Khevenhüllerwappen

Freiplastikenprofane FreiplastikenKaiserhausdenkmäler

Gemeinde: Weitersfeld

Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Früher befand sich dieses Wappen auf dem Torbogen der Einfahrt zum Maierhof. Nach dem Einsturz des Torbogens wurde es an die Mauer des Schüttkastens montiert (ca. 1935).

Beschreibung:

Sandsteinwappen mit Verzierung, das von zwei Löwen gehalten wird. Das Stammwappen der Khevenhüller ist ein in der Mitte quergeteilter Schild. Im oberen Feld, eine Eichel, auf deren Stängel beiderseits ein Eichenblatt zu erkennen ist. Das untere Feld wird mit einem Band, Fluss oder einer Straße belegt. Das heutige Aussehen des Wappens der Fürsten Khevenhüller-Metsch nach den Diplomen vom 20. und 30. XII. 1763 ergibt sich aus dem alten Stammwappen der Khevenhüller, welches nach Erhebung der Khevenhüller in den Freiherrnstand 1566 und durch Beifügung der Wappen abgestorbener, angeheirateter vermehrt wurde. Der eigentliche Wappenschild wird in 18 gleich große Felder geteilt. Die Fürsten Khevenhüller führen über dem gräflichen Wappen das fünffeldige angeerbte Metschsche Wappen. Am 3. März 1752 erfolgte nach Heirat des Johann Joseph Graf Khevenhüller mit Karoline Maria Augustina Gräfin von Metsch die Wappenvereinigung mit jenem des Grafen Johann Adolf von Metsch zu Khevenhüller-Metsch.

Details

Gemeindename Weitersfeld
Gemeindekennzahl 31129
Ortsübliche Bezeichnung Khevenhüllerwappen
Objektkategorie 1722 ( Freiplastiken | profane Freiplastiken | Kaiserhausdenkmäler)

Katastralgemeinde Weitersfeld -- GEM Weitersfeld
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 176
Ortschafts- bzw. Ortsteil Weitersfeld
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Schüttkasten
Längengrad 15.81238
Breitengrad 48.78418

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 0.9
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 1.35
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.25
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sanierungsbedürftig
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Sandsteinwappen mit Verzierung, das von zwei Löwen gehalten wird. Das Stammwappen der Khevenhüller ist ein in der Mitte quergeteilter Schild. Im oberen Feld, eine Eichel, auf deren Stängel beiderseits ein Eichenblatt zu erkennen ist. Das untere Feld wird mit einem Band, Fluss oder einer Straße belegt. Das heutige Aussehen des Wappens der Fürsten Khevenhüller-Metsch nach den Diplomen vom 20. und 30. XII. 1763 ergibt sich aus dem alten Stammwappen der Khevenhüller, welches nach Erhebung der Khevenhüller in den Freiherrnstand 1566 und durch Beifügung der Wappen abgestorbener, angeheirateter vermehrt wurde. Der eigentliche Wappenschild wird in 18 gleich große Felder geteilt. Die Fürsten Khevenhüller führen über dem gräflichen Wappen das fünffeldige angeerbte Metschsche Wappen. Am 3. März 1752 erfolgte nach Heirat des Johann Joseph Graf Khevenhüller mit Karoline Maria Augustina Gräfin von Metsch die Wappenvereinigung mit jenem des Grafen Johann Adolf von Metsch zu Khevenhüller-Metsch.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 20. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Früher befand sich dieses Wappen auf dem Torbogen der Einfahrt zum Maierhof. Nach dem Einsturz des Torbogens wurde es an die Mauer des Schüttkastens montiert (ca. 1935).
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) Die Erklärung der einzelnen Wappenfelder lässt mit aller Deutlichkeit die stattgefundene 'Wappenvermehrung' – vor allem durch Verehelichung mit anderen Adelsgeschlechtern – im Laufe der Jahrhunderte einsichtig werden (von links nach rechts): 1. Reihe (= Metsch, deren Stammwappen, Reichsfreiherrenstand, Reichsgrafen). Bei der Wappenvermehrung durch jenes der Reichgrafen Metsch hat man den fürstlichen Schild gewählt, nur durch die oberste = erste Reihe vermehrt. Feld 1: in Silber ein blauer Sparren Feld 2: in Rot drei aus einer goldenen Krone hervortretende goldene Straußenfedern Feld 3 & 4 zusammen gesehen: der Reichsadler Feld 5 & 6: Figuren wie 1 & 2, nur in umgekehrter Reihenfolge 2. Reihe Feld 7 & 18: auf schwarzem Grund je eine aus dem oberen zweier goldener Schrägströme wachsende goldene Eichel an einem zweiblättrigen goldenen Stiel (= sehr verändertes Stammwappen der Khevenhüller) Feld 8 & 9 als auch Feld 16 & 17 Zusammen gesehen: gespalten – links, auf silbernem Grund fünf durchgehende schwarze Spitzen, rechts, schwarzer Grund (= Weisspriach) Feld 10 & 11 zusammen gesehen, ebenso wie Feld 14 & 15: gespalten in einen silbernen und roten Grund, auf dem jeweils 2 offene Flügel zu erkennen sind (= Kellerberg) 3. Reihe Feld 12 & 13: auf silbernem Grund ein gekrönter, goldbewehrter, mit goldenem Brustmond versehener schwarzer Adler (= Frankenberg) Felder 9, 10, 15, 16: darauf liegt ein gespaltener Herzschild: links auf blauem Grund ein grüner Dreiberg, darauf eine linksgekehrte Eule mit goldener Krone, darauf drei Pfauenfedern (= Auffenstein), rechts: geteilt in schwarz und gold, die untere Hälfte 12fach 'geschacht', jedes Schachfeld mit einer goldenen Kugel belegt (= Mannsdorf).



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Schmidt, Friedrich / Sprung, Rupert: Flurdenkmale - Stille Zeugen unserer Gesellschaft, Weitersfeld, 2009, S. 354/355, Wfd 39. Erklärung des Wappens aus Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien), Archiv Khevenhüller.

Rupert Sprung
Datum der Erfassung 2009-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2015-08-11

Standort

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