist eine scheibenförmige und mit Blätterkranz umrandete Tafel angebracht, die die Namen und das Datum der an dieser Stelle Verunglückten vermerkt.

Details

Gemeindename Langenlois
Gemeindekennzahl 31322
Ortsübliche Bezeichnung Marterl am Bahnübergang
Objektkategorie 1540 ( Religiöse Kleindenkmäler | Marterl | )

Katastralgemeinde Gobelsburg -- GEM Langenlois
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 2470/2
Ortschafts- bzw. Ortsteil Gobelsburg
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Bahnübergang
Längengrad 15.70175
Breitengrad 48.46225

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 1.8
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 0.48
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.2
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Das Marterl, ein Gusseisenkreuz, steht unmittelbar vor dem Bahnübergang bei der Zughaltestelle Gobelsburg, vom Ortszentrum kommend rechter Hand. Der in einem Betonsockel verankerte Schaft des Kreuzes spaltet sich am Fuß in eine Art gotischen Gewölbebogen auf und birgt eine Figur (Auferstandener?) mit Kreuz und Kelch. Das schwarz gestrichene Kreuz ist durchbrochen und mit einem Kruzifixus versehen, die Balkenenden sind filigran ausgestaltet. Am Betonsockel hängt eine Laterne, am Kreuzschaft ist eine scheibenförmige und mit Blätterkranz umrandete Tafel angebracht, die die Namen und das Datum der an dieser Stelle Verunglückten vermerkt.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Das Marterl ist ein Gedenkkreuz für die Opfer eines Unfalls im Jahr 1949; die Tafel am Kreuzschaft hat folgenden Inhalt: Hier verunglückten am 1. 9. 1949 Heichinger Fr. Brunnthaller Th. Pulitzky J.

Zeitkategorie 20. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Drei Mitarbeiter der Stift Zwettlschen Gutsverwaltung Gobelsburg, Franz Heichinger, Josef Pulitzky und Theresia Brunnthaler, fanden am 1. September 1949 auf dem Weg zur Arbeitsstätte einen tragischen Tod. Der Traktorfahrer der Gutsverwaltung fuhr mit zwei Anhängern zu einem Arbeitseinsatz auf ein Feld zwischen Kammern und Langenlois. In dem Augenblick, als der Traktor mit den Anhängern den Bahnkörper übersetzte, passierte ein außerfahrplanmäßiger Leerzug die Stelle und erfasste den letzten Anhänger, auf dem acht Personen mitgefahren waren. Die mitfahrenden Landarbeiter hatten den Zug herankommen, gesehen, fünf von ihnen konnten im letzten Augenblick noch abspringen, den anderen gelang das nicht mehr. Heichinger (43 J.) starb noch an der Unfallstelle, Frau Brunnthaller (46 J.) erlag auf dem Weg ins Krankenhaus ihren Verletzungen, Politzky (63 J.) starb im Krankenhaus. Die drei Opfer wurden am 5. September in Gobelsburg beerdigt.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Über den Unfallhergang berichtet ausführlich die Kremser Zeitung. Wochenblatt für Niederösterreich. 80. Jg., Nr. 36 vom 8. Sept. 1949.

Johann Ennser, Adolf Hauer
Datum der Erfassung 2011-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2011-01-01

Standort

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