Hierzegger-Kapelle

Religiöse KleindenkmälerKapellen und Grotten

Gemeinde: Laufen

Zeitkategorie: 17. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Entstehungsanlass unbekannt. Nach mündlicher Überlieferung soll das Bild auf der Salzach herabgeschwommen, unterhalb der heutigen Kapelle angeschwemmt und von Schiffern gefunden worden sein, die dafür die Kapelle erbauten ließen. Nachdem die Verehrung des 'Maria Pötsch-Bildes' in Wien erst nach 1697 einsetzt, besteht kein Zusammenhang zwischen dem 1607 erfolgten Bau der Kapelle und der Einsetzung des erst im 18. Jahrhundert in Niederösterreich und Ungarn hoch verehrten Gnadenbildes.Vielmehr dürfte das Bild erst um 1783 eine Aufstellung in der bestehenden Kapelle gefunden haben.

Beschreibung:

Schauseite nach Norden. Über zweistufigem Antritt nahezu quadratischer, verputzter und weiß getünchter Bau mit dreiseitigem Schluss, Sockel, Putzpilaster an den Ecken, profiliertes Traufgesims, darüber, an der Nordseite leicht vorspringendes Walmdach mit Blecheindeckung. An der Westseite Zugang vom Gartengrundstück durch eine Holztüre. Im Norden durch Putzpilaster gesäumte Öffnung mit halbrundem Abschluss, H. 2,05 m, Br. 0,96 m. Feuergeschwärztes barockes Gitter, geschmiedete Zahl 1607, darunter geschmiedeter kleiner Wappenschild, Darstellung nicht mehr vorhanden.

Details

Gemeindename Laufen
Gemeindekennzahl 172122
Ortsübliche Bezeichnung Hierzegger-Kapelle
Objektkategorie 1510 ( Religiöse Kleindenkmäler | Kapellen und Grotten | )

Katastralgemeinde Laufen -- GEM Laufen
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 365
Ortschafts- bzw. Ortsteil Laufen
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Einmündung Gordian-Guckh-Straße in die Von-Brandl-Straße
Längengrad 12.933777
Breitengrad 47.939796

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 4
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 2.5
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 2.2
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen
Renovierungen 1985 und 2002/03; Einweihung im Oktober 2003. Landschaftsgärtnerische Außengestaltung im Frühjahr 2004.

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Schauseite nach Norden. Über zweistufigem Antritt nahezu quadratischer, verputzter und weiß getünchter Bau mit dreiseitigem Schluss, Sockel, Putzpilaster an den Ecken, profiliertes Traufgesims, darüber, an der Nordseite leicht vorspringendes Walmdach mit Blecheindeckung. An der Westseite Zugang vom Gartengrundstück durch eine Holztüre. Im Norden durch Putzpilaster gesäumte Öffnung mit halbrundem Abschluss, H. 2,05 m, Br. 0,96 m. Feuergeschwärztes barockes Gitter, geschmiedete Zahl 1607, darunter geschmiedeter kleiner Wappenschild, Darstellung nicht mehr vorhanden.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Innenraum mit flachem Stichkappengewölbe, bemalt, 4 Engelköpfe mit Flügeln in den Zwickeln (wohl um 1900). Gemauerte Mensa, darauf hellfarbiger, ursprünglich in Schwarz und Gold gefasster barocker Altaraufsatz aus Holz mit Nische für ein quadratisches Marienbild, nun Herz-Jesu-Figur. Mehrere Gipsfiguren des späten 19. und frühen 20. Jh. Das ursprüngliche Bild im Altaraufsatz, eine Kopie des Gnadenbildes 'Maria Pötsch', das seit 1697 im Wiener Stephansdom verehrt wird, wies zwei mit 1783 datierte Metallkronen (Maria und Jesuskind) auf, wurde aber aus Sicherheitsgründen entfernt. Typus des Gnadenbildes: Maria in halber Figur mit dem Jesuskind auf dem linken Arm; ikonografisch wird diese Darstellung vom byzantinischen Ikonentypus der Hodegetria abgeleitet und zählt zu den so genannten 'Lukasbildern'.

Zeitkategorie 17. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Entstehungsanlass unbekannt. Nach mündlicher Überlieferung soll das Bild auf der Salzach herabgeschwommen, unterhalb der heutigen Kapelle angeschwemmt und von Schiffern gefunden worden sein, die dafür die Kapelle erbauten ließen. Nachdem die Verehrung des 'Maria Pötsch-Bildes' in Wien erst nach 1697 einsetzt, besteht kein Zusammenhang zwischen dem 1607 erfolgten Bau der Kapelle und der Einsetzung des erst im 18. Jahrhundert in Niederösterreich und Ungarn hoch verehrten Gnadenbildes.Vielmehr dürfte das Bild erst um 1783 eine Aufstellung in der bestehenden Kapelle gefunden haben.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)


Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen

Hans Roth, Monika und Hans Schillinger, Sieghart Schwedler
Datum der Erfassung 2004-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2004-01-01
letzter Bearbeiter Hans Roth, Monika und Hans Schillinger, Sieghart Schwedler

Standort

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.