Troadkasten beim Arnestbauern

KleinspeicherGetreidespeicher

Gemeinde: Strobl

Zeitkategorie: 19. Jahrhundert, 2. Hälfte

Chronik:

Während des Krieges war es Vorschrift eine bestimmte Menge Getreide anzubauen, um die Bevölkerung vor zu großer Hungersnot zu bewahren. Der Getreideanbau endete auf den meisten Gütern bald nach dem zweiten Weltkrieg. Der karge oft steinige Boden war nicht sehr geeignet für den Anbau von Getreide. Der Ackerbau spielte in Strobl nie eine größere Rolle, obwohl fast jeder Bauer sein eigenes Brotgetreide und dazu Flachs oder Hanf anbaute. Der Troadkasten wurde zwischenzeitlich als Werkstatt genutzt und steht derzeit leer.

Beschreibung:

Der zum Arnestgut gehörende, zweigeschossige Getreidekasten ist im unteren Bereich über rechteckigem Grundriss aus Feldsteinen gemauert und anschließend mit Kanthölzern in Schwalbenschwanzverzinkung aufgezimmert. Das Satteldach ist im Osten mit Schopf ausgeführt. Im Osten wurde nachträglich ein Schuppen mit abgeschlepptem Dach angefügt. An der südseitigen Wand hängen Rechen und verschiedenes bäuerliches Werkzeug. Der gemauerte Teil wurde als Keller verwendet. Hier wurden hauptsächlich Erdäpfel, aber auch Butter, Obst und Gemüse eingelagert. Im mittleren Teil des Troadkasten wurde nach Sorten getrennt, das Getreide in Truhen aufbewahrt. Das Samengetreide wurde extra gereinigt und sehr sorgfältig gelagert, bis es ausgesät wurde. Das ausgedroschene Stroh kam auf den Strohstock im oberen Stock. Ein Teil vom Stroh wurde zum Füllen der Strohsäcke benötigt und das übrige als Einstreu verwendet.

Details

Gemeindename Strobl
Gemeindekennzahl 50336
Ortsübliche Bezeichnung Troadkasten beim Arnestbauern
Objektkategorie 2110 ( Kleinspeicher | Getreidespeicher | )

Katastralgemeinde Strobl -- GEM Strobl
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 156
Ortschafts- bzw. Ortsteil Strobl
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Nr. 2
Längengrad 13.456309
Breitengrad 47.712947

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m)
gemessen od. geschätzt --
Breite (m) 4
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 10
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Der zum Arnestgut gehörende, zweigeschossige Getreidekasten ist im unteren Bereich über rechteckigem Grundriss aus Feldsteinen gemauert und anschließend mit Kanthölzern in Schwalbenschwanzverzinkung aufgezimmert. Das Satteldach ist im Osten mit Schopf ausgeführt. Im Osten wurde nachträglich ein Schuppen mit abgeschlepptem Dach angefügt. An der südseitigen Wand hängen Rechen und verschiedenes bäuerliches Werkzeug. Der gemauerte Teil wurde als Keller verwendet. Hier wurden hauptsächlich Erdäpfel, aber auch Butter, Obst und Gemüse eingelagert. Im mittleren Teil des Troadkasten wurde nach Sorten getrennt, das Getreide in Truhen aufbewahrt. Das Samengetreide wurde extra gereinigt und sehr sorgfältig gelagert, bis es ausgesät wurde. Das ausgedroschene Stroh kam auf den Strohstock im oberen Stock. Ein Teil vom Stroh wurde zum Füllen der Strohsäcke benötigt und das übrige als Einstreu verwendet.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 19. Jahrhundert, 2. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Während des Krieges war es Vorschrift eine bestimmte Menge Getreide anzubauen, um die Bevölkerung vor zu großer Hungersnot zu bewahren. Der Getreideanbau endete auf den meisten Gütern bald nach dem zweiten Weltkrieg. Der karge oft steinige Boden war nicht sehr geeignet für den Anbau von Getreide. Der Ackerbau spielte in Strobl nie eine größere Rolle, obwohl fast jeder Bauer sein eigenes Brotgetreide und dazu Flachs oder Hanf anbaute. Der Troadkasten wurde zwischenzeitlich als Werkstatt genutzt und steht derzeit leer.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)


Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Johann Stehrer: Strobl am Wolfgangsee. Naturraum, Geschichte und Kultur einer Gemeinde im Salzkammergut. Eigenverlag der Gemeinde Strobl 1998.

Irma Hillebrand
Datum der Erfassung 2012-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2012-01-01

Standort

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