Pestkreuz

Religiöse KleindenkmälerBildstöckePfeiler- und Säulenbildstöcke

Gemeinde: Langenlois

Zeitkategorie: 17. Jahrhundert, 2. Hälfte

Chronik:

Die lateinische Inschrift, hier nach der ÖKT wiedergegeben, ist auf drei Seiten verteilt und lautet: GEORGIUS JOSEPHUS WIRNER / VOTUM FECIT TEMPORE PESTIS / ET GRATIAM ACCEPIT / 16 ANNO 79. In der Übersetzung: 'Georg Joseph Wirner hat in der Pestzeit ein Gelübde gemacht und Gnade erlangt. Im Jahre 1679'. Die Inschrift lässt den Bildstock eindeutig als 'Pestkreuz' einordnen. Georg Wirner (1643 - 1686) stammte aus einer angesehenen Langenloiser Familie; der Vater war Mitglied des inneren Rates und gehörte somit zu den Honoratioren des landesfürstlichen Marktes.

Beschreibung:

Das Pestkreuz steht an der Kremser Straße, stadtauswärts rechter Hand, auf einem eingefriedeten Grundstück neben einem kleinen Parkplatz. Auf einem quaderförmigen, abgestuften Sockel ruht ein quadratischer Pfeiler aus Sandstein mit vertieften Zierkartuschen; im oberen Teil des Pfeilerschaftes bzw. unterhalb des Basisgesimes des Tabernakels ist eine auf drei Seiten verteilte lateinische Inschrift eingemeißelt; sie nennt als Stifter Joseph Wirner und als Anlass ein Gelübde desselben zur Pestzeit im Jahr 1679. Der Tabernakel ist mit vier Rundbogennischen versehen, die mit bemalten Blechtafeln ausgestattet sind. Die Deckplatte des Tabernakels geht in ein flaches Pyramidendach über, darauf sitzt eine Steinkuppel mit einem eisernen Doppelkreuz.

Details

Gemeindename Langenlois
Gemeindekennzahl 31322
Ortsübliche Bezeichnung Pestkreuz
Objektkategorie 1531 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Pfeiler- und Säulenbildstöcke)

Katastralgemeinde Langenlois -- GEM Langenlois
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 7377/3
Ortschafts- bzw. Ortsteil Langenlois
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Kremserstraße
Längengrad 15.67417
Breitengrad 48.47007

denkmalgeschützt geschuetzt

Höhe (m) 3.9
gemessen od. geschätzt --
Breite (m) 0.43
gemessen od. geschätzt --
Tiefe (m) 0.43
gemessen od. geschätzt --

Zustandsklassifizierung sanierungsbedürftig
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen
Bildtafeln stark verblasst.

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Das Pestkreuz steht an der Kremser Straße, stadtauswärts rechter Hand, auf einem eingefriedeten Grundstück neben einem kleinen Parkplatz. Auf einem quaderförmigen, abgestuften Sockel ruht ein quadratischer Pfeiler aus Sandstein mit vertieften Zierkartuschen; im oberen Teil des Pfeilerschaftes bzw. unterhalb des Basisgesimes des Tabernakels ist eine auf drei Seiten verteilte lateinische Inschrift eingemeißelt; sie nennt als Stifter Joseph Wirner und als Anlass ein Gelübde desselben zur Pestzeit im Jahr 1679. Der Tabernakel ist mit vier Rundbogennischen versehen, die mit bemalten Blechtafeln ausgestattet sind. Die Deckplatte des Tabernakels geht in ein flaches Pyramidendach über, darauf sitzt eine Steinkuppel mit einem eisernen Doppelkreuz.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Die Bildtafeln wurden 1965 von Franz Koller, ehem. Hauptschuldirektor, angefertigt. Sie zeigen auf der Westseite Jesus, der durch ein Getreidefeld schreitet; auf der Südseite den hl. Urban; die ostseitige Nische enthält eine Mariendarstellung, auf der Nordseite ist eine Kreuzigungsszene zu sehen.

Zeitkategorie 17. Jahrhundert, 2. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Die lateinische Inschrift, hier nach der ÖKT wiedergegeben, ist auf drei Seiten verteilt und lautet: GEORGIUS JOSEPHUS WIRNER / VOTUM FECIT TEMPORE PESTIS / ET GRATIAM ACCEPIT / 16 ANNO 79. In der Übersetzung: 'Georg Joseph Wirner hat in der Pestzeit ein Gelübde gemacht und Gnade erlangt. Im Jahre 1679'. Die Inschrift lässt den Bildstock eindeutig als 'Pestkreuz' einordnen. Georg Wirner (1643 - 1686) stammte aus einer angesehenen Langenloiser Familie; der Vater war Mitglied des inneren Rates und gehörte somit zu den Honoratioren des landesfürstlichen Marktes.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)





Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Josef Eggel: Gedenkbuch des lf. Marktes. Krems 1862. Die Denkmale des politischen Bezirkes Krems. Wien 1907. (Österreichische Kunsttopographie, Band I).

Johann Ennser, Adolf Hauer
Datum der Erfassung 2001-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2001-01-01

Standort

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