Portal und Wappen des Caspisschlössls

Haustüren und Tore

Gemeinde: Stadt Salzburg

Zeitkategorie: 18. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Das Wappen weist auf einen zeitweisen Besitz des Gebäudes durch Mitglieder der Familie Zillner von Zillerberg hin. Sie waren Handelsherren in Salzburg und hielten hohe Ämter in der Stadt. Peter Zillner war Bürgermeister von 1701 bis 1719. Das Gebäude, ein einst ländliches Schlösschen, wurde von Giovanni G. Zuccalli 1685 für die Freiherren von Caspis erbaut, weshalb es bis heute Caspisschlössl genannt wird. Es wird auch als Schönegg bezeichnet. Es dient heute als Pfarrhof von St.Elisabeth.

Beschreibung:

Südöstlich der Elisabethkirche steht ein zweigeschossiges Gebäude mit einem quadratischen Grundriss. In der Mitte seines Pyramidendaches erhebt sich als Belvedere eine turmartige Oberetage samt Glockentürmchen. An der Ostseite des Gebäudes befindet sich ein repräsentatives Portal aus Konglomerat, anscheinend das ehemalige, heute teilweise vermauerte Haustor. Statt der Türflügel füllt heute ein vergittertes Fenster den rundbogigen Eingang. Dieser wird von zwei Pilastern flankiert. Sie tragen ein schweres, sich über den Wandpfeilern verkröpfendes Gebälk.

Details

Gemeindename Stadt Salzburg
Gemeindekennzahl 50101
Ortsübliche Bezeichnung Portal und Wappen des Caspisschlössls
Objektkategorie 3500 ( Haustüren und Tore | | )

Katastralgemeinde Salzburg -- GEM Stadt Salzburg
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 1181/2
Ortschafts- bzw. Ortsteil Elisabeth-Vorstadt
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Elisabethstraße 39
Längengrad 13.041723
Breitengrad 47.815573

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 4.5
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 3.5
gemessen od. geschätzt geschätzt
Tiefe (m) 0.6
gemessen od. geschätzt geschätzt

Zustandsklassifizierung gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Südöstlich der Elisabethkirche steht ein zweigeschossiges Gebäude mit einem quadratischen Grundriss. In der Mitte seines Pyramidendaches erhebt sich als Belvedere eine turmartige Oberetage samt Glockentürmchen. An der Ostseite des Gebäudes befindet sich ein repräsentatives Portal aus Konglomerat, anscheinend das ehemalige, heute teilweise vermauerte Haustor. Statt der Türflügel füllt heute ein vergittertes Fenster den rundbogigen Eingang. Dieser wird von zwei Pilastern flankiert. Sie tragen ein schweres, sich über den Wandpfeilern verkröpfendes Gebälk.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Auf dem Gebälk ist ein reich verziertes Wappen aus Marmor angebracht. Das kreisrunde Wappen ist geviertelt. In den Feldern 1,4 ist jeweils ein gefiederte Pfeile haltender Arm eines Geharnischten zu sehen, im 2. Feld ein gekrönter Adler mit gespreizten Schwingen, und im 3. Feld ein bekrönter Löwe mit gespaltenem Schwanz; im Herzschild hält eine Taube einen Zweig im Schnabel. Das Wappen ist von üppigem plastischen Dekor umgeben. Zwischen rollenden Akanthusblättern tummeln sich gelockte Putti, in der Mitte darüber ein geflügelter Engelskopf. Wappen und Rahmung sind aus einem Stein gearbeitet.

Zeitkategorie 18. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Das Wappen weist auf einen zeitweisen Besitz des Gebäudes durch Mitglieder der Familie Zillner von Zillerberg hin. Sie waren Handelsherren in Salzburg und hielten hohe Ämter in der Stadt. Peter Zillner war Bürgermeister von 1701 bis 1719. Das Gebäude, ein einst ländliches Schlösschen, wurde von Giovanni G. Zuccalli 1685 für die Freiherren von Caspis erbaut, weshalb es bis heute Caspisschlössl genannt wird. Es wird auch als Schönegg bezeichnet. Es dient heute als Pfarrhof von St.Elisabeth.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Freundliche Auskunft von Dr. Wilfried Schaber.

G. Friedl
Datum der Erfassung 2013-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2013-01-01
letzter Bearbeiter G. Friedl

Standort

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.