Grenzstein Nikolaihof
Gemeinde: Mautern an der Donau
Zeitkategorie: 17. Jahrhundert, 2. Hälfte
Chronik:
1067 gründete Bischof Altmann von Passau in der Vorstadt von Passau das Augustiner-Chorherrenstift St. Nikolai. Dieses Kloster verfügte über reichen Grundbesitz, unter anderem auch auf dem Gebiet des heutigen Bundeslands Niederösterreich. 1073 erfolgte die erstmalige urkundliche Nennung des zum Stift gehörenden Freihofes in Mautern, der als zentraler Sitz der Gutsverwaltung genutzt wurde. Die Leitung des Gutes lag in den Händen von Klerikern des Stiftes St. Nikolai, die man "Hofmeister nannte". Der Freihof und die klösterlichen Besitzungen der Passauer in Mautern wurden 1803 säkularisiert, wodurch der Grenzstein seine Funktion verlor.
Beschreibung:
An der ostseitigen Fassade des Nikolaihofes ist ein historischer Grenzstein eingemauert. Auf diesem sind die Anfangsbuchstaben M. P. S. N. und die Jahreszahl 1696 eingeschlagen. M steht für "Monasterium" (Kloster), P für "Pataviensis" (Passau), S für "Sancti" (Heilig) und N für "Nicolai".
Details
| Gemeindename | Mautern an der Donau |
| Gemeindekennzahl | 31327 |
| Ortsübliche Bezeichnung | Grenzstein Nikolaihof |
| Objektkategorie | 1323 ( Rechtsdenkmäler | Historische Grenzsteine | Flurgrenzsteine, Güter- und private Grenzsteine) |
| Katastralgemeinde | Mautern -- GEM Mautern an der Donau |
| Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | |
| Ortschafts- bzw. Ortsteil | Mautern |
| Straße und Hausnummer bzw. Flurname | Nikolaigasse 3 |
| Längengrad | 15.577903 |
| Breitengrad | 48.394413 |
| denkmalgeschützt | geschuetzt |
| Höhe (m) | 0.6 |
| gemessen od. geschätzt | geschätzt |
| Breite (m) | 0.2 |
| gemessen od. geschätzt | geschätzt |
| Tiefe (m) | |
| gemessen od. geschätzt | -- |
| Zustandsklassifizierung | sehr gut |
| Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
| Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | An der ostseitigen Fassade des Nikolaihofes ist ein historischer Grenzstein eingemauert. Auf diesem sind die Anfangsbuchstaben M. P. S. N. und die Jahreszahl 1696 eingeschlagen. M steht für "Monasterium" (Kloster), P für "Pataviensis" (Passau), S für "Sancti" (Heilig) und N für "Nicolai". |
| Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details | Der gesamte Nikolaihof und damit auch der Grenzstein stehen unter Denkmalschutz (HERIS-ID: 56799). |
| Zeitkategorie | 17. Jahrhundert, 2. Hälfte |
| Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | 1067 gründete Bischof Altmann von Passau in der Vorstadt von Passau das Augustiner-Chorherrenstift St. Nikolai. Dieses Kloster verfügte über reichen Grundbesitz, unter anderem auch auf dem Gebiet des heutigen Bundeslands Niederösterreich. 1073 erfolgte die erstmalige urkundliche Nennung des zum Stift gehörenden Freihofes in Mautern, der als zentraler Sitz der Gutsverwaltung genutzt wurde. Die Leitung des Gutes lag in den Händen von Klerikern des Stiftes St. Nikolai, die man "Hofmeister nannte". Der Freihof und die klösterlichen Besitzungen der Passauer in Mautern wurden 1803 säkularisiert, wodurch der Grenzstein seine Funktion verlor. |
| Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) |
| Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | -Häuserchronik Mautern, Gerd Maroli (unveröffentlichtes Manuskript) -Erhebung Kleindenkmäler Manfred Schovanec, Karl Reder (2026) |
| Datum der Erfassung | 2026-08-22 |
| Datum der letzten Bearbeitung | 2026-08-22 |
| letzter Bearbeiter | Karl Reder |