Josefs-Denkmal

Freiplastikenprofane FreiplastikenKaiserhausdenkmäler

Gemeinde: Langenlois

Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sahen liberale Kreise in Kaiser Joseph II. eine Leitgestalt ihrer Bestrebungen. Später wurde Joseph II. von den Deutschnationalen 'ideologisch' vereinnahmt, und die Errichtung von Josephs-Denkmälern wurde propagiert. Eine Kunsteisengießerei in Blansko (Mähren) begann mit der Serienherstellung von Josef-Statuen. In Langenlois bildete sich ein Komitee, das die Errichtung eines Josefs-Denkmals forcierte. Am 26. Juni 1904 wurde auf der kurze Zeit zuvor hergestellten Parkanlage das Josefs-Denkmal enthüllt. Die Inschrift auf dem Steinfundament offenbart auch die 'Ideologie' der Betreiber der Denkmalerrichtung: 'Deutschland nenne ich gerne unser gemeinschaftliches Vaterland, weil ich es liebe und stolz darauf bin ein Deutscher zu sein. Kaiser Josef II.' 1998 wurde das Denkmal renoviert.

Beschreibung:

Das Denkmal Kaiser Josephs II. steht im Kaiser Josef-Park, der sich östlich des Stadtzentrums zwischen Kaiser Josef-Platz und Loisbach erstreckt. Das Denkmal erhebt sich auf einem quadratischen, zweistufigen Steinfundament; das eigentliche Denkmal (aus Eisenguss mit bronzierter Oberfläche) weist einen dreistufigen Sockel auf, darauf folgt ein quaderförmiger Sockel, der mit einer vorkragenden Deckplatte (mit Zahnschnittgesimse) abschließt. Darauf ruht die stehende Figur Kaiser Josephs, den linken Fuß leicht vorgestellt.

Details

Gemeindename Langenlois
Gemeindekennzahl 31322
Ortsübliche Bezeichnung Josefs-Denkmal
Objektkategorie 1722 ( Freiplastiken | profane Freiplastiken | Kaiserhausdenkmäler)

Katastralgemeinde Langenlois -- GEM Langenlois
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 513/32
Ortschafts- bzw. Ortsteil Langenlois
Straße und Hausnummer bzw. Flurname
Längengrad 15.68122
Breitengrad 48.47338

denkmalgeschützt geschuetzt

Höhe (m) 4.65
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 2.7
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 2.7
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Das Denkmal Kaiser Josephs II. steht im Kaiser Josef-Park, der sich östlich des Stadtzentrums zwischen Kaiser Josef-Platz und Loisbach erstreckt. Das Denkmal erhebt sich auf einem quadratischen, zweistufigen Steinfundament; das eigentliche Denkmal (aus Eisenguss mit bronzierter Oberfläche) weist einen dreistufigen Sockel auf, darauf folgt ein quaderförmiger Sockel, der mit einer vorkragenden Deckplatte (mit Zahnschnittgesimse) abschließt. Darauf ruht die stehende Figur Kaiser Josephs, den linken Fuß leicht vorgestellt.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Der Kaiser ist mit offenem Mantel und Schärpe bekleidet, an der linken Hüfte trägt er ein Schwert. Der rechte Arm ist in die Hüfte gestützt, in der Linken weist die Figur ein Dokument mit der Aufschrift „Aufhebung der Leibeigenschaft. Josef II.“ vor. Im Rücken des Kaiser steht ein Möbelstück, auf dem der abgelegte Kaisermantel liegt.

Zeitkategorie 20. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sahen liberale Kreise in Kaiser Joseph II. eine Leitgestalt ihrer Bestrebungen. Später wurde Joseph II. von den Deutschnationalen 'ideologisch' vereinnahmt, und die Errichtung von Josephs-Denkmälern wurde propagiert. Eine Kunsteisengießerei in Blansko (Mähren) begann mit der Serienherstellung von Josef-Statuen. In Langenlois bildete sich ein Komitee, das die Errichtung eines Josefs-Denkmals forcierte. Am 26. Juni 1904 wurde auf der kurze Zeit zuvor hergestellten Parkanlage das Josefs-Denkmal enthüllt. Die Inschrift auf dem Steinfundament offenbart auch die 'Ideologie' der Betreiber der Denkmalerrichtung: 'Deutschland nenne ich gerne unser gemeinschaftliches Vaterland, weil ich es liebe und stolz darauf bin ein Deutscher zu sein. Kaiser Josef II.' 1998 wurde das Denkmal renoviert.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)




Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Johann Ennser: Das Denkmal Josephs II. und der Josefspark. Materialien zur Geschichte des Denkmals und der Parkanlage. Langenlois 2007. (Stadtarchiv Langenlois).

Johann Ennser, Adolf Hauer
Datum der Erfassung 2012-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2012-01-01

Standort

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