Nischenbildstock I Pulkauerstraße

Religiöse KleindenkmälerBildstöcke

Gemeinde: Eggenburg

Zeitkategorie: 16. Jahrhundert, 2. Hälfte

Chronik:

Beschreibung:

Rechts entlang der Pulkauerstrasse in Richtung Gauderndorf finden wir mit einigen Abstand drei Bildstöcke. Der erste Bildstock befindet sich gegenüber dem Friedhofshaupttor: Der ca. 2 m hohe rechteckige Sockel ist aus Steinen gemauerten und ist unverputzt. Darüber befindet sich eine einfache unverzierte Deckplatte. Auf dieser Platte ist ein ca. 1 m hoher rechteckiger Aufsatz aus Ziegeln, jedoch außen verputzt, aufgesetzt. Den Abschluß bildet ein Walmdach mit einem Steinkreuz darauf. Der Aufsatz beherbergt eine rundbogige Nische, die durch ein Glasfenster mit davor befindlichen Maschengitter verschlossenen ist. Darinnen sehen wir die Skulptur von Maria mit dem Jesusknaben im Arm.

Details

Gemeindename Eggenburg
Gemeindekennzahl 31105
Ortsübliche Bezeichnung Nischenbildstock I Pulkauerstraße
Objektkategorie 1530 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | )

Katastralgemeinde Eggenburg -- GEM Eggenburg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 1170/9
Ortschafts- bzw. Ortsteil Eggenburg
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Pulkauerstraße, gegenüber Friedhofseingang
Längengrad 15.81404
Breitengrad 48.6434

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 4
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 0.92
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.92
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Rechts entlang der Pulkauerstrasse in Richtung Gauderndorf finden wir mit einigen Abstand drei Bildstöcke. Der erste Bildstock befindet sich gegenüber dem Friedhofshaupttor: Der ca. 2 m hohe rechteckige Sockel ist aus Steinen gemauerten und ist unverputzt. Darüber befindet sich eine einfache unverzierte Deckplatte. Auf dieser Platte ist ein ca. 1 m hoher rechteckiger Aufsatz aus Ziegeln, jedoch außen verputzt, aufgesetzt. Den Abschluß bildet ein Walmdach mit einem Steinkreuz darauf. Der Aufsatz beherbergt eine rundbogige Nische, die durch ein Glasfenster mit davor befindlichen Maschengitter verschlossenen ist. Darinnen sehen wir die Skulptur von Maria mit dem Jesusknaben im Arm.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Folgende Legende liegen der Stiftung von den drei Nischenbildstöcken zugrunde: An einem Wintertag bei Glatteis und starken Schneeverwehungen wurde ein Priester von Eggenburg nach Gauderndorf gerufen, um einen Sterbenden die letzten Sakramente zu spenden. Trotz der schlechten Bedingungen machte sich der Priester auf den Weg. Dreimal kam der Geistliche in den Schneewehen zu Sturz, erreichte aber unverletzt doch noch rechtzeitig sein Ziel. An jenen Stellen, an welchen der Priester mit dem Allerheiligsten gestürzt war, wurden zum Gedenken die drei Nischenbildstöcke errichtet. Pfarrer Josef Petschan schreibt: Auf dem Wege nach Gauderndorf befinden sich mehrere schadhafte, gemauerte Tabernakelbildstöcke, die ehemals die sieben Fälle Christi (Jesus fällt unter dem Kreuz …) darstellten. Wenn dies die übrig gebliebenen sind, dann wurden sie laut Ratsprotokoll im Jahre 1552 von Mathias Kipfenberger errichtet.

Zeitkategorie 16. Jahrhundert, 2. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen)
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Text von Ing. Richard Sonnleitner und Pfarrer Josef Petschan

Eva Hochschorner
Datum der Erfassung 2013-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2013-01-01
letzter Bearbeiter Eva Hochschorner

Standort

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.