Friedhofskreuz, Gaweinstal

Religiöse KleindenkmälerTotengedenkmale und KriegerdenkmälerFriedhofskreuze

Gemeinde: Gaweinstal

Zeitkategorie: 19. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Kaiser Josef II hat verfügt, dass die Friedhöfe von der Kirche weg an die Ortsränder verlegt werden. Kirchenmüller, Postmeister und Ortsrichter von Wieden-Gaunersdorf Johann Dachler stellte das Grundstück für den neuen Friedhof zur Verfügung. Unter dem von ihm 1827 gestifteten Friedhofskreuz fand er seine letzte Ruhestätte.
Das Kreuz wurde über Veranlassung der Marktgemeinde Gaweinstal im Jahr 2022 von Restaurator Peter Asimus renoviert.

Beschreibung:

In der Mitte des Friedhofes erhebt sich auf einem zweistufigen Podest ein 1,00 m hoher, 1,10 m breiter und 0,50 m tiefer blockhafter Sockel mit einem niedrigen, dachförmigen Abschluss und einem profilierten Ansatz.
Darauf steht sich ein ca 2,70 m hohes Kruzifix (Vier-Nagel-Typus) aus Kalksandstein. Christus ist noch lebend wiedergegeben, sein Blick ist himmelwärts gerichtet – die Worte Christi „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk 23,46) sind so mit den Mitteln der Bildhauerei umgesetzt worden.
Oberhalb des Gekreuzigten ist der Titulus mit den Buchstaben I.N.R.I. angebracht.
Die Sichtseite des Kreuzes ist nach Norden ausgerichtet. Am Sockel ist eine graue Steintafel und darunter eine kleine Laterne befestigt. Auf der Rückseite des Sockels ist die Jahreszahl 1827 eingraviert.
Johann Dachler, der Stifter des Friedhofgrundstückes und des Kreuzes, liegt unter diesem Friedhofskreuz begraben.
Inschrift auf der Grabtafel (0,40 x 0,80 m):
"Selig alle, die im Herrn entschliefen
Selig Edler! Selig bist auch Du.
Ruhe sanft am Fuße dieses Kreuzes
Das den frommen Schläfern Du gesetzt.
Daß sich all im Tod im den vereinen
Der für sie den Tod entgegenging.
Du hast selbst dein Ort zur Ruh gewählet
Schmerzvoll hat dein Sohn dich hier versenkt.
Dieser Stein den seine Liebe setzte
Möge leicht auf deinen Resten ruhn.
Hier ruhet
Herr Johann Dachler
gewesener k.k. Postmeister u. Bürger in Wien
geb. 18. Jänner 1756 gest. 23. April 1831.
1827,1929"

Details

Gemeindename Gaweinstal
Gemeindekennzahl 31612
Ortsübliche Bezeichnung Friedhofskreuz, Gaweinstal
Objektkategorie 1594 ( Religiöse Kleindenkmäler | Totengedenkmale und Kriegerdenkmäler | Friedhofskreuze)

Katastralgemeinde Gaweinstal -- GEM Gaweinstal
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 2972
Ortschafts- bzw. Ortsteil Gaweinstal
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Friedhof
Längengrad 16.58188
Breitengrad 48.47995

denkmalgeschützt geschuetzt

Höhe (m) 4.5
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 2.15
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 1.65
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) In der Mitte des Friedhofes erhebt sich auf einem zweistufigen Podest ein 1,00 m hoher, 1,10 m breiter und 0,50 m tiefer blockhafter Sockel mit einem niedrigen, dachförmigen Abschluss und einem profilierten Ansatz.
Darauf steht sich ein ca 2,70 m hohes Kruzifix (Vier-Nagel-Typus) aus Kalksandstein. Christus ist noch lebend wiedergegeben, sein Blick ist himmelwärts gerichtet – die Worte Christi „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk 23,46) sind so mit den Mitteln der Bildhauerei umgesetzt worden.
Oberhalb des Gekreuzigten ist der Titulus mit den Buchstaben I.N.R.I. angebracht.
Die Sichtseite des Kreuzes ist nach Norden ausgerichtet. Am Sockel ist eine graue Steintafel und darunter eine kleine Laterne befestigt. Auf der Rückseite des Sockels ist die Jahreszahl 1827 eingraviert.
Johann Dachler, der Stifter des Friedhofgrundstückes und des Kreuzes, liegt unter diesem Friedhofskreuz begraben.
Inschrift auf der Grabtafel (0,40 x 0,80 m):
"Selig alle, die im Herrn entschliefen
Selig Edler! Selig bist auch Du.
Ruhe sanft am Fuße dieses Kreuzes
Das den frommen Schläfern Du gesetzt.
Daß sich all im Tod im den vereinen
Der für sie den Tod entgegenging.
Du hast selbst dein Ort zur Ruh gewählet
Schmerzvoll hat dein Sohn dich hier versenkt.
Dieser Stein den seine Liebe setzte
Möge leicht auf deinen Resten ruhn.
Hier ruhet
Herr Johann Dachler
gewesener k.k. Postmeister u. Bürger in Wien
geb. 18. Jänner 1756 gest. 23. April 1831.
1827,1929"
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 19. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Kaiser Josef II hat verfügt, dass die Friedhöfe von der Kirche weg an die Ortsränder verlegt werden. Kirchenmüller, Postmeister und Ortsrichter von Wieden-Gaunersdorf Johann Dachler stellte das Grundstück für den neuen Friedhof zur Verfügung. Unter dem von ihm 1827 gestifteten Friedhofskreuz fand er seine letzte Ruhestätte.
Das Kreuz wurde über Veranlassung der Marktgemeinde Gaweinstal im Jahr 2022 von Restaurator Peter Asimus renoviert.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Friedhofskreuz
2022
Popp Elfriede

Friedhofskreuz
2022
Popp Elfriede

Friedhofskreuz
2022
Popp Elfriede

Friedhofskreuz
2022
Popp Elfriede

Friedhofskreuz
2023
Popp Elfriede

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Denkbuch des Marktes Gaunersdorf;
Gutachten vom 18.6.2020 des Dr. Michael Schiebinger im Bescheid des BDA vom 18.8.2020, GZ: 2020-0.525.101

Ersterfassung in „Zeichen unserer Kulturlandschaft“ 2012: Elfriede Popp

Datum der Erfassung 2012-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2023-06-07

Standort

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