Schmiedkapelle

Religiöse KleindenkmälerBildstöckeKapellenbildstöcke

Gemeinde: Strobl

Zeitkategorie: 19. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Das alte Schmiedhaus, dem die Kapelle ihren Namen verdankt, wurde um das Jahr 1803 errichtet. Der Hausname ist auf Erasmus Zuckerstätter, von Beruf Schmied, zurückzuführen. Später war das Haus auch unter dem Namen 'Schmied Asi' bekannt. Die Schmiedkapelle wurde im Jahr 1845 erbaut. Das Grundstück gehörte ursprünglich zum Weißenbacherhof und wurde später von Anton Taglöhner erworben. Im Jahr 1960 übernahm die Gemeinde Strobl die Kapelle und sorgte für deren Renovierung (u.a. Dachstuhl, Schindel).

Beschreibung:

Die Schmiedkapelle steht in der Nähe des Schmiedhauses an der Weißenbachbrücke. Der Kapellenbildstock ist über quadratischem Grundriss gemauert, mit grobem Rieselwurf verputzt und weiß gestrichen. Die Wetterseite im Westen ist mit einem Schindelmantel verkleidet. Das Zeltdach ist mit Holzschindeln gedeckt und wird von einem aus Kugel und Kleeblattkreuz bestehendem Aufsatz gekrönt. Eine stichbogige Öffnung an der Südseite bildet den Zugang zum Andachtsraum. An den Seitenwänden bieten je zwei Bänke Gelegenheit zum Verweilen.

Details

Gemeindename Strobl
Gemeindekennzahl 50336
Ortsübliche Bezeichnung Schmiedkapelle
Objektkategorie 1533 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Kapellenbildstöcke)

Katastralgemeinde Aigen -- GEM Strobl
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 427/1
Ortschafts- bzw. Ortsteil Aigen
Straße und Hausnummer bzw. Flurname
Längengrad 13.51508
Breitengrad 47.716268

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 4.5
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 4
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 4
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Die Schmiedkapelle steht in der Nähe des Schmiedhauses an der Weißenbachbrücke. Der Kapellenbildstock ist über quadratischem Grundriss gemauert, mit grobem Rieselwurf verputzt und weiß gestrichen. Die Wetterseite im Westen ist mit einem Schindelmantel verkleidet. Das Zeltdach ist mit Holzschindeln gedeckt und wird von einem aus Kugel und Kleeblattkreuz bestehendem Aufsatz gekrönt. Eine stichbogige Öffnung an der Südseite bildet den Zugang zum Andachtsraum. An den Seitenwänden bieten je zwei Bänke Gelegenheit zum Verweilen.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Ein geschmiedetes Gitter schützt den Altarraum, in dem ein Marienbild verehrt wird. Die gerahmte Darstellung zeigt die Krönung Mariens. Im oberen Teil des Bildes ist die Hl. Dreifaltigkeit zu sehen. Gott Vater mit Zepter und Weltkugel, Jesus mit dem Kreuz und darüber der Hl. Geist in Form einer weißen Taube. Umgeben ist die Heilige Dreifaltigkeit von einem Wolkenband, das symbolisch für den Himmel steht. Gott Vater und Jesus halten eine Krone über das Haupt Marias. Die Gottes Mutter selbst schwebt über einer Mondsichel und zertritt mit ihren Füßen eine Schlange. Im linken unteren Bildrand ist der Hl. Wolfgang mit Hacke und rechts der Hl. Nikolaus mit drei goldenen Äpfeln dargestellt. Die beiden sind die Kirchenpatrone von St. Wolfgang und Bad Ischl. Die Bildinschrift lautet: 'Wir liegen hier vor deinem Thron / Ach sieh, o Vater auf uns Arme / Und du o Mutter bitt beim Sohn / damit er unser sich erbarme'

Zeitkategorie 19. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Das alte Schmiedhaus, dem die Kapelle ihren Namen verdankt, wurde um das Jahr 1803 errichtet. Der Hausname ist auf Erasmus Zuckerstätter, von Beruf Schmied, zurückzuführen. Später war das Haus auch unter dem Namen 'Schmied Asi' bekannt. Die Schmiedkapelle wurde im Jahr 1845 erbaut. Das Grundstück gehörte ursprünglich zum Weißenbacherhof und wurde später von Anton Taglöhner erworben. Im Jahr 1960 übernahm die Gemeinde Strobl die Kapelle und sorgte für deren Renovierung (u.a. Dachstuhl, Schindel).
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Gespräch mit Adolf Zuckerstätter; Chronik von Strobl am Wolfgangsee, Naturraum, Geschichte und Stehrer, Johann (Hg.): Kultur einer Gemeinde im Salzkammergut. Eigenverlag der Gemeinde Strobl 1998.

Irma Hillebrand
Datum der Erfassung 2010-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2010-01-01
letzter Bearbeiter Irma Hillebrand

Standort

Kommentare

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.