Pavillon beim Rauchenbichlerhof

Saletteln, Kegelbahnen, Schießstände

Gemeinde: Stadt Salzburg

Zeitkategorie: 18. Jahrhundert

Chronik:

Der Rauchenbichlerhof, als Gut Waldbichl bereits im Mittelalter nachweislich, stand ab 1238 im Eigentum des Stiftes St.Peter. 1741 erwarb ihn der Salzburger Stadtrat Franz Anton Rauchenbichler, der es in der Folge im ländlichen Barockstil umbauen ließ, wie es sich - von kleineren Änderungen abgesehen - bis heute präsentiert. Aus dieser Zeit stammt auch der gegenständliche Pavillon, der ohne Zweifel den Abschluß einer nur in Fragmenten erhaltenen barocken Gartenanlage gebildet hat.

Beschreibung:

Der Rauchenbichlerhof ist einer der wenigen erhaltenen der einst zahlreichen Gutshöfe im Schallmoos. An der Ostseite des Hauptgebäudes schließt ein langgestreckter, von der Linzer Bundesstraße durch eine Mauer getrennter Garten an. An seiner nordöstlichen Schmalseite ist ein ovaler Pavillon mit einem Mansarddach in die Gartenmauer integriert. Ein von Buchshecken gesäumter Weg führt in der Mittelachse des Gartens auf die dem Gebäude vorgelegte Treppe und das mit einer zweiflügeligen Füllungstür ausgestattete Portal zu. Dieses wird von einer breiten Rahmung eingefasst. Den Sturz ziert ein Schlussstein.

Details

Gemeindename Stadt Salzburg
Gemeindekennzahl 50101
Ortsübliche Bezeichnung Pavillon beim Rauchenbichlerhof
Objektkategorie 2300 ( Saletteln, Kegelbahnen, Schießstände | | )

Katastralgemeinde Salzburg -- GEM Stadt Salzburg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 235
Ortschafts- bzw. Ortsteil Schallmoos / Schallmoos Ost
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Linzer Bundesstraße 1
Längengrad 13.0635
Breitengrad 47.809133

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 7.5
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 8
gemessen od. geschätzt geschätzt
Tiefe (m) 6
gemessen od. geschätzt geschätzt

Zustandsklassifizierung sanierungsbedürftig
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen
Der Pavillon bedarf einer durchgreifenden Sanierung.

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Der Rauchenbichlerhof ist einer der wenigen erhaltenen der einst zahlreichen Gutshöfe im Schallmoos. An der Ostseite des Hauptgebäudes schließt ein langgestreckter, von der Linzer Bundesstraße durch eine Mauer getrennter Garten an. An seiner nordöstlichen Schmalseite ist ein ovaler Pavillon mit einem Mansarddach in die Gartenmauer integriert. Ein von Buchshecken gesäumter Weg führt in der Mittelachse des Gartens auf die dem Gebäude vorgelegte Treppe und das mit einer zweiflügeligen Füllungstür ausgestattete Portal zu. Dieses wird von einer breiten Rahmung eingefasst. Den Sturz ziert ein Schlussstein.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Der Bau besitzt insgesamt vier großflächige Fenster, davon zwei gegen den Garten und zwei nach der Außenseite. Die Fenster sind mit Gittern ausgestattet und mit Läden verschließbar. Die profilierten Faschen der Fenster werden von S-förmigen, in Voluten endenden Schwüngen bekrönt. Ein relativ schmales Traufengesims schließt die Fassadenflächen ab. Der Oberteil des verblechten Mansarddaches endet in einem kurzen First mit je einem Kugelknauf. Der Innenraum besitzt eine flache Decke mit einem von profilierten Stuckleisten eingefassten Spiegel. Über den Fenstern sind feingliedrige Stuckarbeiten angebracht, bestehend aus Blumenvasen, Festons, Bandlwerk, usw.

Zeitkategorie 18. Jahrhundert
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Der Rauchenbichlerhof, als Gut Waldbichl bereits im Mittelalter nachweislich, stand ab 1238 im Eigentum des Stiftes St.Peter. 1741 erwarb ihn der Salzburger Stadtrat Franz Anton Rauchenbichler, der es in der Folge im ländlichen Barockstil umbauen ließ, wie es sich - von kleineren Änderungen abgesehen - bis heute präsentiert. Aus dieser Zeit stammt auch der gegenständliche Pavillon, der ohne Zweifel den Abschluß einer nur in Fragmenten erhaltenen barocken Gartenanlage gebildet hat.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Peter M. Lipburger / Gerhard Plasser; Schallmoos - Bau- und Entwicklungsgeschichte bis 1945, in MGSL 130, Salzburg 1990, S.613f, Heinz Dopsch; Der lange Weg zum Dorf, in: Gnigl, Mittelalterliches Mühlendorf...(Lit.Liste), S.42f.

G. Friedl
Datum der Erfassung 2013-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2013-01-01

Standort

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