Waldandacht Mariengrotte

Religiöse KleindenkmälerKapellen und GrottenGrotten

Gemeinde: Weissenbach an der Triesting

Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

In der Pfarrchronik kann man die Geschichte der Waldandacht nachlesen:

1909: Die Baronin Leopoldine Pittel beauftragte Herrn Lechner, Niemtal Nr. 6, in dem Naturfelsen eine Grotte auszubrechen. Darin wurde eine Lourdes-Statue aufgestellt und das kleine Heiligtum geweiht.

1945: Die schon sehr verwitterte Statue soll von einer Granate getroffen worden sein. Sie konnte nicht mehr repariert werden und wurde entfernt.

1953: Eine neue Statue (Holz aus Hafnerberg) wurde in der Grotte aufgestellt. Herr Albert Freundlich spendete sie als Dank für die glückliche Heimkehr aus dem Krieg. Schon zwei Jahre vorher hatte er die Grotte vertiefen und ausbauen lassen. Alle anderen Anlagen baute die Katholische Jugend aus eigener Initiative aus und richtete die Wege. Am 15. August 1953 wurde die Waldandacht feierlich geweiht.

1962: Die Marienstatue, die unter Witterungseinflüssen gelitten hatte, wurde von Johann Pechhacker aus Neuhaus renoviert.

1976: Nach einem Vandalenakt (Blumenbehälter zertrümmert, das in der Nähe befindliche Eisenkreuz ausgerissen und in den Abgrund geschleudert) wurde die Statue sicherheitshalber entfernt und kam in den Pfarrhof.
Im Zusammenhang mit der bischöflichen Visitation im Jahre 1976 schenkte Erzbischof Dr. Franz Jachym der Pfarre eine große Statue aus dem erzbischöflichen Depot in Wien. Pfarrer Salmhofer stellte sie unter den Schutz der Gemeinde, die die Restaurierung der Statue und Erweiterung der Grotte durchführen ließ.

2001: Die bisher in der Waldandacht aufgestellte Statue (= die von Dr. Jachym) wird nach gründlicher Restaurierung in der Hauskapelle im Pfarrhof vewendet. Die ursprüngliche Lourdes-madonna (= die aus dem jahre 1953) wurde wieder in der Grotte aufgestellt.

Alljährlich findet bei der Waldandacht eine Maiandacht statt.

Beschreibung:

"Waldandacht" wird eine Lourdesgrotte genannt, die künstlich gebildet wurde, wie das Mauerwerk erkennen lässt. Ein mächtiger Felsblock weist eine mit einem Eisengitter versehene hohe Rundbogennische auf, die Grotte, in der sich in den Sommemonaten eine Muttergottesstatue befindet. Während der kalten Jahreszeit wird die Statue herausgenommen, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen.

Unter der Nische ist eine kleine Tafel angebracht: "1909 wurde die Waldandacht errichtet, 1945 wurde sie zerstört, 1953 wurde sie von der Katholischen Jugend renoviert", oberhalb der Nische befindet sich ein kleines Kreuz, das die "Krone" der Katholischen Jugend und die Jahreszahl 1953 zeigt.

Durch die Marienerscheinungen der Bernadette Soubirous im Jahr 1858 in Lourdes in Frankreich wurden um 1900 zahlreiche Lourdesgrotten mit der Statue der Madonna im weißen Gewand mit blauem Gürtel errichtet.

Details

Gemeindename Weissenbach an der Triesting
Gemeindekennzahl 30645
Ortsübliche Bezeichnung Waldandacht Mariengrotte
Objektkategorie 1511 ( Religiöse Kleindenkmäler | Kapellen und Grotten | Grotten)

Katastralgemeinde Weißenbach an der Triesting -- GEM Weissenbach an der Triesting
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 137/3
Ortschafts- bzw. Ortsteil Weissenbach
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Geyerberg
Längengrad 16.0325
Breitengrad 47.9813889

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 2.1
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 0.55
gemessen od. geschätzt geschätzt
Tiefe (m)
gemessen od. geschätzt --

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) "Waldandacht" wird eine Lourdesgrotte genannt, die künstlich gebildet wurde, wie das Mauerwerk erkennen lässt. Ein mächtiger Felsblock weist eine mit einem Eisengitter versehene hohe Rundbogennische auf, die Grotte, in der sich in den Sommemonaten eine Muttergottesstatue befindet. Während der kalten Jahreszeit wird die Statue herausgenommen, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen.

Unter der Nische ist eine kleine Tafel angebracht: "1909 wurde die Waldandacht errichtet, 1945 wurde sie zerstört, 1953 wurde sie von der Katholischen Jugend renoviert", oberhalb der Nische befindet sich ein kleines Kreuz, das die "Krone" der Katholischen Jugend und die Jahreszahl 1953 zeigt.

Durch die Marienerscheinungen der Bernadette Soubirous im Jahr 1858 in Lourdes in Frankreich wurden um 1900 zahlreiche Lourdesgrotten mit der Statue der Madonna im weißen Gewand mit blauem Gürtel errichtet.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 20. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) In der Pfarrchronik kann man die Geschichte der Waldandacht nachlesen:

1909: Die Baronin Leopoldine Pittel beauftragte Herrn Lechner, Niemtal Nr. 6, in dem Naturfelsen eine Grotte auszubrechen. Darin wurde eine Lourdes-Statue aufgestellt und das kleine Heiligtum geweiht.

1945: Die schon sehr verwitterte Statue soll von einer Granate getroffen worden sein. Sie konnte nicht mehr repariert werden und wurde entfernt.

1953: Eine neue Statue (Holz aus Hafnerberg) wurde in der Grotte aufgestellt. Herr Albert Freundlich spendete sie als Dank für die glückliche Heimkehr aus dem Krieg. Schon zwei Jahre vorher hatte er die Grotte vertiefen und ausbauen lassen. Alle anderen Anlagen baute die Katholische Jugend aus eigener Initiative aus und richtete die Wege. Am 15. August 1953 wurde die Waldandacht feierlich geweiht.

1962: Die Marienstatue, die unter Witterungseinflüssen gelitten hatte, wurde von Johann Pechhacker aus Neuhaus renoviert.

1976: Nach einem Vandalenakt (Blumenbehälter zertrümmert, das in der Nähe befindliche Eisenkreuz ausgerissen und in den Abgrund geschleudert) wurde die Statue sicherheitshalber entfernt und kam in den Pfarrhof.
Im Zusammenhang mit der bischöflichen Visitation im Jahre 1976 schenkte Erzbischof Dr. Franz Jachym der Pfarre eine große Statue aus dem erzbischöflichen Depot in Wien. Pfarrer Salmhofer stellte sie unter den Schutz der Gemeinde, die die Restaurierung der Statue und Erweiterung der Grotte durchführen ließ.

2001: Die bisher in der Waldandacht aufgestellte Statue (= die von Dr. Jachym) wird nach gründlicher Restaurierung in der Hauskapelle im Pfarrhof vewendet. Die ursprüngliche Lourdes-madonna (= die aus dem jahre 1953) wurde wieder in der Grotte aufgestellt.

Alljährlich findet bei der Waldandacht eine Maiandacht statt.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Mariengrotte
2011
Helene und Adolf Schießl

Mariengrotte, Marienfigur
2011
Helene und Adolf Schießl

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen 1) Helene und Adolf Schießl, Sakrale und profane Klein- und Flurdenkmäler in Weissenbach, Neuhaus und Schwarzensee, S. 34 ff, Verlag Kral Berndorf.
2) Pfarrchronik Seite 50, 86, 125, 127 und 202.
2) NÖ Atlas

Anton Stöger
Datum der Erfassung 2018-11-25
Datum der letzten Bearbeitung 2018-11-25

Standort

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