Diktlerkapelle (3 Kreuze)

Religiöse KleindenkmälerKapellen und GrottenKapellen

Gemeinde: Mauterndorf

Zeitkategorie: 19. Jahrhundert

Chronik:

Über den Zeitpunkt und die Ursache der Errichtung der Diktlerkapelle sind keine genauen Daten bekannt. Allerdings wird die Kapelle bereits 1853 in der Literatur erwähnt (Kürsinger 1853, S160). Laut Aufzeichnungen von Dr. Christoph Hubner wurde die Kapelle im Jahr 1880 durch Anna Wind, geborene Löcker (Laglergut Tweng), als Sühneopfer renoviert bzw. teilweise neu errichtet.
Eine weitere Renovierung erfolgte 1985 (gemeinsam mit Moarkapelle) durch den Kiwanis Club. Dabei wurde die Außenfassade in Stand gesetzt, das Dach neu eingedeckt und das Holzkreuz erneuert. Der Innenraum wurde von Malermeister Mayr aus Tamsweg restauriert.
Die Einweihung erfolgte am 22.9.1985 durch Pfarrer Valentin Pfeifenberger.
Aufgrund des Straßenneubaus führt die Turracher Straße heute an der Rückseite der Kapelle vorbei. Ursprünglich war die Kapelle der Straße zugewandt.

Beschreibung:

Die Diktlerkapelle steht südlich der Turracher Bundesstraße (B95) auf Höhe Steindorf. Die in neugotischem Stil errichtete Kapelle ist Teil eines Ensembles, das allgemein als die "3 Kreuze" bekannt ist. Die über rechteckigem Grundriss gemauerte Kapelle ist mit grobem Rieselwurf verputzt, gelb gestrichen und zeigt strukturierende Faschen und Zierformen aus weiß gestrichenem Feinputz. Der spitzbogige Eingangsbereich (H: 2,5m, B: 1,2m) wird von Pilastern flankiert, die durch die seitlichen Auskragungen des gemauerten Giebeldreiecks und die darauf gesetzten konischen Zierelemente den aufstrebenden Charakter der Kapelle unterstreichen. Gedeckt ist die Kapelle mit einem steilen Satteldach mit Lärchenschindeln. Das aus Holz gefertigte Firstkreuz ist 70cm hoch.

Details

Gemeindename Mauterndorf
Gemeindekennzahl 50504
Ortsübliche Bezeichnung Diktlerkapelle (3 Kreuze)
Objektkategorie 1512 ( Religiöse Kleindenkmäler | Kapellen und Grotten | Kapellen)

Katastralgemeinde Steindorf -- GEM Mauterndorf
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 669
Ortschafts- bzw. Ortsteil Mauterndorf/Steindorf
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Steindorf
Längengrad 13.693475
Breitengrad 47.136547

denkmalgeschützt geschuetzt

Höhe (m) 4.5
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 2
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 2.7
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Die Diktlerkapelle steht südlich der Turracher Bundesstraße (B95) auf Höhe Steindorf. Die in neugotischem Stil errichtete Kapelle ist Teil eines Ensembles, das allgemein als die "3 Kreuze" bekannt ist. Die über rechteckigem Grundriss gemauerte Kapelle ist mit grobem Rieselwurf verputzt, gelb gestrichen und zeigt strukturierende Faschen und Zierformen aus weiß gestrichenem Feinputz. Der spitzbogige Eingangsbereich (H: 2,5m, B: 1,2m) wird von Pilastern flankiert, die durch die seitlichen Auskragungen des gemauerten Giebeldreiecks und die darauf gesetzten konischen Zierelemente den aufstrebenden Charakter der Kapelle unterstreichen. Gedeckt ist die Kapelle mit einem steilen Satteldach mit Lärchenschindeln. Das aus Holz gefertigte Firstkreuz ist 70cm hoch.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Der Innenraum ist mit Natursteinplatten gepflastert und mit einem Spitzbogengewölbe ausgestattet. Vor der ebenfalls spitzbogigen Altarnische steht ein Betstuhl aus Holz. Die Nischenöffnung ist mit einem verzinkten Schmiedeeisengitter mit Spiraldekor (Herzmotive) verschlossen. In der Nische
ist eine Statue des Muttergottes aufgestellt.

Zeitkategorie 19. Jahrhundert
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Über den Zeitpunkt und die Ursache der Errichtung der Diktlerkapelle sind keine genauen Daten bekannt. Allerdings wird die Kapelle bereits 1853 in der Literatur erwähnt (Kürsinger 1853, S160). Laut Aufzeichnungen von Dr. Christoph Hubner wurde die Kapelle im Jahr 1880 durch Anna Wind, geborene Löcker (Laglergut Tweng), als Sühneopfer renoviert bzw. teilweise neu errichtet.
Eine weitere Renovierung erfolgte 1985 (gemeinsam mit Moarkapelle) durch den Kiwanis Club. Dabei wurde die Außenfassade in Stand gesetzt, das Dach neu eingedeckt und das Holzkreuz erneuert. Der Innenraum wurde von Malermeister Mayr aus Tamsweg restauriert.
Die Einweihung erfolgte am 22.9.1985 durch Pfarrer Valentin Pfeifenberger.
Aufgrund des Straßenneubaus führt die Turracher Straße heute an der Rückseite der Kapelle vorbei. Ursprünglich war die Kapelle der Straße zugewandt.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Diktlerkapelle
2018
Klaus Bärnthaler

Diktlerkapelle Innen
2018
Klaus Bärnthaler

Diktlerkapelle Marienfigur
2018
Klaus Bärnthaler

3 Kreuze Gesamtensemble
2018
Klaus Bärnthaler

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Kürsinger, I. (1853). Lungau. – Historisch, ethnographisch und statistisch aus bisher unbenützten urkundlichen Quellen dargestellt. Salzburg: Pbererschen Buchhandlung, 1853.
Husty, P. & Kaltenbrunner, R. (1998). Denkmäler an Salzburgs Straßen. Salzburg: Landesbaudirektion.
Aufzeichnungen Dr. Christoph Hubner
Familie Wind, Diktlerbauer, Steindorf

Andrea Gürtler
Datum der Erfassung 2021-02-09
Datum der letzten Bearbeitung 2021-03-19

Standort

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