Hobelstein

RechtsdenkmälerHistorische GrenzsteineFlurgrenzsteine, Güter- und private Grenzsteine

Gemeinde: Sierndorf

Zeitkategorie: 19. Jahrhundert

Chronik:

Um den Grenzverlauf der Gemeinden zu überliefern waren regelmäßige Grenzbegehungen allgemein üblich. In manchen Orten erhielten die größeren Schuljungen ein paar Kreuzer für die Teilnahme, bei jedem Grenzstein am Weg wurde ein anderer aufgefordert sich die Lage einzuprägen, anschließend erhielt er eine schallende Ohrfeige. Die Theorie war, dass er sich den Platz an dem ihm Schmerzen zugefügt wurden merken würde. Das Geld, das sie für die Teilnahme erhielten, überwog jedoch, so dass sich die meisten darum bemühten zur Teilnahme aufgefordert zu werden. Das tatsächliche Alter des konkreten Steines ist unbekannt. Um 1970 ließ die Jägerschaft den Brauch wieder aufleben. Die 'Watschen' werden heute aber weggelassen.

Beschreibung:

Behauener Sandstein oben tonnenförmig abgerundet.

Details

Gemeindename Sierndorf
Gemeindekennzahl 31226
Ortsübliche Bezeichnung Hobelstein
Objektkategorie 1323 ( Rechtsdenkmäler | Historische Grenzsteine | Flurgrenzsteine, Güter- und private Grenzsteine)

Katastralgemeinde Oberolberndorf -- GEM Sierndorf
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 1200
Ortschafts- bzw. Ortsteil Oberolberndorf
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Lange Lüssen / Dammühle
Längengrad 16.15428
Breitengrad 48.42163

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 0.3
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 0.25
gemessen od. geschätzt geschätzt
Tiefe (m) 0.25
gemessen od. geschätzt geschätzt

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen
Grundsätzlich in Ordnung, der Lage entsprechend Moosbewuchs und Verwitterungserscheinungen.

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Behauener Sandstein oben tonnenförmig abgerundet.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Im Frühnebel bei der Morgenwanderung, Abmarsch vor Sonnenaufgang. An dem, an der Gemeindegrenze Sierndorf, Oberolberndorf und Unterhautzental verlaufenden Feldweg steht ein verwitterter Grenzstein, der als 'Hobelstein' bezeichnet wird. Das erste Mal am 'Gmorimarsch' teilnehmende „Jungfrauen“ wurden und werden bei Händen und Füßen genommen und über den Grenzstein „gehobelt“.

Zeitkategorie 19. Jahrhundert
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Um den Grenzverlauf der Gemeinden zu überliefern waren regelmäßige Grenzbegehungen allgemein üblich. In manchen Orten erhielten die größeren Schuljungen ein paar Kreuzer für die Teilnahme, bei jedem Grenzstein am Weg wurde ein anderer aufgefordert sich die Lage einzuprägen, anschließend erhielt er eine schallende Ohrfeige. Die Theorie war, dass er sich den Platz an dem ihm Schmerzen zugefügt wurden merken würde. Das Geld, das sie für die Teilnahme erhielten, überwog jedoch, so dass sich die meisten darum bemühten zur Teilnahme aufgefordert zu werden. Das tatsächliche Alter des konkreten Steines ist unbekannt. Um 1970 ließ die Jägerschaft den Brauch wieder aufleben. Die 'Watschen' werden heute aber weggelassen.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Hoch Leopold Jagdleiter, anl. Morgenwanderung 27.04.2008 Franz Aichmann, früherer Jagdleiter und Karl Lehner, anl. Herbstfest 04.09.2011 Fassion und Gedenkbuch der Marktgemeinde Sierndorf, Grenzbeschreibung.

Kurt & Veronika Jüthner
Datum der Erfassung 2010-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2010-01-01

Standort

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