Haslinger-Marterl

Religiöse KleindenkmälerBildstöckeKapellenbildstöcke

Gemeinde: Krumau am Kamp

Zeitkategorie: 18. Jahrhundert

Chronik:

Wahrscheinlich erbaut im 18. Jhdt. (Inschrift auf dem Bild). Der Name erinnert an die vormalige langjährige Betreuung durch die Fam. Haslinger.

Beschreibung:

Der gemauerte Kapellenbildstock steht direkt an der Straße von Preinreichs nach Krumau kurz nach der Ortstafel. Zwei Stufen führen von der Straße zum Marterl. Es ist umgeben von zwei – mit Pflastersteinen gemauerten – Blumenrabatten.Im Giebelfeld befindet sich eine kleine ovale Nische, in welcher ein Kreuz mit dem gekreuzigten Christus zu sehen ist. Die zur Straße gerichtete offene Seite des Bildstockes ist durch ein schönes schmiedeeisernes Gitter, das in der Mitte ein Kreuz trägt, geschlossen. Das Gitter wurde von dem damals in Preinreichs ansässigen Schmied Karl Strasser jun. angefertigt. Im Inneren des Bildstockes befindet sich in einer etwa 70cm breiten und etwa 90cm hohen Mauernische ein altes Bild dessen Inschrift die Jahreszahl 1783 trägt.

Details

Gemeindename Krumau am Kamp
Gemeindekennzahl 31321
Ortsübliche Bezeichnung Haslinger-Marterl
Objektkategorie 1533 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Kapellenbildstöcke)

Katastralgemeinde Krumau am Kamp -- GEM Krumau am Kamp
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 1441
Ortschafts- bzw. Ortsteil Preinreichs
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Straße nach Krumau
Längengrad 15.459157
Breitengrad 48.582837

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 3
gemessen od. geschätzt --
Breite (m) 2.5
gemessen od. geschätzt --
Tiefe (m) 2
gemessen od. geschätzt --

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Der gemauerte Kapellenbildstock steht direkt an der Straße von Preinreichs nach Krumau kurz nach der Ortstafel. Zwei Stufen führen von der Straße zum Marterl. Es ist umgeben von zwei – mit Pflastersteinen gemauerten – Blumenrabatten.Im Giebelfeld befindet sich eine kleine ovale Nische, in welcher ein Kreuz mit dem gekreuzigten Christus zu sehen ist. Die zur Straße gerichtete offene Seite des Bildstockes ist durch ein schönes schmiedeeisernes Gitter, das in der Mitte ein Kreuz trägt, geschlossen. Das Gitter wurde von dem damals in Preinreichs ansässigen Schmied Karl Strasser jun. angefertigt. Im Inneren des Bildstockes befindet sich in einer etwa 70cm breiten und etwa 90cm hohen Mauernische ein altes Bild dessen Inschrift die Jahreszahl 1783 trägt.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Das Bild im Inneren ist in zwei Teile gegliedert. Oben ist die Heiligste Dreifaltigkeit dargestellt: Auf der rechten Seite thront Gottvater. Auf der anderen Seite und damit „zur Rechten des Vaters' ist Jesus Christus mit dem Kreuz zu sehen. Zwischen beiden schwebt der Heilige Geist in Gestalt einer Taube, darunter ist die Weltkugel abgebildet. Unterhalb sind drei Heilige zu sehen: links der Hl. Sebastian, in der Mitte der Hl. Donatus und rechts der Hl. Rochus. Der Hl. Sebastian ist in der bekannten Darstellung gemalt: an einem Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt. Auch der Hl. Donatus ist in der traditionellen Weise gemalt: Er kniet mit ausgebreiteten Armen vor den Strunk eines vom Blitz getroffenen Baumes. Mehrere kleine rote Blitze sind oberhalb des heiligen zu erkennen. Der Hl. Rochus ist als Pilger dargestellt, mit Mantel, umgehängter Tasche und Flasche und Wanderstab in der linken Hand.

Zeitkategorie 18. Jahrhundert
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Wahrscheinlich erbaut im 18. Jhdt. (Inschrift auf dem Bild). Der Name erinnert an die vormalige langjährige Betreuung durch die Fam. Haslinger.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) Die Inschrift am unteren Rand des Bildes hat folgenden Wortlaut: „Zur Hochen Ehren der Allerheiligsten Dreyfaltigkeit, wie auch denen Heiligen Pathronen Sebastiann, Rocho, und Donato umb Abwendtung der Pest, Schaur und Ungewitter hat diß Bild und Marterhaus Hieher Setzen und aufrichten lassen. Die Ganze Ehrsame Gemände Hier zu Preinreichs im Jahr 1783.“




Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Fordinal, Stephan und Widhalm, Josef : Kapelle und religiöse Kleindenkmäler in Preinreichs. In Marktgemeinde Krumau am Kamp. (Hrsg.): Heimatbuchder Marktgemeinde Krumau am Kamp. (S. 665 – 674). Krumau am Kamp 1995 Gespräch mit Johann Pollak

Josef Herndlhofer
Datum der Erfassung 2012-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2012-01-01

Standort

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