Neuberg-Kreuz

Religiöse KleindenkmälerBildstöckePfeiler- und Säulenbildstöcke

Gemeinde: Langenlois

Zeitkategorie: 17. Jahrhundert, 2. Hälfte

Chronik:

Der Stifter Wolf Buxbaum war ein wohlhabender bürgerlicher Seifensieder und gehörte dem Inneren Rat an. Als Witwer heiratete er die Tochter des damaligen Marktrichters Jakob Winkler und gehörte somit zur Oberschichte des landesfürstl. Marktes. Für die Pfarrkriche stiftete er eine neue Orgel. Das Motiv für die Errichtung des Bildstockes ist nicht belegt. Dem Typus nach handelt es sich um ein Passionskreuz (Schneeweis) und stand ursprünglich am Wallfahrtsweg nach Mariazell. Der Bildstock wurde zuletzt im Jahr 1986 renoviert und im Zuge der Errichtung der Umfahrungsstraße an den jetzigen Standort versetzt.

Beschreibung:

Das Neuberg-Kreuz, ein Barockbildstock, steht auf dem Neuberg, und zwar auf dem Scheitel der Umfahrungsstraße B 218, rechter Hand in Richtung Krems. Der Sandsteinpfeiler mit quadratischem Grundriss ruht auf einem zweistufigen Steinfundament, der Pfeilerschaft weist auf allen 4 Seiten Kartuschen mit rundem Abschluss auf, die Kartuschenflächen sind reliefartig mit Marterwerkzeugen ornamentiert. Auf der Kragenplatte ruht der Tabernakel mit 4 Rundbogennischen. Die Dachplatte trägt ein Steinkreuz. Die Tabernakelreliefs zeigen gegenüberliegend die Pestheiligen Rochus und Sebastian sowie eine Kreuzigungsszene und eine Pietà.

Details

Gemeindename Langenlois
Gemeindekennzahl 31322
Ortsübliche Bezeichnung Neuberg-Kreuz
Objektkategorie 1531 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Pfeiler- und Säulenbildstöcke)

Katastralgemeinde Langenlois -- GEM Langenlois
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 7515
Ortschafts- bzw. Ortsteil Langenlois
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Riede Neuberg
Längengrad 15.66327
Breitengrad 48.46769

denkmalgeschützt geschuetzt

Höhe (m) 3.1
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 0.37
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 0.037
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sanierungsbedürftig
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen
Tabernakelreliefs teils stark verwittert

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Das Neuberg-Kreuz, ein Barockbildstock, steht auf dem Neuberg, und zwar auf dem Scheitel der Umfahrungsstraße B 218, rechter Hand in Richtung Krems. Der Sandsteinpfeiler mit quadratischem Grundriss ruht auf einem zweistufigen Steinfundament, der Pfeilerschaft weist auf allen 4 Seiten Kartuschen mit rundem Abschluss auf, die Kartuschenflächen sind reliefartig mit Marterwerkzeugen ornamentiert. Auf der Kragenplatte ruht der Tabernakel mit 4 Rundbogennischen. Die Dachplatte trägt ein Steinkreuz. Die Tabernakelreliefs zeigen gegenüberliegend die Pestheiligen Rochus und Sebastian sowie eine Kreuzigungsszene und eine Pietà.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Auf der Südseite (zur Umfahrungsstraße ausgerichtet) ist im Kartuschenfeld der Name WOLF BVXBAM eingemeißelt, darunter die Jahreszahl 1665. Eine Geißel und drei Würfel, als Reliefs ausgeführt, sind unterhalb der Schrift zu sehen. Marterwerkzeuge in den anderen Kartuschenfeldern sind Leiter (O), Essigschwamm (W), Zange, Hammer, drei Nägel in ein Herz eindringend (N).

Zeitkategorie 17. Jahrhundert, 2. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Der Stifter Wolf Buxbaum war ein wohlhabender bürgerlicher Seifensieder und gehörte dem Inneren Rat an. Als Witwer heiratete er die Tochter des damaligen Marktrichters Jakob Winkler und gehörte somit zur Oberschichte des landesfürstl. Marktes. Für die Pfarrkriche stiftete er eine neue Orgel. Das Motiv für die Errichtung des Bildstockes ist nicht belegt. Dem Typus nach handelt es sich um ein Passionskreuz (Schneeweis) und stand ursprünglich am Wallfahrtsweg nach Mariazell. Der Bildstock wurde zuletzt im Jahr 1986 renoviert und im Zuge der Errichtung der Umfahrungsstraße an den jetzigen Standort versetzt.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) Der Tabernakel dürfte bei einer Renovierung um 90 Grad gedreht worden sein, da eine alte Aufnahme (1935)auf der Frontseite die Kreuzabnahme (Pietà) zeigt.





Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen August Rothbauer: Daten zur Baugeschichte der Pfarrkirche (Manuskript 1964); Geschichtliche Beilagen, Band I. Ludwig Rausch, Dokumentation zu Langenloiser Bildstöcken 1986, Stadtarchiv Langenlois.

Johann Ennser, Adolf Hauer
Datum der Erfassung 2001-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2001-01-01
letzter Bearbeiter Johann Ennser, Adolf Hauer

Standort

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.