Wiesenkreuz

Religiöse KleindenkmälerBildstöckeKapellenbildstöcke

Gemeinde: Herzogenburg

Zeitkategorie: 18. Jahrhundert

Chronik:

Ursprünglich als Dank für das Erlöschen der Pest errichtet hat das ziemlich am halben Weg nach Gutenbrunn stehende Marterl viel Schreckliches gesehen. Im Zuge der Kommassierung in den 1970er-Jahren hat man das Marterl abgerissen und später in moderner Bauweise wieder errichtet.

Beschreibung:

Der gemauerte, ca. 1980 neu errichtete Kapellenbildstock, besitzt einen ca. 30 cm hohen Sockel, ein Ziegeldach und einen verschalten Dachvorsprung. Der Eingang ist mit einem kunstvollen Schmiedeeisengitter verschlossen. Der Boden ist mit Terracottafliesen gepflastert.
Unter dem Giebel befindet sich eine (vmtl.) metallene Statuette eines Erzengels.

Details

Gemeindename Herzogenburg
Gemeindekennzahl 31912
Ortsübliche Bezeichnung Wiesenkreuz
Objektkategorie 1533 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Kapellenbildstöcke)

Katastralgemeinde Adletzberg -- GEM Herzogenburg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 681
Ortschafts- bzw. Ortsteil Adletzberg
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Hausweg
Längengrad 15.8037336
Breitengrad 48.2967829

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 3.5
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 3.2
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 1.76
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Der gemauerte, ca. 1980 neu errichtete Kapellenbildstock, besitzt einen ca. 30 cm hohen Sockel, ein Ziegeldach und einen verschalten Dachvorsprung. Der Eingang ist mit einem kunstvollen Schmiedeeisengitter verschlossen. Der Boden ist mit Terracottafliesen gepflastert.
Unter dem Giebel befindet sich eine (vmtl.) metallene Statuette eines Erzengels.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Im Innenraum befindet sich ein metallenes Kreuz mit einem Corpus Christi. Daneben hängen je ein Bild mit der Madonna und Jesus mit jeweils 14 Medaillons aus ihrem Leben. Darunter finden sich 2 Rahmen mit dazu passenden Gedichten, deren Urheber der Redakteur nicht eruiren konnte.
Im Innenraum sind links ein Bild der Maria "Oh Maria, öffne uns das Tor der Barmherzigkeit" und rechts ein Bild des segnenden Jesus "JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH". Ein ewiges Licht in Kreuzform steht zu Füßen des Kreuzes.

Zeitkategorie 18. Jahrhundert
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Ursprünglich als Dank für das Erlöschen der Pest errichtet hat das ziemlich am halben Weg nach Gutenbrunn stehende Marterl viel Schreckliches gesehen. Im Zuge der Kommassierung in den 1970er-Jahren hat man das Marterl abgerissen und später in moderner Bauweise wieder errichtet.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) Die beiden Gedichte auf den Bildern im Marterl:
(mit der Hoffnung, dass die wohl aus dem Volksmund stammenden Zeilen erhalten bleiben!):

"Wenn deine Seele ist voll Leid,
dein Herz zu Tod betrübt,
verzage nicht, es kommt die Zeit,
wo neues Leben blüht.
Doch suche Trost nicht im Gewühl,
kehr ein ins eigne Herz,
kein Mensch verstehet dein Gefühl,
kein Mensch deinen Schmerz.
Und schreist du in die Welt hinaus,
und weinst die Augen blind,
sie tragen´s nur von Haus zu Haus,
weist ja, wie Menschen sind.
Geh ruhig her in diesen Hain,
wo stille Andacht blickt,
dem lieben Gott vertrau allein,
was deine Seele drückt.
Er wird dir Mut und Kraft verleihn,
zu tragen deinen Schmerz,
der liebe Gott versteht allein,
ein armes Menschenherz."

"Steh lieber Wandrer etwas still,
hör was das Kreuz dir sagen will.
Du kannst dem Kreuze nicht entflieh´n,
du kannst dich wenden her und hin.
Das Kreuz dich findet überall,
steigst du Berg gehst du zu Tal.
Und wenn du weisest es zurück
und dir erzwingen willst dein Glück,
wirst bald du sehen lieber Christ,
kein Kreuz so schwer zu tragen ist,
als das du selber gezimmert hast,
das ist die allergrößte Last.
Drum rat ich dir mit treuem Sinn,
das Kreuz oh nimm es willig hin.
Merk dir das Kreuz ist unser Teil
und nur im Kreuz allein ist Heil"

Wiesenkreuz in Adletzberg
1.10.2022
Mag. Erich Böck

Wiesenkreuz in Adletzberg - Inneres
1.10.2022
Mag. Erich Böck

Wiesenkreuz in Adletzberg
2005
Redl

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Haiderer Rudolfine, Kotremba Walther, Herzogenburg - Kleindenkmäler, Stadtgemeinde Herzogenburg, 1988

Erich Böck
Datum der Erfassung 2022-10-02
Datum der letzten Bearbeitung 2026-06-16
letzter Bearbeiter Erich Böck

Standort

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